MIttelalter in der Simeonstraße Dreikönigenhaus in Trier: Ohne Treppe kam man früher nicht hinein
Audio | Trier · Dieses Gebäude in der Simeonstraße ist ein Hingucker – allein schon wegen seines früheren Eingangs. Mehr dazu erfahren Sie auf unserer Podcast-Tour „Trier für Anfänger“.
22.07.2026 , 12:15 Uhr
Sie kennen die Stadt, sind sich aber hier und dort unsicher, wenn Fragen auswärtiger Freunde oder Verwandte zu den alten Bauwerken aufkommen? Oder Sie sind selbst ein Tourist, der unsere Region aufsucht? Im neuen Podcast des Trierischen Volksfreunds ziehen drei Redakteurinnen und Redakteure – Veronika Königer, Alexander Wittlings und Miguel Castro – los, um die Top-Sehenswürdigkeiten der Stadt zu erkunden beziehungsweise vorzustellen. Heute: das Dreikönigenhaus in der Simeonstraße.
Wann wurde das Dreikönigenhaus in Trier erbaut?
Die Häuser der Simeonstraße wurden im Zweiten Weltkrieg zum Glück nicht zerstört. So lässt sich bei einem Bummel entdecken, welche Architekturstile in den letzten drei Jahrhunderten in Trier angesagt waren: Barock, Klassizismus, Historismus, Moderne.
Ein Gebäude sticht dabei heraus, ist es doch bereits im Mittelalter errichtet worden: das Dreikönigenhaus. Im 13. Jahrhundert entstand es als repräsentativer Wohnsitz einer einflussreichen Familie. Seinen Namen erhielt es erst später, als im Inneren eine gleichnamige Gaststätte existierte.
Das Besondere am Dreikönigenhaus: Es ist Teil eines Ensembles an Wohntürmen, die damals in Trier existierten – und die in der Regel einen Eingang im ersten Obergeschoss hatten, aus Sicherheitsgründen. Wer also in den Turm wollte, ob als gern gesehener Gast oder gefährlicher Eindringling, musste eine Treppe verwenden, die bei Bedarf entfernt werden konnte.
Ein anderes Gebäude in der Simeonstraße ist nicht so alt. Im Haus Nummer 8 verbrachte allerdings Karl Marx, berühmter und umstrittener Sohn der Stadt Trier, seine Kindheit und Jugendzeit. Sein Vater hatte das Haus ein Jahr nach Karls Geburt erworben. Eine Plakette an der Hauswand erinnert daran. Mehr zu Karl Marx erfahren Sie im Geschichts-Podcast „Porta“ von volksfreund.de – sowohl zur Jugendzeit des späteren Revolutionärs als auch zu seinem Wirken als Philosoph und Autor und – nicht allen bekannt – als Journalist in Köln und London.
Veronika Königer (links), Alexander Wittlings (Mitte) und Miguel Castro sind die Moderatoren des Volksfreund-Podcasts „Trier für Anfänger“ – mit einer weiteren Attraktion in Trier im Hintergrund: Die Stadtkirche des St. Gangolf schmückt den Hauptmarkt.
Foto: TV/Alexander Wittlings
Das ist der Podcast „Trier für Anfänger“
„Trier für Anfänger“ erscheint einmal wöchentlich auf volksfreund.de und allen gängigen Streaming-Portalen wie zum Beispiel Spotify oder Amazon Podcasts. Tipp: Abonnieren Sie kostenlos unseren Podcast, um keine Folge zu verpassen.
Und falls Sie noch mehr Geschichte(n) aus Trier und der Region hören wollen, finden Sie diese auch in unserem History-Podcast „Porta“. Er beleuchtet regelmäßig einzelne Ereignisse in der Region und die Persönlichkeiten, die damit verbunden sind: Etwa den Bischof, der auf dem Weg nach Trier ermordet wurde. Oder wie der Dom vor 50 Jahren gerettet wurde.

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