Bislang hat die Kriminalpolizei vergeblich versucht, die Identität einer männlichen Leiche festzustellen, die am Sonntag unweit des Sylvensteinspeichers auf einem Parkplatz an der Bundesstraße 307 bei Lenggries gefunden worden ist. Der Mann wird auf 60 bis 80 Jahre geschätzt. Rätselhaft ist der Fall auch deshalb, weil laut Polizei einiges darauf hindeutet, dass der Unbekannte an einem anderen Ort gestorben und erst später auf dem Parkplatz abgelegt wurde.
Noch am Samstag wurde die Leiche einem Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd zufolge im Institut für Rechtsmedizin untersucht. Nach bisherigem Ermittlungsstand lägen „keinerlei Hinweise auf einen gewaltsamen Tod des Mannes vor“, die kriminalpolizeilichen Ermittlungen dauern an. Unter Leitung der zuständigen Staatsanwaltschaft nutze die Polizei „alle rechtlich vorgesehenen Mittel“, um die Geschehnisse zu rekonstruieren, sowohl im Hinblick auf die Umstände, die zum Tod der Person führten, als auch zu ihrer Identität.
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Für eine Veröffentlichung von Fotos des unbekannten Toten im Zuge einer Öffentlichkeitsfahndung bedarf es eines richterlichen Beschlusses. Es ist so etwas wie die Ultima Ratio für den Fall, dass alle anderen Ermittlungsschritte nicht zum Erfolg führen.
Nach der Spurensicherung am Fundort werden zunächst mögliche Zeugen befragt. Der Fall wird mit offenen Vermisstenmeldungen abgeglichen und DNA- sowie Fingerabdruck-Datenbanken werden routinemäßig durchforstet. In den meisten vergleichbaren Fällen gelingt im Zuge der Ermittlungen letztlich eine Identifizierung unbekannter Toter. Nur in „seltenen Einzelfällen“ verlaufen alle Bemühungen im Sande.
Wenn die staatsanwaltschaftlichen und polizeilichen Maßnahmen abgeschlossen sind und der Leichnam freigegeben ist, kümmert sich die zuständige Gemeinde um die Bestattung. Die Suche nach der Identität kann aber auch dann fortgesetzt werden.

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