Tag des offenen Denkmals Geschichte in Dormagen erleben – diese historischen Highlights warten direkt vor der Haustür
26.08.2026 · 18:30 Uhr
Die Zollfeste Zons bietet am Tag des offenen Denkmals 2026 zahlreiche Highlights.
Foto: RKNDormagen · Imposante Basiliken und Kirchen, mittelalterliche Türme, ein jüdischer Friedhof: Am 13. September findet der Tag des offenen Denkmals statt. In Dormagen öffnen 18 Orte kostenlos ihre Türen – darunter auch echte Geheimtipps.
Berliner Mauer, Hermannsdenkmal, Schloss Sanssouci oder die Wartburg: Deutschland ist reich an historisch bedeutsamen Orten. Dass auch Dormagen reich an geschichtsträchtigen Bauwerken ist, dürfte wohl nicht jedem Dormagener bekannt sein.
Wie viel Geschichte eigentlich direkt vor der eigenen Haustür schlummert, will der Tag des offenen Denkmals am 13. September präsentieren. Bundesweit öffnen an dem Sonntag Gedenkstätten, Burgen und andere historische Orte für Besucher ihre Pforten. Ziel ist es, Geschichte hautnah erlebbar zu machen – so auch in Dormagen. Insgesamt 18 mit Historie geladenen Orte im Stadtgebiet beteiligen sich an der Aktion. Die Stadt verspricht ein abwechslungsreiches Programm: „Die Auswahl reicht von barocker Altarkunst über das römische Welterbe bis zum mittelalterlichen Rheinturm.“
Dabei stehen bekannte Dormagener Sehenswürdigkeiten wie eher noch unentdeckte „Schätze“ im Focus. Wer imposante Architektur sucht, wird im Kloster Knechtsteden fündig: Hier laden ein idyllischer Friedhof und die romanische Basilika zum Staunen wie Innehalten ein.
Ebenfalls mittelalterlich gestaltet sich ein Spaziergang durch die ehemalige Zollfeste Zons, entlang der wuchtigen Stadtmauern und durch verwinkelte, von Fachwerkhäusern eingerahmte Gässchen. Die Türme der Feste erinnern an eine Zeit, in der hier der Rheinzoll bewacht wurde und Bewohner Angreifern wie dem Rheinhochwasser getrotzt haben. Besichtigt werden können der Rheinturm, die Burganlage, die Windmühle, das Falknereimuseum, die Rheintorkapelle und der Luftschutzbunker am ehemaligen Feldtor.
Noch weiter zurück Dormagens Stadtgeschichte reisen kann man in der Innenstadt: Hier wird das römische Erbe der Stadt beleuchtet.
„Mit Unterstützung durch viele ehrenamtliche Partner und Eigentümer ist es uns gelungen, ein umfangreiches Programm zu organisieren, das auch wieder einige neue Angebote enthält“, sagt der städtische Denkmalschutzbeauftragte Harald Schlimgen.
Ein Dormagener Kleinod des Denkmaltages ist die Wallfahrtskirche St. Pankratius in Nievenheim. Im 18. Jahrhundert erbaut, wirkt das Gotteshaus von außen eher unscheinbar und schlicht: Im Innern erwarten Besucher aber drei opulent gestaltete Barockaltare nach Entwürfen des bekannten Hofarchitekten Johann Conrad Schlaun.
Auch abseits vom Standard-Sightseeing wird am Tag des offenen Denkmals in Dormagen etwas geboten: So gibt es an dem Sonntag geführte Touren über den Friedhof in Nievenheim. Auch ein Privathaus an der Grünwaldstraße in Zons kann besichtigt werden.
Auch der jüdische Friedhof in der Zonser Heide kann besichtigt werden, dazu wird auf dem Gelände jiddische Musik gespielt. In Gohr lädt die romanische Wallfahrtskirche St. Odilia ein, die zu den ältesten Gotteshäusern im Rhein-Kreis Neuss zählt.
Alle Angebote am Denkmaltag sind kostenlos. Der Programmflyer kann unter https://www.dormagen.de/leben-in-dormagen/denkmalschutz heruntergeladen werden und liegt außerdem in der Touristinfo Zons sowie in zahlreichen beteiligten Einrichtungen aus.
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