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Freising - SZ.de · Aug 21, 2026

In Freising: Polizeieinsatz wegen täuschend echter Softairpistole

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Süddeutsche Zeitung · Süddeutsche Zeitung

Weil ein junger Mann mit einer täuschend echt aussehenden Softairwaffe hantiert hat, ist es am Donnerstagnachmittag zu einem größeren Polizeieinsatz in der Freisinger Innenstadt gekommen. Laut dem Pressebericht meldete eine Zeugin gegen 15.15 Uhr, dass eine Person in der Fischergasse mit einer schwarzen Pistole unterwegs sei und diese durchgeladen habe.

Da zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass es sich um eine echte Schusswaffe handelte, leitete die Polizei nach eigenen Angaben umfangreiche Fahndungsmaßnahmen ein. Mit Unterstützung zahlreicher Einsatzkräfte aus den umliegenden Dienststellen konnte der Tatverdächtige 15 Minuten später im Stadtgebiet lokalisiert werden.

Nachdem die Beamten ihn angesprochen hatten, warf er die Pistole nach Polizeiangaben auf den Boden und ließ sich ohne Widerstand festnehmen. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass es sich um eine Softairpistole handelte. Gegen den 23-jährigen Freisinger wird wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Waffengesetz und wegen des Verdachts der Bedrohung ermittelt.

Die Polizei weist darauf hin, dass Softairpistolen, die echten Schusswaffen täuschend ähnlich sehen, und andere sogenannte Anscheinswaffen in der Öffentlichkeit gefährliche Einsätze auslösen können. Für Passanten und Polizeibeamte ist auf den ersten Blick nicht erkennbar, ob es sich um eine echte und möglicherweise schussbereite Waffe handelt. Das Waffengesetz verbietet grundsätzlich das öffentliche Führen von Anscheinswaffen. Ausnahmen gelten unter anderem für den Transport in einem verschlossenen Behältnis sowie für bestimmte Film-, Foto- oder Theaterproduktionen.

Erst am Dienstag hatte ein Beamter in München mit einem Schuss einen 14-Jährigen schwer verletzt, der auf offener Straße mit einer täuschend echt aussehenden Softair-Pistole hantiert hatte. Über den Hergang gibt es verschiedene Darstellungen. Laut Polizei hatten Zivilbeamte den Jugendlichen von hinten angesprochen und aufgefordert, die Waffe fallen zu lassen. Er habe sich aber mit der mutmaßlichen Waffe in der Hand zu den Polizisten umgedreht. Daraufhin habe ein Beamter geschossen. Aus dem Umfeld des Schülers, der diesen Angaben zufolge kurdischer Abstammung ist, hieß es, er habe gerufen, die Polizei solle nicht schießen, es sei eine Spielzeugwaffe.

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