Besser spät als nie: Hier die längst überfällige Rezension eines Audiogadgets, das alle Wünsche meines jugendlichen Alter Egos befriedigt: Radioempfang auf vier Frequenzbändern, Kassettenwiedergabe und -aufnahme, und eine Lightshow mittels fünf roten LED-Lämpchen.
Ist dieses virale Social-Media-Posting bloss eine Liebeserklärung an die Siebzigerjahre, als der Alltag noch einfach, die Eltern unkompliziert und das Leben frei von «moralisch aufgeladenem Lifestyle-Zirkus» war? Oder ist es doch eher eine perfide Methode, einen Kulturkampf anzufachen?
Sechs Beispiele für Fonts, die mehr können, als bloss Text auf den Bildschirm zu zaubern: Sie zeigen maximal einfach Diagramme an, fügen Icons und Piktogramme ein, verschönern Programmcode und bilden Gitarrengriffe ab.
So schützen wir uns davor, heimlich fotografiert und gefilmt zu werden: Antizuck schickt eine Benachrichtigung aufs iPhone, sobald eine Person mit einer smarten Brille in der Umgebung auftaucht. Ein Test soll zeigen, ob das zuverlässig funktioniert.
Der altehrwürdige Editor in Windows, auch als Notepad bekannt, bekam auf seine alten Tage Markdown beigebracht. Doch entweder ist er nicht mehr lernfähig – oder aber bei Microsoft programmiert bloss noch eine unfähige KI. Denn in einem Test erweist sich diese Neuerung als so unterirdisch schlecht, dass ich es kaum fassen kann.
Alan Turing taucht in der Schweizer Presse spät und meist nur als Randnotiz auf. Die Medien brachten ihrem Publikum das Computerzeitalter als Angelegenheit von Militär, Ingenieuren und lebensfernen Wissenschaftlern näher – ein Schicksal, das Turing mit vielen stillen Helden der digitalen Revolution teilt.
Image Whisperer verspricht, KI-generierte Bilder mittels einer besonders raffinierten Methode zu erkennen. Dieser Detektor liefert einen langen, detaillierten Bericht. Bloss: Die Indizien sind oft wenig fassbar, widersprüchlich und teils sogar falsch.
Gewichtige Stimmen rufen das Ende des Text-Zeitalters aus und prognostizieren, das bewegte Bild werde die schriftlichen Medien ablösen. Zeit, mit dem Bloggen aufzuhören? Ich tue das Gegenteil und feiere den Buchstabensalat für das, was er kann und was er ist.
Die künstliche Intelligenz als Beraterin in Liebesdingen? Ich lasse 13 Sprachmodelle gegeneinander antreten und verrate euch, warum ihr eher auf Deepseek, Mistral und Jimmy als auf ChatGPT, Gemini, Copilot oder Claude hören solltet.
Achtung, bei diesem Blogpost herrscht akute Schwindelgefahr: Ich wollte den KI-Dekektor ZeroGPT testen und stellte fest, dass es sich um einen Abklatsch von GPTzero handelt. Letzterer erfüllt den Zweck einigermassen und liefert gewisse Anhaltspunkte, ob ein Text mittels Sprachmodell erzeugt oder von einem Menschen verfasst wurde.
1950 war die Schweiz in der technologischen Poleposition: An der ETH Zürich stand der erste kommerzielle Computer weltweit zur Verfügung, die Z4 von Konrad Zuse. Der «Tagesanzeiger» nahm von diesem Umstand Kenntnis – aber er tat alles, um die Bedeutung herunterzuspielen.
Es gibt deutliche Anzeichen, dass das Werbegeschäft (hier im Blog und womöglich darüber hinaus) keine Zukunft hat. Hier eine Auslegeordnung mit einer – hoffentlich auch für euch Leserinnen und Leser interessanten – Alternative.