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Wissens­netzwerk Rechts­extremismus­forschung

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Die Aufstellung. Neuordnungen eines Familienarchivs

Der Nachlass des eigenen Großvaters ist Ausgangspunkt für Rebekka Bauers Arbeit "Die Aufstellung", eine künstlerische Auseinandersetzung mit der Zeit des Zweiten Weltkriegs und der eigenen Familiengeschichte. Christina Natlacen bespricht die Arbeit und ihre Annäherung an Fragen familiärer Erinnerung und historischer Aufarbeitung.

Die Neue Rechte zwischen anti- und philomuslimischem Rassismus

In der extremen Rechten gibt es sowohl Stimmen, die vor einer "Islamisierung" warnen als auch solche, die in einer prowestlichen "Anti-Islam-Koalition" die eigentliche Gefahr sehen. In seinem aktuellen Buch 'Feinde machen. Islambilder der deutschen Neuen Rechten 1970–2005' analysiert Matheus Hagedorny das ideengeschichtliche Verhältnis der Neuen Rechten zum Islam und legt dabei offen, warum es in…

Memory under construction – 15 Jahre nach den rechtsterroristischen Anschlägen in Oslo und auf Utøya. 10 Jahre nach dem rechtsterroristischen Anschlag in München

Am 22.07.2026 jähren sich die rechtsterroristischen Anschläge im Osloer Regierungsviertel, auf der Insel Utøya und am Olympia-Einkaufszentrum in München zum 15. bzw. 10. Mal. Die Tatorte sind inzwischen auch zu Orten der Erinnerung geworden. An ihnen stellen sich viele Fragen: Wie reagiert die Gesellschaft auf rechte Terroranschläge? Wie können sie erinnert werden? Woran soll an den Tatorten…

Über die Abtreibungsdebatte hinaus: Die Ideologie der “Lebensschutz”-Bewegung und ihre Schnittstellen zum Rechtsextremismus

Bunte Luftballons, Familien, Musik: Der "Münchner Marsch fürs Leben" präsentiert sich als offenes und einladendes Event. Doch was steckt hinter dieser Fassade? Eine qualitative Inhaltsanalyse der dort gehaltenen Reden (2021–2023) zeigt, dass die "Lebensschutz"-Bewegung weit mehr verbindet als die Forderung nach einem Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen. Welche ideologischen Elemente treten dabei…

Herausforderungen der Erinnerungsarbeit

Am 27. Januar 1945 wurde der Lagerkomplex Auschwitz mit dem bekanntesten Vernichtungslager Auschwitz II-Birkenau befreit. Neben vielen anderen Veranstaltungen anlässlich dieses Tages fand am 27. Januar 2026 auch der von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) ausgerichtete Augen-auf Kinotag statt. Neben einem Kinoprogramm für Schüler*innen und Schulklassen stand die Premiere von…

Was bisher geschah – Sieben Fragen an die zeithistorische Rechtsextremismusforschung

In diesem Blog-Beitrag beleuchtet Yves Müller das bislang unausgeschöpfte Potenzial der zeithistorischen Rechtsextremismusforschung – und zeigt, wie sie hilft, gesellschaftliche Dynamiken zu verstehen, aktuelle extrem rechte Tendenzen historisch einzuordnen und rechte Geschichtspolitiken zu dekonstruieren.

Extrem rechts, aber kein Nazi? Selbstdarstellungen von Jugendlichen in rechten Kontexten und Möglichkeiten Sozialer Arbeit

Jugendliche und junge Erwachsene wählen heute häufiger rechts – gleichzeitig sehen sie sich oft nicht so. Wie argumentieren rechte Jugendliche selbst? Der Beitrag analysiert ein Video-Interview mit jungen Teilnehmenden einer CSD-Gegendemo und untersucht ihre Aussagen, Selbstverortungen und Widersprüche. Aus der Analyse werden Ansätze für Soziale Arbeit abgeleitet: Es scheint sinnvoll,…

Autoritäre Entwicklungen, extrem-rechte Diskurse und demokratische Resonanzen

In dieser kuratierten Buchbesprechung stellt Johanna Bröse den Sammelband "Autoritäre Entwicklungen, extrem-rechte Diskurse und demokratische Resonanzen" vor, der die Arbeit des gleichnamigen Graduiertenkollegs dokumentiert.

Kunstgeschichte und die Erforschung der (Neuen) Rechten

Bei der Frage, welche wissenschaftlichen Disziplinen die Strategien und Praktiken der (Neuen) Rechten erforschen können (und sollten), fällt den wenigsten die Kunstgeschichte ein. Und auch im Selbstverständnis der meisten Kunsthistoriker*innen gehört das Thema nicht zu ihrem Aufgabenbereich. Denn Kunst kann doch gar nicht rechts sein – oder etwa doch?

Hass im digitalen Raum – und wie das Projekt deras_on dagegenarbeitet

Der Beitrag von Sofia Hernández, Tila Mendonca und Daniel Speer beleuchtet, wie das Modellprojekt deras_on antisemitischen und verschwörungsideologischen Kommentaren auf Social Media pädagogisch begegnet – direkt dort, wo Radikalisierung sichtbar wird: in den Kommentarspalten. Anhand konkreter Beispiele zeigt er, wie digitale Interventionen gestaltet und wissenschaftlich ausgewertet werden.