Ermittler haben zwei Pistolen in einem Wald nahe Berlin gefunden und verdächtigen den russischen Geheimdienst. Die Bundesanwaltschaft übernimmt die Ermittlungen.
dpa/taz | Deutsche Sicherheitsbehörden haben im vergangenen Jahr ein Versteck mit zwei Pistolen in der Nähe von Berlin entdeckt. Das berichten NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung (SZ) unter Verweis auf eigene Recherchen. Der Verfassungsschutz (BfV) gehe davon aus, dass es sich um ein geheimes Waffenlager des russischen Geheimdienstes handelt.
Demnach gibt es Hinweise darauf, dass die Waffen möglicherweise für von Moskau geplante „kinetische Operationen“ genutzt werden. Damit sind Anschläge oder andere Angriffe gemeint.
Deutsche Sicherheitsbehörden hätten die gefundenen Waffen mit GPS-Trackern ausgestattet und funktionsunfähig gemacht und auf ihre Abholung gewartet. Inzwischen gilt das Versteck nach Angaben von Insidern als „tot“: Es sei sehr wahrscheinlich, dass die Täter von dem Polizeieinsatz rund um das Lager im vergangenen Jahr etwas mitbekommen hätten und sie es daher meiden würden.
Versuch, die Täter auf frischer Tat zu ertappen, gescheitert
Jetzt ermittelt die Bundesanwaltschaft gegen einen Tatverdächtigen wegen des Verdachts der Agententätigkeit und der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) bestätigte in einer Pressekonferenz entsprechende Berichte. Der Tatverdächtige soll im Herbst in Rumänien festgenommen worden sein. Der Mann könnte laut NDR, WDR und SZ das Waffenversteck im brandenburgischen Grenzgebiet zur Bundeshauptstadt angelegt haben.
Laut SZ, WDR und NDR waren schon zu Sowjetzeiten geheime Waffendepots üblich. Sie gehörten zum „Standardrepertoire der damaligen Sowjetunion“.
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