Ende März hat uns in Tirol ein märchenhafter Wintereinbruch überrascht — Tiefschnee im Frühjahr, die für die Karwoche geplante Weitwandertour verschoben, die täglichen Waldspaziergänge eingeschränkt. Die unerwartet gewonnene Zeit habe ich genutzt, um nach neun Monaten auf Substack innezuhalten und zu reflektieren, was aus diesem Newsletter geworden ist — und was ich mir für ihn vorstelle.
Der Ausgangspunkt war ein Buch. Im ersten Halbjahr 2025 schrieb ich “Achtsam bewegen — leichter leben”, und weil ich überzeugt bin, dass die Gedanken darin es wert sind, verbreitet zu werden, habe ich begonnen, einen Newsletter zu den Themen zu schreiben, über Bewegung, Lernen, Veränderung. Das war der Anfang dieser Seite.
Jetzt, neun Monate und vierzig Posts später, beschäftigt mich die Frage: Ist den Leser:innen klar, worum es hier wirklich geht?
Wenn ich mir die vierzig Posts ansehe, die ich geschrieben habe, finde ich viel Positives: das Schreiben macht mir große Freude, die Themen sind schier unerschöpflich und aus ursprünglich 18 Abonnenten sind mittlerweile über 100 geworden.
Und gleichzeitig sehe ich etwas, das mich nicht ganz zufriedenstellt: Die einzelnen Posts resonieren mit den Leser:innen, aber als Ganzes zeigt dieser Newsletter noch nicht deutlich genug, worauf ich eigentlich hinaus will. Wer neu dazukommt, sieht vierzig Beiträge über Bewegung — und kann schwer erkennen, was ihn hier erwartet und ob es das Richtige für ihn ist.
Das will ich ändern. Nicht, weil ich mit dem Bisherigen unzufrieden bin, sondern weil ich denke, dass das, was dieser Newsletter zu sagen hat, eine schärfere und besser greifbare Form verdient.
Die Essenz meiner Tätigkeit und Erfahrungen lässt sich auf drei Überzeugungen verdichten — und alle drei hängen zusammen:
Bewegung verändert sich nur dann wirklich, wenn Gehirn und Nervensystem einbezogen werden.
Achtsamkeit/Bewusstheit in der Bewegung ist dafür die Voraussetzung, nicht bloß eine nette Ergänzung.
Und der Körper bleibt lernfähig — ein Leben lang, wenn man ihn auf eine Weise anspricht, die das Lernen überhaupt erst möglich macht.
Diese Sicht ist nicht aus einem Konzept entstanden, das ich irgendwo übernommen habe. Sie ist über viele Jahre gewachsen — in meiner Arbeit als Feldenkraislehrer, als Sportwissenschaftler, als Psychologe und Trainer.
Und darum geht es in diesem Newsletter.
Ich habe in den letzten Tagen zwei Dinge überarbeitet.
Erstens habe ich die “Über”-Seite neu geschrieben. Sie beantwortet jetzt klarer, worum es in diesem Newsletter geht, für wen er gedacht ist und was du davon mitnehmen kannst. Schau hier gerne rein — ich freue mich über dein Feedback in den Kommentaren.
Zweitens habe ich alle bisherigen Artikel in fünf Themenbereiche geordnet — nicht willkürlich, sondern entlang der Frage: Wie entsteht nachhaltige Bewegungsveränderung?
Am Anfang stehen “Bewegungsgewohnheiten” — wie wir uns im Alltag mehr und vor allem bewusster bewegen können und wie wir Routinen entwickeln, die wirklich bleiben.
Darauf aufbauend kommen “Bewegungs-Hacks”: konkrete praktische Impulse und Übungen für spezifische Situationen und Körperbereiche.
Den theoretischen Hintergrund dazu liefern die Ideen und Prinzipien der Feldenkrais-Methode, eine Denkweise, die weit über bloßes Üben oder Training hinausgeht.
Dazu kommt der Bereich “Persönliches”: Erfahrungen, Erlebnisse und Erkenntnisse aus meiner eigenen Perspektive, die ich nicht für mich behalten möchte.
Und schließlich die Kategorie “Lernmaterial”, in der meine Bücher und die kommenden Kurse für alle, die tiefer einsteigen wollen, besprochen werden.
Das ist der neue Rahmen. Was ihn füllt, schreibe ich weiter jede Woche — so wie bisher, nur mit mehr Orientierung für euch und für mich.
Was ich mir zu Ostern von dir wünsche: Schreib mir, was du dir von diesem Newsletter erhoffst. Was hat dir bisher gefehlt? Was hat dich überrascht? Deine Rückmeldung hilft mir, die Richtung weiter zu schärfen.
Danke, dass du hier bist. 🤗
Diese kurze Übung kannst du jederzeit in einer kurzen Pause vom Sitzen/Arbeiten durchführen. Sie hilft dir dabei, festgefahrene Muster zu durchbrechen und gibt deinem Gehirn die Möglichkeit, neue neuronale Bahnen zu festigen.
Geh es leicht und spielerisch an, mach bewusst weniger, als du könntest. Vielleicht stellst du dann fest, dass es besser wirkt als Stretching!

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