Hofladen in Dormagen „Erst für eine Schnapsidee gehalten" — Traditionshof verkauft Kartoffeln per App
26.08.2026 · 11:58 Uhr
Theresa Spenrath (l.) und Helena Kallen in der Kartoffel-Halle: An dieser Station werden Steine oder beschädigte Kartoffeln aussortiert. Die für den Verkauf unbrauchbaren Kartoffeln landen dann im Viehfutter.
Foto: act!on/HJ PrellStürzelberg · Ein digitaler Wochenmarktbesuch von der heimischen Couch aus? Was für Helena Kallen erst nach einer „Schnapsidee“ klang, macht mittlerweile rund 10 Prozent des Umsatzes aus. Wie modernes Einkaufen einem Traditionshof aus Dormagen in die Karten spielt.
Es rumpelt aus jeder Ecke – in der Luft liegt ein Geruch, der an eine Mischung aus Feld-Spaziergang und Besuch im Vorratskeller erinnert. Nach nur wenigen Minuten sind die Hände voller Sand, selbst zwischen den Zähnen knirscht es. In diesen Tagen herrscht in der Kartoffel-Halle vom Hof Kallen Hochbetrieb. „Drei Mal werden die Kartoffeln sortiert, bevor sie beim Kunden landen“, erklärt Helena Kallen. Sie führt an diesem Tag durch die Halle. Alle Kartoffeln, die in Supermärkten auch weit über Dormagen hinaus landen, wandern irgendwann durch diese Halle. Schon seit 2018 werden die Knollen von hier auch von dem Lebensmittellieferanten Picnic in großen Teilen des Rheinlandes verkauft. Kostenpflichtiger Inhalt Erst kürzlich hat ein neuer Hub des Unternehmens in Dormagen eröffnet. Von dort sollen künftig bis zu 90.000 Haushalte, auch in Richtung Kölner Norden, beliefert werden. Seitdem können auch die Dormagener die Kartoffeln und je nach Saison auch den Spargel und die Erdbeeren von Kallens über den Lieferanten bestellen.

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