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Alle Meldungen - SZ.de · Aug 21, 2026

Krieg in der Ukraine: Tote und Verletzte nach russischem Angriff auf Einkaufszentrum

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Julia Bergmann, Juri Auel, Nadja Lissok, Dimitri Taube, Katja Guttmann, Philipp Saul, Carina Seeburg, Christoph Heinlein, Julia Daniel, Michelle Ostwald, Tobias Bug, Lorenz Zeck, Ulrike Putz, Leon Wenz · Süddeutsche Zeitung

Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen stammen von ukrainischen oder russischen Behörden und lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.

Wichtige Updates

IAEA meldet Drohnenattacken auf AKW Saporischschja

Ukraine greift Ölraffinerie im russischen Jaroslawl an

Ukraine stellt neue Friedensgespräche im September in Aussicht

Russland warnt London und Paris vor Lieferung von Raketentechnologie an Ukraine

Bericht: Mehrere EU-Staaten fordern Nutzung russischer Vermögen für Ukraine

Ukrainischer Drohnenkommandeur kündigt Angriffe auf alle Wildberries-Lager an

Die Ukraine will nach Angaben des Kommandeurs ihrer Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi, ihre Angriffe auf den russischen Onlinehändler Wildberries verstärken und alle seine Lager ins Visier nehmen. Bisher hätten seine Einheiten mithilfe von Langstreckendrohnen 24 Lager des „russischen Amazons“ getroffen, sagte Browdi dem Tagesspiegel. „Wir werden auch die restlichen Lager zerstören. Wildberries wird künftig nicht mehr in Russland arbeiten können“, fügte er hinzu. Er begründete die Angriffe damit, dass der Onlinehändler militärische Ausrüstung für russische Soldaten verkaufe. „Als Armeeversorger sind sie ein legitimes Ziel“, sagte Browdi.

Die Angriffe mit Mittel- und Langstreckendrohnen etwa auf Ölraffinerien und Lager tief im Landesinneren führten auch dazu, dass der russischen Bevölkerung „das Sicherheitsgefühl abhanden“ komme. „Unsere Angriffe schränken den Komfort ein, genauso wie das Benzin an russischen Tankstellen“, sagte Browdi. Dass die Menschen in Russland den Krieg stärker spürten als noch im Vorjahr, sorge dafür, dass viele den Krieg hinterfragten.

Für Angriffe auf Abschussrampen für ballistische Raketen zur Stärkung der eigenen Luftabwehr benötige die ukrainische Armee aber eine Internetverbindung bis nach Russland hinein. Bisher habe man erfolglos versucht, das US-Unternehmen Starlink davon zu überzeugen, ausschließlich zum Schutz der Zivilbevölkerung über sein Satelliten-System in einem begrenzten Gebiet Russlands nahe der Grenze dafür einen Internetzugang einzurichten.

Nach Browdis Einschätzung hätte die ukrainische Armee 2022 den Einmarsch Russlands aufhalten können, hätte sie bereits damals über Langstreckendrohnen von heute verfügt. Das Militär hätte „die Russen bereits in einer Entfernung von 150 Kilometern aufgespürt und ihre Zufahrtswege mit Drohnen vermint“. Genauso könne ein etwaiger russischer Angriff auf das Baltikum mit Langstreckendrohnen besser abgewehrt werden, sagte Browdi. 

IAEA meldet Drohnenattacken auf AKW Saporischschja

Das von Russland besetzte ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja ist nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zuletzt mehrfach von Drohnen angegriffen worden. Die Strahlenmesswerte in der frontnahen Anlage seien weiterhin im Normbereich.

Die IAEA sei informiert worden, dass am Dienstag zwei AKW-Mitarbeiter verletzt worden seien, als eine Drohne in der Nähe des Kühlwasserteichs angegriffen habe, hieß es. Am Mittwoch detonierte ein weiteres Flugobjekt im Bereich eines Trockenlagers für Reaktorbrennstoff. Am selben Tag wurde demnach eine Sprinkleranlage von einer dritten Drohne getroffen.

IAEA-Chef Rafael Grossi bezeichnete Angriffe auf Kernkraftwerke als inakzeptabel. Auf der Plattform X rief er die Kriegsparteien erneut zu maximaler Zurückhaltung auf.

Das Kernkraftwerk Saporischschja ist mit sechs Reaktoren das größte Atomkraftwerk Europas. Bereits kurz nach Ausbruch des Ukraine-Kriegs geriet es unter russische Kontrolle und wurde seitdem mehrfach beschossen. Die Reaktoren sind abgeschaltet, müssen aber weiterhin gekühlt werden. Die IAEA ist ständig mit einem Team vor Ort, um die Lage zu beobachten.

