In Grasbrunn hat eine über 80 Jahre alte Frau Schmuck im Wert eines mittleren fünfstelligen Betrags an Betrüger übergeben. Die Täterin hatte sie zuvor mit einem sogenannten Schockanruf getäuscht, berichtet die Polizei. Die Beamten weisen aus diesem Anlass darauf hin, dass man bei Anrufen angeblicher Amtspersonen immer auflegen und durch einen selbständigen Anruf beim Polizeinotruf 110 prüfen sollte, ob es sich tatsächlich um einen echten Anruf handelt.
Im konkreten Fall rief eine unbekannte Frau die Seniorin am Montagnachmittag an und gab sich am Apparat als Polizeibeamtin aus. Die Anruferin behauptete, die Tochter der Frau habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Deshalb sei die Tochter in Polizeigewahrsam gewesen, und für deren Freilassung habe eine Kaution hinterlegt werden müssen. Weil die Seniorin nicht genügend Bargeld hatte, verlangte die Anruferin Wertgegenstände. Kurz darauf erschien ein unbekannter Mann an ihrer Wohnanschrift, dem sie den Schmuck übergab. Auf Anweisung der Täter nahm die Frau mehrere Stunden keinen Kontakt zu ihrer Tochter auf. Erst später hat sie ihre Tochter erreicht und den Betrug bemerkt. Das Kommissariat 61 hat die Ermittlungen übernommen und bittet Zeugen um Hinweise und Beobachtungen zwischen 16.15 Uhr und 18.20 Uhr im Bereich von Schwablweg, Zornedinger Straße und Dorfstraße.

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