Im Buch „Unter Beobachtung“ stellt Philip Manow die Frage, ob es vor 1990 Feinde der liberalen Demokratie gab, und beantwortet sie mit Nein. Damals habe es die liberale Demokratie in der heute diskutierten Form nämlich noch gar nicht gegeben, und ihre Feinde schuf sie sich im Verlauf selbst. Wie es dazu kam, welche Rolle der Aufstieg der Verfassungsgerichte und die Einbettung ins europäische Recht…
In seinem Buch stellt Hartmut Rosa zwei Formen des Handelns gegenüber: das Handeln moralisch verantwortungsvoller Akteure in einer konkreten Situation auf der einen Seite und das Vollziehen vorab fest definierter vereinfachender Regeln auf der anderen Seite - situatives Handeln und konstellatives Vollziehen. Es diagnostiziert, dass das Vollziehen mittlerweile nahezu alle Bereiche Gesellschaft fest…
In True Criminology klären die Autorinnen über Kriminologie, die Wissenschaft vom Verbrechen, auf. Dabei klären Sie verbreitete Mythen auf, erweitern den Blick auf das Thema Verbrechen und mahnen einen realistischeren Blick auf das Thema an, als er in Medien und in Krimis vermittelt wird.
In seinem Buch „Meinungsfreiheit: Wie Polizei und Justiz unser Grundrecht einschränken – und wie wir es verteidigen“ warnt Ronen Steinke davor, dass der deutsche Staat das Recht auf freie Rede immer stärker reguliert und einschränkt. Was ursprünglich als Schutz vulnerabler Gruppen begann, führt heute zunehmend zur Kriminalisierung von harmlosem Spott. Ob Hausdurchsuchungen wegen beleidigender…
In seinem Buch „Survival of the Richest“ beschreibt und analysiert Douglas Rushkoff ein spezifisches Mindset, das insbesondere im Silicon Valley dominiert. Dieses Mindset zeichnet sich in erster Linie dadurch aus, nichts mit der konkreten Welt, wie sie ist, zu tun haben zu wollen. Stattdessen wünschen sich die Techbros eine Welt nach ihren Vorstellungen, in der sie möglichst wenig von der…
Hanno Sauer argumentiert in seinem Buch „Klasse. Die Entstehung von oben und unten“, dass Klassenhierarchien zu den einflussreichsten Strukturmerkmalen moderner Gesellschaften gehören. Klasse ist für ihn keine Frage des Geldes, sondern sozial konstruierte Knappheit – ausgefochten in Wettbewerben um Geschmack, Moral und symbolisches Ansehen. Das Unbequeme an Sauers These ist, dass sich diese…
Seit dem 19. Jahrhundert sind Nationen darum bemüht, sich zu vermarkten. Wie sich dieses sogenannte „Nation Branding“ entwickelt hat, beschreibt Jessica Gienow-Hecht in ihrem Buch „Vom Staat zur Marke“. Dabei wird klar, dass alle Staaten darum bemüht sind, positive Außendarstellungen zu erzeugen. Große Staaten tun dies genauso wie kleinere und postkoloniale Staaten, die überhaupt erst einmal auf…
In seinem Buch „How to Think Like a Philosopher“ bietet Julian Baggini 13 Orientierungspunkte für “gutes Denken”. Das besondere ist, dass er diese Punkte nicht von einem theoretisch-systematischen Ideal ableitetet, sondern aus einer pragmatischen Sicht auf die Realität und Komplexität der Welt. Unter diesen Bedingungen will er uns helfen “gut” zu denken.
Warum regieren Zahlen den öffentlichen Sektor – und zu welchem Preis? In „The Tyranny of Metrics“ analysiert Jerry Z. Muller die allgegenwärtige Fixierung auf Kennzahlen und zeigt, warum „mehr messen“ nicht automatisch zu besseren Ergebnissen führt. Der Autor beleuchtet, wie Datensammlung und Reporting den administrativen Aufwand erhöhen, Anreize verschieben und Verhalten verändern. Metriken…
In „Zerstörungslustlust – Elemente des demokratischen Faschismus“ stellen Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey heraus, dass die politische Gegenwart von einem Rechtsdrift geprägt ist. Seine zentrale Antriebskraft ist die Sehnsucht nach Destruktion, motiviert durch den Wunsch, die liberale Gegenwart zu Fall zu bringen. Die Kernversprechen der Moderne sind für viele Menschen leer geworden und das…