Meine Erkenntnis der letzten Woche: Wir brauchen keinen weiteren Lifehack, um das Leben zu optimieren, sondern ein paar simple Rezepte, um mit Souveränität auf die Umstände, die uns serviert werden, zu reagieren. Voilà: hier meine kleine Liste mit 13 Ideen, die Dir vielleicht auch dienen.
Lächle. Es irritiert die Leute. Außerdem senkt es Deinen Cortisolspiegel.
Höre auf, Dich im Verdacht zu haben, ein Faultier zu sein. Eines der coolsten Dinge, die Du tun kannst, ist aufzuhören, die Intelligenz Deiner Gefühle anzuzweifeln. Vielleicht haben wir einmal zu oft gehört: feelings are not facts. Ich selbst habe den Satz früher auch gesagt und geschrieben. Heute denke ich so über ihn: Emotionen sind nützliche Information. Wir bemerken, sammeln, trauen ihnen. Beispiel: Gestern kam aus dem Nichts eine schwarze Gewitterwolke über mich. Es begann auf dem Isemarkt, auf dem man neuerdings kaum mehr einkaufen kann, ohne über einen TikToker mit einem Matcha-Strawberry im Plastikbecher zu stolpern. Ich kämpfte mich bis zum Gemüsestand vor und schaffte es mit Ach und Krach und Gereiztheit heim. Den Rest des Tages war ich unfähig, etwas zu tun, lag schlapp auf dem Sofa, schlief mitten am Tag für zwanzig Minuten ein. Selbst Geschirr abwaschen war unmöglich. Ich war verwirrt von mir selbst, von der plötzlichen Antriebslosigkeit, spiralisierte mich tief in Negativität und ging früh schlafen, weil mir einfach nichts Besseres einfiel, um das ekelige Gefühl abzuschütteln. Am nächsten Morgen brauchte ich ein bisschen, um wieder in die Gänge zu kommen, und rief meine Schwester an. Sie erzählte, es habe gestern einen (von etlichen in diesem Jahr) Sonnensturm gegeben. Ah, das ist ja interessant, sagte ich, und googelte: Der Sonnensturm könne Auswirkungen haben auf sensitive Menschen. Was ich sagen will: Wenn man einen miserablen Tag hat, kann es Ursachen haben, von denen man nicht mal etwas ahnt. Das Universum ist groß und weit und tief und dunkel und gleißend hell, und wir sind sehr klein vor diesem Hintergrund. Und manchmal kann es sein, dass wir die Unendlichkeit des Alls fühlen und an ihr leiden wie ein Hund. Aber es geht wieder vorbei. Wie jeder Sturm. Heute ist einer der schönsten Tage, das ist a. keine literarische Übertreibung, b. hätte ich gestern nicht für möglich gehalten und c. ein Wunder. Notiere Dir: Nicht alle Gefühle sind hausgemacht, manchmal sind einfach andere Kräfte am Wirken.
Behalte einen negativen Gedanken für Dich. Morgen zwei. Übermorgen drei. Ich sah ein Bild, was mit dem Astralleib passiert, wenn man das tut: 300 Watt.
Egal, ob Essen, Hautpflege oder Wohnung: Keep it simple. Für alle, die es cool finden, auf Minimalismus mit einem roten Kopf und einem geschnaubten “Also, ich bin Maximalist!” zu reagieren, go for it. Mach’ unbedingt das, was Dich happy macht und was Dein Boot über Wasser hält. Ich mache weiter mit weniger, weil mich nichts so sehr stresst wie tausend Optionen und Chaos. Ich möchte nicht wie ein zerstreuter Professor nach etwas suchen, in sämtlichen Schubladen, Kisten, Häufchen und Täschchen rumkramen, wenn ich Schere/Ladekabel/Streichhölzer/Haargummi/Backpulver/Schnorchel suche. Ich möchte auch keine 10-Step Skincare Routine haben, weder in meinem Bad noch auf Reisen, und auch nicht zwanzig Inhaltsstoffe in einem Produkt, deren Namen ich nicht flüssig aussprechen kann. Und ich mag Gerichte, die mich nähren und die ich mir täglich ohne Bohei und ohne Abwiegen des Proteingehalts zubereiten kann.

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