Ukraine greift Ölraffinerie im russischen Jaroslawl an

Im russischen Jaroslawl ist nach Behördenangaben eine Industrieanlage von Trümmerteilen einer ukrainischen Drohne getroffen worden. Bei dem Angriff sei ein Mensch getötet worden, teilte Gouverneur Michail Jewrajew auf Telegram mit. 27 weitere Menschen seien verletzt worden. Nach ukrainischen Angaben handelt es sich um eine Ölraffinerie. Das Militär habe die Raffinerie angegriffen, teilte der ukrainische Generalstab auf Telegram mit.

In der Stadt Pawlowski Possad in der Region Moskau ist eine Drohne in einen Supermarkt des russischen Einzelhändlers Magnit eingeschlagen. Es seien auch Schäden an einem nahegelegenen Gesundheitszentrum entstanden, sagte der Gouverneur der Region Moskau, Andrej Worobjow, auf Telegram. 

Auch die von Russland besetzte Halbinsel Krim wurde in der Nacht angegriffen. In Sewastopol wurden nach russischen Angaben vier Menschen bei einem Drohnenangriff auf ein Wohnhaus verletzt. Drohnen und Trümmerteile hätten zudem ein Hotel, einen Kindergarten und mehr als ein Dutzend Autos getroffen, teilte der von Moskau eingesetzte Gouverneur Michail Raswoschajew auf Telegram mit. Entgegen ersten Berichten brannten keine Öldepots.

Bei russischen Drohnenangriffen auf die Ukraine starb nach Behördenangaben im Landkreis Butscha bei Kiew mindestens ein Mensch. Im Kiewer Umland seien zudem zwei weitere Zivilisten verletzt worden, teilte der Gouverneur des Gebiets, Tymur Tkatschenko, auf Telegram mit.

In der Nähe von Kiew wurden zudem Sortierzentren des privaten Post- und Kurierunternehmens Nova Poshta zerstört, wie das Unternehmen erklärte. Auch in der nördlichen Stadt Sumy seien solche Zentren zerstört worden, teilte Nova Poshta auf Telegram mit. Vier gelenkte Luftbomben hätten das Terminal in Sumy getroffen und zudem drei Lastwagen beschädigt. Alle Mitarbeiter seien unversehrt.

Russischer Offizier bei Autoexplosion in Sankt Petersburg getötet 

In Sankt Petersburg ist ein Offizier bei der Explosion eines Sprengsatzes in seinem Auto getötet worden. Ermittler bestätigten nur den Tod eines Militärangehörigen, nannten aber keine Details. Die Ehefrau des Mannes sei verletzt worden, teilten die Ermittler mit. Das Petersburger Nachrichtenportal Fontanka meldete, bei dem Toten handle es sich um einen Oberstleutnant der russischen Luftstreitkräfte.

Die Explosion ereignete sich demnach am Morgen, als das Paar seine Wohnung in einem für Militärangehörige gebauten Viertel verlassen habe. Die Hintergründe der Explosion waren bisher unklar.

In Russland wurden in den vergangenen Jahren immer wieder auch Militärangehörige bei Autoexplosionen getötet. In mehreren Fällen sprachen die Ermittler im Zuge der Untersuchungen von Anschlägen, die sie den ukrainischen Geheimdiensten zurechneten.

Verletzte nach neuen russischen Angriffen auf die Ukraine

Russland und die Ukraine haben ihre gegenseitigen Luftschläge auf Ziele im Hinterland des Gegners fortgesetzt. „Die Russen haben kritische Infrastruktur in den Gebieten Poltawa, Sumy und Cherson angegriffen“, teilte der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij auf sozialen Netzwerken mit. Fünf Menschen seien unter anderem bei Angriffen in den Gebieten Saporischschja und Dnipropetrowsk verletzt worden. Schäden habe es auch nach Attacken im Gebiet der Hafenstadt Odessa gegeben.

Nach Angaben örtlicher Behörden brannten östlich der Hauptstadt Kiew im Landkreis Boryspil Lagerhallen nach russischen Angriffen. Mindestens zwei Menschen seien verletzt worden. Abgestürzte Trümmerteile hätten auch in Kiew selbst Schäden an mehreren Gebäuden angerichtet. Im Zentrum der Dreimillionenstadt wurde der Militärverwaltung zufolge eine Sportanlage im unmittelbaren Zentrum beschädigt. Bilder in sozialen Netzwerken zeigten eine Rauchwolke im Bereich des Walerij-Lobanowskyj-Stadions am Rande des Regierungsviertels. Gemäß Mitteilung des Fußballvereins Dynamo Kiew bei Facebook blieb das Stadion jedoch unbeschädigt.

