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Post Algorithmische Identitätsbildung · Jan 21, 2026

Wer bin ich dann?

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Sebastian Spiegl · Post Algorithmische Identitätsbildung

In den letzten Monaten kam dieselbe Frage immer und immer wieder – erst von Freunden und Freundinnen, dann von Bekannten und Verwandten.

„Wird KI mich ersetzen?“

Einer meiner Coach-Freunde hat’s brutal ehrlich formuliert:

„Mein Klient hat mich gefragt, wofür er eigentlich in seiner Firma noch bezahlt wird. KI kann das doch alles.“

Und genau hier ist das Gespräch bei ihm abwärts gegangen.

Nicht, weil er als Coach „schlecht“ ist.
Sondern weil KI in dem Moment für beide als Angst-Objekt zu krass war:

KI wirkte „global, unangreifbar, absolut überlegen.“

Eine Totalitätsfantasie.

Und da ist mir erst richtig aufgefallen: In den Teams und Unternehmen, in denen ich in den letzten sechs Jahren KI eingeführt habe, war Ersetzungsangst kaum ein Thema. Nicht null – aber selten der dominierende Film.

Warum?

Ich habe das dann wie ein Projekt behandelt und nochmal mit meinem Team und Leuten aus der Praxis draufgeschaut. Und dabei kam ein Satz, der hängen geblieben ist:

“Du hast uns nicht nur erzählt was KI kann. Du hast uns von Anfang an Fragen gestellt!”

Das stimmt. Mir war neben dem Rollout immer wichtig:

"Was passiert im echten Alltag – und wer bleibt wofür Owner.“

Also hab ich Fragen gestellt wie:

“Was wird die KI für dich übernehmen – und was machst du daraus?”

“Was wäre der Worst Case, wenn wir das genau so machen?”

“Wie gut ist der Output tatsächlich – würdest du darauf wetten?”

“Wo wird es riskant (Kontext, Verantwortung, Beziehung)?”

“Was konnte die KI nicht wissen, ist aber für uns hier entscheidend?”

Denn: Arbeit verschiebt sich. Verantwortung wandert. Fehlerprofile ändern sich.

In der Praxis zählt nicht nur Output, sondern Ownership:

Die Leute blieben entspannt, weil klar war: Ohne ihren Kontext und ihre Entscheidungen kann KI keinen stabilen Wert fürs Unternehmen liefern.

Parallel habe ich meine Coaching-FreundInnen gefragt, wann ihre KI-Angst-Sessions entgleisen. Alle Aussagen liessen sich runter brechen auf:

“Welchen Wert hab ich noch für die Firma wenn KI alles kann”

Bingo! Ab hier war das Muster klar!

Ich zähle also eins und eins zusammen. Und weil ich das nicht bei Bauchgefühl lassen wollte, habe ich mir angeschaut was die aktuelle Forschung aus Organisationspsychologie und KI sagt.

Und habe dann daraus ein Framework gebaut.

Wenn du die beta Version willst (Framework + die 12 Totalsätze + die ersten 2 von 12 Session Skripte): kommentiere „info“, dann schicke ich dir das pdf.

Denn: Die Zukunft gehört nicht den Maschinen, sondern den Menschen, die sie führen. Und diese Menschen brauchen uns, damit sie nicht vergessen, was sie eigentlich ausmacht: Ihr Verstand.

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Read the original on sebastianspiegl.substack.com

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