Apfelernte 2026 unterdurchschnittlich Äpfel mit Sonnenbrand in Dormagen – die Hitze hinterlässt ihre Spuren
22.08.2026 · 08:00 Uhr
Die Apfelernte auf dem Klostergelände Knechtsteden startet voraussichtlich Anfang September. (Archivbild)
Foto: Melanie Zanin (MZ)Knechtsteden · Deutschlands Apfelernte bleibt 2026 voraussichtlich unter dem Schnitt. In der Biostation sieht man die Schwankung gelassen – dort gibt es schließlich auch ganz besondere Sorten.
Um die 80 verschiedene Apfelsorten wachsen im Obstsortengarten in Knechtsteden und auf Flächen der Biologischen Station im Rhein-Kreis Neuss. Manche von diesen teils alten Sorten können mit dem Wetter der letzten Wochen und Monate besser umgehen als andere, erklärt Thomas Braun von der Biostation. Die Rote Sternrenette etwa, eine alte Sorte, die als erhaltenswert betrachtet wird, braucht es nach Brauns Erfahrung eher feucht. Gleichzeitig gilt die Sorte als wenig empfindlich für Krankheiten, auch einen späten Frost kann die Rote Sternrenette gut ab. Für die Dürre und Hitze dieses Sommers besser gewappnet, ist da laut Braun der Jakob-Fischer-Apfel. Diese Sorte, die sich unter anderem durch die besonders großen Früchte auszeichnet, „kann auch mal Trockenheit ab“, beschreibt Braun. Das müssen die Bäume in Knechtsteden auch, denn: Im Obstsortengarten der Biostation wurden, auch in diesem heißen Sommer, nur die jungen Bäume zusätzlich bewässert, damit sie überhaupt durch den Sommer kommen. Die älteren, hoch gewachsenen Obstbäume, mussten selbst klarkommen.

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