Thematische Zuordung Serie 1848–1945:
II. BILATERALE BEZIEHUNGEN
6. Deutsches Reich
6.2. Handelsvertragsverhandlungen
Printed in
Diplomatic Documents of Switzerland, vol. 5, doc. 16
volume linkBern 1983
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| Archive | Swiss Federal Archives, Bern | |
▼ ▶ Archival classification | CH-BAR#E13#1000/38#66* | |
| Old classification | CH-BAR E 13(-)1000/38 15 | |
| Dossier title | T. 3 Korrespondenz des Handelsdepartements und anderer Departemente; Anträge an den Bundesrat; Bundesratsbeschlüsse; Akten der Bundesversammlung und Bundesbeschluss (29.03.1905) betr. Genehmigung des Zusatzvertrages; Korrespondenz über das schiedsgerichtliche Verfahren in Zolltarif-Sachen (1904–1908) |
dodis.ch/42871
Der Direktor der handelspolitischen Abteilung im Auswärtigen Amt, von Koerner, an den Chef der Handels ab teilung, A. Eichmann1
Ihre sehr geschätzten Zeilen vom 2. ds. Mts.2 fand ich bei meiner Rückkehr von Rom vor, wo es nach sechs wöchentlichen Verhandlungen gelungen ist, den neuen Vertrag mit Italien glücklich fertig zu stellen. Ich wünschte sehr, wir wären mit Ihnen ebenso weit, und bedaure sehr, dass wir in Frankfurt zu keinem endgültigen Resultat gelangt sind. Nach den lediglich ablehnenden Erklärungen, die wir seither von Bern erhalten haben, weiss ich gar nicht recht, wie wir den Faden nun weiter spinnen sollen. Ich hatte gehofft, Sie würden uns irgend einen Weg andeuten, wie der Sache beizukommen ist, mindestens sich zur Fortsetzung der Verhandlungen bereit erklären.
Nun bleibt uns nichts anderes übrig, als zunächst mit ändern Staaten zu verhandeln. In den nächsten Tagen gehe ich nach Brüssel. In der zweiten Hälfte April sollen die Verhandlungen mit Österreich, wahrscheinlich auch mit Rumänien beginnen. Gerne hätte ich erst mit Ihnen abgeschlossen. Aber wie? Etwas mehr müssen Sie uns schon entgegenkommen! - Von Ihren neuerlichen Berichtigungen habe ich Vormerk genommen.
Wie geht es Herrn Künzli und Herrn Frey in Rom? Mir sind diese sieben Wochen in Rom in sehr angenehmer Erinnerung.
Hoffentlich finden wir uns bald wieder am grünen Verhandlungstisch zusammen. Es würde mir eine grosse Freude sein, Sie wieder zu sehen.3
- 1
- Schreiben (Kopie): E 13 (B)/159.↩
- 2
- Eichmann stellte von Koerner am 2.13. März 1904 eine Liste mit Berichtigungen des Frankfurter Protokolls vom 22. Dezember 1903 zu.↩
- 3
- Eichmann schrieb Nationalrat Frey am 28. März 1904: Lieber Frey! Ich habe von Herrn von Koerner heute morgen ein Billet erhalten, wovon beiliegend eine Abschrift. Herr Bundesrat Deucher fasst es als Gelegenheit zur Anknüpfung auf, um eine Fortsetzung der Unterhandlungen, etwa im Mai vorzubereiten. Ich solle in der Antwort namentlich die Notwendigkeit hervorheben, dass man uns etwas auf unsere Note vom 22. Januar erwidere. Sei so gut, die Angelegenheit mit Herrn Oberst Künzli zu besprechen und mir Eure Ansicht mitzuteilen (E 13 (B)/160). Ein Schreiben Eichmanns an von Koerner vom 30. März 1904 konnte nicht ermittelt werden. Von Koerner schrieb Eichmann am 30. April 1904 aus Brüssel: [...] Ich habe den Brief[Eichmanns vom 30. März]hierher nachgeschickt erhalten, wo ich schon seit 28. vorigen Monats bin, schrieb damals sofort nach Berlin, man solle doch dort sich über die weitere Behandlung der Sache schlüssig machen, nachdem Ihr Bericht meine Ansicht bestätigt habe, dass die schweizerische Regierung keineswegs auf einem ganz ablehnenden Standpunkt stehe. Seitdem habe ich noch nichts wieder von Berlin erhalten, habe aber schon vor mehreren Tagen die Sache beim Staatssekretär selbst erinnert und hoffe, dass man nun endlich daran geht. Freilich sieht man dort die Sache ziemlich schwarz an, da man die schweizerischen Forderungen für viel zu weitgehend und in dem verlangten Masse nicht für erfüllbar hält. Etwas mehr werden Sie wohl den nun einmal bei uns bestehenden Anschauungen und Richtungen Rechnung tragen müssen, denen ja zum Teil auch die deutsche Regierung nachgeben muss. Ich werde, sobald ich von Berlin etwas erfahre, Ihnen weiteres schreiben und hoffe, dass wir doch noch zum Ziele kommen (E 13 (B)/159).↩
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