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Dormagen | RP ONLINE · Aug 27, 2026

Schulstart im Rhein-Kreis Neuss: Fünf Tipps für die Eltern von i-Dötzchen

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Kerstin de Haas · RP ONLINE

Schulstart im Rhein-Kreis Neuss Fünf Tipps für die Eltern von i-Dötzchen

27.08.2026 · 08:00 Uhr

Die Schultüte gehört für i-Dötzchen am ersten Tag immer dazu.

Die Schultüte gehört für i-Dötzchen am ersten Tag immer dazu.

Foto: Jan Woitas/dpa/Jan Woitas

Rhein-Kreis Neuss · Für 4682 Kinder im Rhein-Kreis Neuss endet bald die Kita-Zeit. Eltern können mit Routinen Sicherheit geben. Was eine Psychologin für die Umgewöhnung rät.

Für 4682 Mädchen und Jungen im Kreis beginnt nach den Sommerferien ein neuer Lebensabschnitt: Sie werden eingeschult. Damit ist die Zahl der i-Dötzchen gegenüber dem Vorjahr um 169 Kinder gesunken, wie das Schulamt mitteilt. Von den diesjährigen i-Dötzchen kommen 1569 aus Neuss, 650 aus Grevenbroich, 658 aus Dormagen, 582 aus Meerbusch, 431 aus Kaarst, 361 aus Korschenbroich, 264 aus Jüchen und 167 aus Rommerskirchen. 125 der Kinder aus dem Kreisgebiet werden an einer Förderschule beginnen.

Für die Eltern der Erstklässler hat Diplom-Psychologin Daniela Frimmersdorf, Leiterin des Schulpsychologischen Dienstes des Rhein-Kreises Neuss, Tipps zum Schulstart:

Aufregung nehmen

Die Eltern sollten das Kind nach seinen Erwartungen fragen: was es befürchtet, aber vor allem, worauf es sich freut. Sie sollten dem Kind erklären, dass – ähnlich wie in der Kita – erwachsene Vertrauenspersonen in der Schule da sind, um zu helfen und zu unterstützen. Hilfreich ist es, wenn Schulneulinge Kinder aus höheren Klassenstufen kennen und von diesen vielleicht auch als Paten begleitet werden. Zudem können Eltern von ihren eigenen Schulerfahrungen berichten – am besten von positiven Erlebnissen oder gelungenen Problemlösungen mit einem guten Ende.

Routinen einüben

Mit dem Kind sollten feste Tagesroutinen etabliert werden. Die dadurch entstehende Vorhersehbarkeit von Abläufen gibt dem Kind Sicherheit und Orientierung. Diese festen Abfolgen können auch als Abbildungen an der Kinderzimmertür aufgehängt werden. Zu diesen Routinen gehören das selbstständige Zähneputzen, Anziehen, Frühstücken und Tornister packen in einem angemessenen Zeitfenster und ohne Hektik. Das Herauslegen von Kleidung für den nächsten Morgen und das Tornisterpacken kann auch schon am Abend erfolgen, um die morgendlichen Abläufe zu entzerren. In der Grundschule wird ebenfalls ein Tagesablauf in Form von Bildern in der Klasse aufgehängt, damit die Kinder wissen, welche Fächer an diesem Tag in welcher Reihenfolge kommen und wann die Pausen sind. Vielen Kindern hilft es, wenn ähnliche Abbildungen auch zu Hause verwendet werden.

Unterstützung beim Lernen

Auch zu Hause sollte täglich eine Zeit der Stille und Konzentration eingeplant werden, sodass das Kind zu sich kommen kann. In einer ruhigen und angenehmen Lernatmosphäre, in der auch die Eltern die Handys und Fernseher ausschalten. Auch hier kann dem Kind wieder mit Bildern – ähnlich wie in der Schule – deutlich gemacht werden, welches Fach in welcher Reihenfolge geübt wird. Außerdem sollte mit dem Kind vorher vereinbart werden, wie lange diese Lerneinheit dauern wird. Hierfür eignen sich Sanduhren oder „Time Timer“, die dem Kind die Zeitspanne visualisieren.

Auf den Schulweg vorbereiten

Die Eltern sollten den Schulweg frühzeitig mit dem Kind üben, indem sie ihn zusammen am Nachmittag oder am Wochenende gehen und dabei auf die besonders gefährlichen Straßenverkehrssituationen hinweisen. In der ersten Zeit sollten die Eltern den Schulweg begleiten und sich dann nach und nach immer früher verabschieden, damit das Kind selbstständiger wird. Der gemeinsame Schulweg mit Klassenkameraden ist wichtig auch für Freundschaften und Verabredungen. Außerdem ist das Kind nach dem Schulweg zu Fuß durch die frische Luft wesentlich wacher und aufnahmefähiger, als wenn es im Auto zur Schule gebracht wird.

Hilfe bei der Umstellung

Vor allem sollten Eltern Ruhe bewahren und mit der Klassenlehrkraft in Kontakt treten, um gemeinsam mit dem Kind zu besprechen, was ihm helfen kann, um sich besser auf den Unterricht und die Schule einlassen zu können. Dies sollte aber auf keinen Fall die Anwesenheit der Eltern im Schulgebäude sein. Das Kind kennt die zeitweiligen Trennungen von den Eltern aus der Kitazeit. Man kann mit dem Kind auch darüber sprechen, was ihm in der Kita geholfen hat.

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