Nach dem islamistischen Anschlag auf den Berliner CSD haben Medien die Geschichte des Attentäters Abdoul B. haarklein erzählt. Über die Opfer ist aber auch vier Wochen später fast nichts bekannt. Woran das liegt.
Das Portal „Upday“ schreibt automatisiert Nachrichten von anderen Medien ab. Bisher wurden viele der Texte mit teilweise irreführenden KI-Bildern illustriert. Zumindest das soll nach einer Übermedien-Anfrage nun ein Ende haben.
Das Nachrichtenmagazin hat zu Recht Hohn und Spott, Wut und Empörung für seinen Titel über den AfD-Politiker Ulrich Siegmund geerntet. Aber die Reaktionen auf die Geschichte sind auch erhellend und verräterisch.
Ein Autor entdeckt auf der Webseite seines ehemaligen Arbeitgebers Artikel, die unter seinem Namen erschienen sind – obwohl er sie nie geschrieben hat. Was zunächst wie ein weiterer KI-Fail aussieht, entpuppt sich als Einblick in die kaputten Seiten des Internets. Dort werden ehemals seriöse Onlinemedien für illegale Werbung missbraucht.
Wenn ARD, ZDF und Deutschlandradio Fehler machen, darf jeder eine Programmbeschwerde einreichen. Doch das System ist extrem intransparent: Wie oft sich über welche Sendung warum beschwert wurde, ist kaum herauszubekommen. Und die Rundfunkräte entscheiden fast immer im Sinne der Sender.
Auf Social Media tummeln sich falsche und tendenziöse Informationen zu Klima- und Energiepolitik. Rechtsalternative Portale verbreiten sie mit den immer gleichen Strategien. Anruf bei Luis Paulitsch, der die verzerrenden Berichte analysiert hat.
Die „Berliner Zeitung“ schreibt einen Artikel aus dem Online-Magazin „Legal Tribune Online“ (LTO) in großen Teilen einfach ab. Als die Zeitung auf eine Beschwerde nicht reagiert, geht LTO juristisch dagegen vor – mit Erfolg, das Magazin bekommt recht. Dabei bezieht sich das Gericht in seiner Entscheidung auf ein Urteil, in dem es gar nicht um Journalismus geht.
Er war der jüngste schwarze Professor in Cambridge – nun führten Plagiats- und Lügenvorwürfe zu seinem Rücktritt. Was die wahrlich unglaubliche Geschichte von Jason Arday mit Rassismus zu tun hat und wie Medien damit umgingen.
Reporter:innen und Paparazzi belagerten eine Hochzeit auf Madeira, in der falschen Annahme, dass sich der Fußballstar Cristiano Ronaldo und das Model Georgina Rodríguez das Ja-Wort geben würden. Taten sie aber nicht – was die Berichterstattung erst so richtig in Schwung brachte.
Die Fiebertraumkurve steigt, das Sprachbild hat Konjunktur. Alles ist ein einziger „Fiebertraum“, nicht nur in sozialen Medien, sondern längst auch in Sport- und Politikberichten. Doch so treffend das Wort in vielen Fällen sein mag: Seine Wucht hat es längst verloren.