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Irgendwo zwischen Schreibkrise und Neuanfang · Oct 4, 2025

Buch Berlin 2025

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Wendy Nikolaizik · Irgendwo zwischen Schreibkrise und Neuanfang

Am 27. und 28. September war ich auf der Buch Berlin, zusammen mit meinen beiden Mitautor*innen Arlo Morgenroth und Mary Lee Wagner. Es war das erste Mal, dass ich als Ausstellerin auf einer Messe war. Die letzten Wochen davor waren anstrengend und stressig, weil so eine Messe doch ganz schön viel vorzubereiten ist. Aber es hat sich gelohnt!

Wir hatten sechs Bücher dabei.

GUCK MAL, DIE ASIS und GUCK NICHT, WER WIR HEUTE SIND von mir.

GROßSTADTTRÄUMER und FLEDERMAUSSOMMER von Arlo (beides durfte ich lektorieren).

VIKTOR und UNS GEHÖRTE NUR DER MOMENT von Mary (zweiteres war ebenfalls bei mir im Lektorat).

Zu drei der Bücher hatten wir Festivalbändchen dabei, die Mary für uns designt hat. Etwas, das wir schon lange wollte und das wir jetzt endlich umsetzen konnten!

Außerdem gab es einen hübschen Flyer mit einer Übersicht über unsere Bücher sowie einen Candy Grabber, aus dem die Besucher*innen sich ihr persönliches Zitat ziehen konnten! Die hatten wir auf kleinen Zetteln, wie die in Glückskeksen. Ich liebe es, mir solche inspirierenden Zettelchen ins Portemonnaie oder die Handyhülle zu stecken und wollte das an andere Menschen weitergeben. Ich glaube, die Idee ist gelungen!

Unsere Reise begann früh am Freitagmorgen. Ich hatte mein Auto schon am Donnerstagabend beladen und habe dann Mary und ihre Sachen abgeholt. Zusammen sind wir nach Karlsruhe gefahren, wo wir schließlich Arlo eingesammelt haben.

Die Fahrt nach Berlin war lang. Von Anfang bis Ende haben wir bestimmt zwölf Stunden gebraucht und die letzten Kilometer in Berlin haben sich wahnsinnig gezogen (wieso hupen alle in Berlin so gern??).

Als Unterkunft hatten wir ein AirBnB in der Nähe der Messehalle. Da Mary krank war, ist sie direkt nach dem Essen (wir haben vegane Köttbullar bestellt, war richtig nice) schlafen gegangen, während Arlo und ich noch Zeit zusammen verbracht haben.

Am nächsten Morgen ging es gegen 7 los zur Messe, wo wir um 8 den Aufbauslot gebucht hatten. Da wir ein wenig zu früh waren, haben wir in der Zeit die Bälle für den Candy Grabber mit den Zitaten befüllt, die ich zuhause bereits ausgeschnitten hatte. Dabei ist uns auch aufgefallen, dass uns ein Dokument für den Aufbau fehlt. Allerdings konnten wir es einfach mit Stift und Zettel lösen. Dann durften wir rein und haben alles in die Halle zu unserem Stand getragen und auch die ersten anderen Aussteller*innen getroffen.

Während Mary und Arlo den Stand dekoriert haben, bin ich los und habe das Auto auf einem nahegelegenen Parkplatz abgestellt. Anschließend habe ich den beiden beim Aufbau geholfen. Wir haben fast bis 10 Uhr gebraucht, der Zeitpunkt an dem die Messe öffnet. Länger als wir erwartet hatten. Aber am Ende waren wir mit unserem Stand zufrieden.

Dann kamen die ersten Besucher*innen. Mit unseren Flyern in der Hand habe ich mich neben unseren Stand gestellt und angefangen, welche zu verteilen. Mit den Menschen, die interessiert wirkten, bin ich ins Gespräch gekommen und habe ihnen unsere Bücher vorgestellt. An diesem Tag habe ich allen Leuten eine Kurzübersicht über all unsere Bücher gegeben.

Verkauft habe ich 4x GUCK MAL, DIE ASIS als Taschenbuch und 1x GUCK NICHT, WER WIR HEUTE SIND als Taschenbuch.

Außerdem habe ich einige interessante Leute kennengelernt, aber um euch davon zu erzählen, muss ich das Ganze erstmal für mich selbst sortieren.

Am nächsten Tag haben wir unsere Strategie geändert. Ich habe mir einen neuen Pitch für meine Bücher überlegt, diesmal mit mehr Spannung, mehr Fokus auf den Inhalt, der neugierig macht, und weniger Nacherzählung. Außerdem habe ich den Leuten erstmal nur von meinen Büchern erzählt und sie zu Mary und Arlo weitergeleitet, damit die beiden selbst von ihren Werken erzählen konnten. Die Leute sind so um einiges länger bei uns geblieben und wir hatten mehr Raum für Unterhaltungen. Außerdem waren wir alle viel mehr involviert als am Tag zuvor.

Verkauft habe ich 3x GUCK MAL, DIE ASIS als Taschenbuch und 1x als Hardcover. Ein Buch weniger als am Tag zuvor also. Ob es an der geänderten Strategie lag, kann ich nicht sagen, dafür gibt es viel zu viele Faktoren.

Unsere Bestseller waren Arlos Bücher, wahrscheinlich weil sie queer und cozy sind und damit genau den aktuellen Zeitgeist der (Berliner) Bücherwelt treffen.

Sonntagabend haben wir abgebaut und noch eine Nacht in unserem AirBnB gebracht, ehe wir Montag den ganzen Tag mit der Heimfahrt verbracht haben. Leider habe ich mich bei Mary angesteckt, was die Rückfahrt und auch die folgenden Tage anstrengend gestaltet hat. Wir haben Arlo wieder in Karslruhe zum Zug gebracht und sind dann selbst weiter nach Hause. In der Nacht bin ich angekommen und habe die nächsten Tage mit auskurieren verbracht.

Ich habe nicht annähernd so viele Bücher verkauft, wie ich mir gewünscht hätte, aber ich glaube, das kann man bei der ersten Messe auch nicht erwarten. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht! Ich habe richtig viel Lust auf weitere Messen, obwohl das Ganze teurer war, als wir dachten. Ich bin definitiv mit Minus rausgegangen und habe einige Bücher wieder mit nach Hause genommen, aber das war okay.

Die Buch Berlin war definitiv nicht meine letzte Messe.

Wart ihr schon mal auf einer Messe oder wollt ihr mal zu einer gehen? Erzählt mir davon:

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Read the original on wendynikolaizik.substack.com

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