Die ukrainische Luftwaffe fing dabei nach eigenen Angaben erstmals seit Längerem sieben ballistische Raketen ab. Zudem sei eine Antischiffsrakete des Typs Oniks abgeschossen worden, hieß es. Selenskij hatte zuvor am Dienstag über eingetroffene neue Flugabwehrraketen für die Patriot-Systeme informiert.

Ukrainischen Angaben zufolge wurden rund 86 Prozent der vom russischen Militär eingesetzten Drohnen abgefangen. Fünf russische Drohnen verletzten nach Auskunft des moldauischen Verteidigungsministeriums in Chișinău auch kurzzeitig den Luftraum Moldaus.

Die Ukraine wiederum setzte ihre Angriffe auf Lager von russischen Internethändlern fort. Im Uralgebiet wurde nach Unternehmensangaben ein Logistikzentrum des zweitgrößten russischen Marktplatzes Ozon in Ufa von ukrainischen Drohnen angegriffen. Demnach musste auch in Orenburg nahe der kasachischen Grenze wegen Raketengefahr ein Verteilzentrum kurzzeitig geräumt werden. Es habe aber weder Opfer noch Schäden gegeben.

Ukraine stellt neue Friedensgespräche im September in Aussicht

Neue Gespräche zwischen ukrainischen und russischen Vertretern unter Beteiligung der USA könnten nach Angaben aus Kiew womöglich im September stattfinden. Die Ukraine bemühe sich um eine Wiederbelebung der Verhandlungen, sagte der ukrainische Präsidialamtschef Kyrylo Budanow dem ukrainischen Nachrichtenportal Novyny Live. Mit weiteren Entwicklungen sei im kommenden Monat zu rechnen. Auf die Frage, ob er damit direkte Gespräche zwischen ukrainischen und russischen Unterhändlern meine, sagte Budanow: "Ich hoffe darauf, ja, und natürlich auch auf amerikanische Vertreter. Ohne sie geht es nicht."

Die von den USA vermittelten Friedensgespräche waren in diesem Jahr ins Stocken geraten. Die Ukraine hatte russische Forderungen nach Gebietsabtretungen abgelehnt. Zudem waren die USA zunehmend mit dem Krieg gegen Iran beschäftigt. Präsident Wolodimir Selenskij erklärte kürzlich, die Ukraine sehe bis zum Ende des nächsten Sommers ein Zeitfenster für eine US-Vermittlung. Seine Regierung habe zusammen mit US- und europäischen Vertretern ein Dokument mit Vorschlägen erarbeitet, das Moskau vorgelegt werden solle. Die letzte Runde von Gesprächen unter Beteiligung von US-Vertretern fand im Februar statt. Seither führten Vertreter der Ukraine und Russlands getrennte Gespräche mit der US-Seite.

Ukraine: Russland greift Einkaufszentrum in Charkiw an

Bei einem russischen Drohnenangriff auf die Großstadt Charkiw ist nach ukrainischen Angaben mindestens ein Mensch getötet worden. Vier Menschen seien verletzt worden, teilte der Gouverneur des gleichnamigen Gebiets, Oleh Synjehubow, auf Telegram mit. Ziel der Attacke sei ein Einkaufszentrum gewesen.

Russland warnt London und Paris vor Lieferung von Raketentechnologie an Ukraine

Russland hat Großbritannien und Frankreich wegen der geplanten Weitergabe sensibler Raketentechnologie an die Ukraine vor unvorhersehbaren Konsequenzen gewarnt. Die beiden europäischen Staaten spielten "mit dem Feuer", sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa. Sie drohte Großbritannien mit Angriffen auf britische Militärziele, sollten ukrainische Streitkräfte russisches Staatsgebiet mit britischen Raketen beschießen. Dies könne Ziele innerhalb und außerhalb der Ukraine betreffen. Sacharowa forderte Großbritannien auf, von seiner feindseligen Haltung im Ukraine-Konflikt abzurücken. Andernfalls drohe die Auseinandersetzung eine völlig neue Stufe zu erreichen.

