In einem US-Gerichtsprozess werfen 29 Bundesstaaten Meta vor, die Sicherheit von Kindern f�r mehr Profit vernachl�ssigt zu haben. Ein ehemaliger Entwickler liefert nun interne Daten, die schwere Vorw�rfe gegen Mark Zuckerberg untermauern.

WinFuture/KI-generiert
Schwere Vorw�rfe vor Gericht
Im kalifornischen Oakland findet dieser Tage ein Prozess gegen Meta statt und dieser hat viel sprichw�rtliche Sprengkraft. Denn eine Koalition aus 29 US-Bundesstaaten hat den Konzern hinter Plattformen wie Facebook und Instagram verklagt. Der Vorwurf lautet, dass das Unternehmen bewusst Funktionen entwickelt habe, die junge Nutzer abh�ngig machen. Zudem soll Meta unrechtm��ig pers�nliche Daten von Kindern unter 13 Jahren gesammelt haben. Die Kl�ger argumentieren, das Management habe Gewinne �ber das Wohl der Minderj�hrigen gestellt.
Als Zeuge trat nun Arturo B�jar auf, ein ehemaliger Sicherheits-Entwickler des Unternehmens und sein Auftritt vor Gericht hatte es in sich: B�jar sagte n�mlich aus, dass die Firmenleitung eine Kultur gef�rdert habe, in der das Wachstum �ber der Sicherheit der Nutzer stand. Obwohl interne Umfragen zeigten, dass eine Vielzahl von Teenagern w�chentlich sch�dliche Erfahrungen machte, seien die Warnungen ignoriert worden. Die internen Dokumente belegen laut B�jar, dass das Risiko bekannt war.
Zuckerberg ignorierte Warnungen
Laut der britischen Tageszeitung The Guardian informierte B�jar den Konzernchef Mark Zuckerberg in zahlreichen E-Mails �ber die Gefahren. Der Entwickler warnte vor sexuellen �bergriffen und frauenfeindlichen Inhalten, mit denen Minderj�hrige konfrontiert wurden. Laut seiner Aussage habe das Management und auch Zuckerberg pers�nlich eine Politik des Wegsehens betrieben, um die Werbeeinnahmen nicht zu gef�hrden. Den Vorw�rfen zufolge verzichtete Meta auf wirksame Schutzma�nahmen, obwohl technische L�sungen vorhanden waren.
Die Verteidigung von Meta weist die Anschuldigungen zur�ck. Die Anw�lte argumentieren, dass das Unternehmen kontinuierlich Werkzeuge zur Inhaltskontrolle bereitstelle. Zudem erlaube man keine Registrierungen von Personen unter 13 Jahren und habe bereits �ber eine Million Konten minderj�hriger Nutzer gesperrt. Dennoch r�umte das Unternehmen ein, dass soziale Netzwerke f�r einige Menschen belastend sein k�nnen. Meta betonte, man arbeite stetig an der Verbesserung der Sicherheitsrichtlinien.
Hohe Geldstrafen drohen
Sollte das Gericht Meta schuldig sprechen, k�nnten die finanziellen Folgen astronomisch hoch ausfallen. Die Kl�ger fordern Schadensersatz in H�he von bis zu 200 Milliarden Dollar (etwa 171 Milliarden Euro). Ein �hnlicher Fall im Bundesstaat New Mexico endete mit einer Zahlung von 942 Millionen Dollar (etwa 806 Millionen Euro) f�r den Konzern. Neben den Strafzahlungen fordern die Staaten eine �berarbeitung der App-Designs.
Funktionen wie endloses Scrollen stehen besonders in der Kritik, da sie die Verweildauer k�nstlich verl�ngern. Eine Verurteilung k�nnte Meta zwingen, seine Algorithmen anzupassen. Ein solches Urteil h�tte nicht nur Folgen f�r Facebook und Co., denn es w�rde auch als Pr�zedenzfall f�r andere soziale Netzwerke dienen. Der Prozess ist auf sechs Wochen angesetzt.
Wie bewertet ihr die Vorw�rfe gegen Meta und seht ihr bei Plattformen wie Instagram Handlungsbedarf? Teilt eure Meinung und Erfahrungen gerne mit uns in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- In Oakland l�uft eine schwere Klage von 29 US-Bundesstaaten gegen Meta
- Dem Konzern wird vorgeworfen Kinder bewusst abh�ngig gemacht zu haben
- Ein Whistleblower wirft Mark Zuckerberg direktes Wegsehen vor Gericht vor
- Der Entwickler warnt vor sexuellen �bergriffen und Hass gegen Kinder
- Meta streitet die Vorw�rfe ab und verweist auf eigene Schutzwerkzeuge
- Bei einer Verurteilung drohen dem Tech-Konzern extreme Geldstrafen
Siehe auch:
- "Eklige Anti-Nutzer-Seite": uBlock Origin kapituliert vor Facebook-Ads
- Facebook bezahlt Neonazi-Unterst�tzer und Impfgegner f�r Rage-Bait
- Facebook k�mpft gegen Nutzerschwund, will deshalb zu TikTok werden
- Suchtgefahr bei Facebook und Instagram: Die EU fordert neues Design
- Meta (Facebook) will Cloud-Dienstleister � la Azure & AWS werden

Comments
Nothing yet. Say the first thing.
Sign in to join the conversation.