Großbritannien und Frankreich hatten der Ukraine am Montag eine stärkere militärische Unterstützung zugesagt. Bei einem Treffen anlässlich der ukrainischen Unabhängigkeitsfeiern vereinbarten sie unter anderem den Zugang zu vertraulicher Technologie und schnellere Lieferungen von Luftabwehrraketen. Großbritannien will der Ukraine den Zugriff auf geheime Technologie ermöglichen, damit das Land eigene Storm-Shadow-Marschflugkörper herstellen kann. Diese Waffen sind in der Lage, Ziele tief in Russland zu treffen. Frankreich stimmte der Lizenzierung der Technologie für die Raketen zu.

Bericht: Mehrere EU-Staaten fordern Nutzung russischer Vermögen für Ukraine

Mehrere EU-Staaten dringen einem Bericht der Financial Times zufolge auf eine Wiederaufnahme der Pläne zur Nutzung eingefrorener russischer Staatsvermögen für die Ukraine. In einem gemeinsamen Schreiben an die Europäische Kommission fordere eine Koalition von Ländern, zu der unter anderem Schweden, die Niederlande, Spanien und Polen gehörten, die Brüsseler Behörde zu entsprechenden Schritten auf. Das berichtet die Zeitung unter Berufung auf vier mit dem Vorgang vertraute Personen. Die Arbeit an Plänen zur Finanzierung der Ukraine mithilfe von eingefrorenen Vermögenswerten der russischen Zentralbank müsse wieder aufgenommen werden, heißt es demnach in dem Schreiben.

Explosionen erschüttern Kiew nach russischen Luftangriffen

Russland greift die Ukraine erneut mit Drohnen und Raketen an. In der Hauptstadt Kiew sind Explosionen zu hören, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Den Behörden zufolge fielen Trümmer in den Hof eines Wohnhauses. In Krywyj Rih werden nach offiziellen Angaben zwei Menschen bei einem Angriff auf eine Industrieanlage verletzt, in Saporischschja drei weitere. Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.

Russland hat nach eigenen Angaben bei nächtlichen Angriffen auf die Ukraine mehrere Ziele getroffen. Darunter seien Stahlwerke in den Städten Saporischschja und Krywyj Rih, Logistikzentren in und bei Kiew sowie eine Ölraffinerie in Krementschuk gewesen, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Zudem seien die Häfen von Odessa, Tschornomorsk und Reni angegriffen worden. Alle Ziele, darunter auch Lager- und Montageeinrichtungen für Drohnen, hätten der ukrainischen Armee gedient.

Lilly Zerbst

Stau am Donau-Kanal: Dutzende Schiffe warten auf ukrainisches Getreide

Vor dem Sulina-Kanal an der Donau stauen sich bis zu 70 Schiffe, die ukrainisches Getreide für den Export laden wollen. Dies teilten Händler und Analysten mit. Die langen Verzögerungen kommen wegen des Mangels an Lotsen und die Bevorzugung anderer Frachtgüter wie Treibstoff zustande. Außerdem zwingt der häufige Luftalarm die Häfen dazu, den Betrieb vorübergehend einzustellen. 

Nach Angaben des Beratungsunternehmens ASAP Agri steuern täglich fünf bis sieben Schiffe die ukrainischen Donauhäfen an. Katerina Kononenko vom Schifffahrtsunternehmen Avalon erklärte, die tatsächliche Kapazität liege derzeit bei gerade einmal zwei bis drei Schiffen pro Tag. Wegen schlechten Wetters drohe zudem eine zweitägige Sperrung des Kanals. Jeder Tag Verzögerung könne laut ASAP Agri bis zu knapp 7000 Euro kosten.

Da die Ukraine zu den weltweit größten Getreideexporteuren gehört, können Verzögerungen bei den Lieferungen die Weltmarktpreise beeinflussen. Nachdem russische Angriffe die ukrainischen Schwarzmeerhäfen blockiert hatten, über die zuvor 90 Prozent der Getreideexporte abgewickelt wurden, wich das Land verstärkt auf die Donauhäfen aus.

Lilly Zerbst

Selenskij verleiht Elon Musk Orden der Freiheit

Der US-amerikanische Milliardär Elon Musk ist vom ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij mit dem Orden der Freiheit ausgezeichnet worden. Die Ehrung kommt in einer Zeit, in der sich Kiew um eine Freigabe von Musks Satelliten-Internetsystem Starlink bei ukrainischen Drohneneinsätzen auf russischem Staatsgebiet bemüht. Mit Starlink-Internet ausgestattet können ukrainische Drohnen mit einer Videoverbindung direkt in Ziele gesteuert werden. Bisher ist die Freigabe auf das ukrainische Territorium einschließlich der von Russland besetzten Gebiete beschränkt.

Der Orden der Freiheit ist der höchste Orden, den ein Ausländer oder Staatenloser von der Ukraine erhalten kann. „Mit dem Orden der Freiheit ausgezeichnet wird Elon Musk - Unternehmer, Ingenieur, Geschäftsführer von Space-X und Tesla, Vereinigte Staaten von Amerika“, hieß es in dem auf der Präsidentenseite veröffentlichten Dekret. Die Auszeichnung wird demnach für besondere Verdienste beim Schutz von Menschenleben, der Freiheit und der Entwicklung der Beziehungen zwischen den Völkern der Ukraine und der USA verliehen.

Ukraine startet neue Welle von Drohnenangriffen auf Russland

Bei einer neuen Welle von ukrainischen Drohnenangriffen auf Ziele in Russland sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Bei den Toten handele es sich um einen Mann und ein 14-jähriges Mädchen, teilte der Gouverneur der Region Lipezk, Igor Artamonow, nach Angaben der Agentur Interfax mit. Eine Drohne sei auf ihr Haus gestürzt und habe dieses in Brand gesetzt.

Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurden in der Nacht auf Mittwoch 426 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört. Auch die Hauptstadt Moskau sei Ziel der Angriffe gewesen. Die Flughäfen in Tambow, Nischni Nowgorod und Jaroslawl meldeten wegen Luftalarms zeitweise ausgesetzte Starts und Landungen.

In der Region Tambow etwa 600 Kilometer südöstlich von Moskau wurde zudem ein weiteres Lager des größten russischen Online-Versandhändlers Wildberries Ziel eines ukrainischen Drohnenangriffs. Der Brand in dem Lager in Kotowsk habe sich auf 100 000 Quadratmeter ausgedehnt, teilte der Gouverneur der Region, Jewgeni Perwyschow, mit.

Auch die von Russland 2014 annektierte Schwarzmeer-Halbinsel Krim wurde angegriffen. Drei ukrainische Marschflugkörper vom Typ Flamingo seien über dem Schwarzen Meer abgefangen worden, teilte der von Moskau eingesetzte Gouverneur der Hafenstadt Sewastopol, Michail Raswoschajew, in sozialen Netzwerken mit. 

Luzia Geier

Luzia Geier

Selenskij setzt auch auf China bei Bemühungen für ein Kriegsende

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij setzt auf eine weitere Zusammenarbeit mit China und auf Pekings „starke diplomatische Rolle“ bei der Beendigung des russischen Krieges gegen die Ukraine. „Frieden kann unser gemeinsamer Erfolg sein“, schrieb Selenskij auf X. Er dankte dem chinesischen Staatschef Xi Jinping für seine Glückwünsche zum Unabhängigkeitstag der Ukraine.

Lilly Zerbst

Russland und Vatikan sprechen über Ukraine-Krieg

Der Vatikan und Russland haben sich in Moskau über humanitäre und diplomatische Initiativen im Ukraine-Krieg ausgetauscht. Es ist der erste Besuch des Außenbeauftragten des Vatikans, Erzbischof Paul Richard Gallagher, seit der russischen Invasion in der Ukraine 2022. Gallagher sagte zu Beginn seines Treffens mit Außenminister Sergej Lawrow am Dienstag: „Im derzeit schwierigen Klima der internationalen Beziehungen ist Dialog wichtiger denn je, die Welt braucht Diplomatie mehr denn je.“ Es gehe um Frieden.

Lawrow erklärte, Moskau wolle den „vertrauensvollen, respektvollen Dialog“ mit dem Vatikan fortsetzen. So ließen sich hoffentlich positive und umsetzbare Lösungen finden. Neben bilateralen Themen wolle er auch Dinge besprechen, die auf der internationalen Agenda stünden, so der russische Minister.

Der Moskauer Politikexperte Iwan Timofejew hält es für unwahrscheinlich, dass der Vatikan in einem so großen Konflikt als vollwertiger Vermittler fungieren wird. Der Vatikan könne aber beim diplomatischen Weg eine Rolle spielen. Gallagher ist bis Freitag in Moskau. Am Mittwoch will er den außenpolitischen Berater von Russlands Präsidenten Wladimir Putin, Juri Uschakow, treffen. Gallagher hatte vor einem Monat in der Ukraine mit Präsident Wolodimir Selenskij und Außenminister Andrij Sybiha gesprochen.

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