Grand-Slam-Turnier im Tennis Auslosung mit sieben Deutschen heute – alle Infos zu den US Open 2026
27.08.2026 · 14:00 Uhr
Viel Spaß, wenig Erfolg – Zverevs Match im Mixed bei den US Open in Bildern
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Service | Düsseldorf · Vom 30. August bis zum 13. September spielen die Tennisprofis um den vierten Major-Titel des Jahres – vorher geht es allerdings schon in der Qualifikation um die letzten Hauptfeld-Plätze. Hier finden Sie alle Informationen über die deutschen Teilnehmer, die Ansetzungen und die fehlenden Stars.
Die US Open sind traditionell das vierte und letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres. Ende August geht es los. Hier lesen Sie, was Sie zu dem Turnier wissen müssen.
Vom 30. August bis zum 13. September 2026 finden die US Open in New York statt. Das betrifft alle Spiele des Hauptfeldes. Ab dem 24. August kämpfen die Tennisprofis jenseits der Top 100 in drei Qualifikationsrunden um einen der 16 weiteren Startplätze bei den Männern und Frauen im Einzel. Neben diesen beiden Disziplinen werden drei Doppelkonkurrenzen (Frauen, Männer und Mixed) ausgetragen. Die Veranstaltung endet mit dem Finale der Männer am Sonntag, 13. September. Am Samstag zuvor steigt das Frauen-Endspiel.
Die Matches werden im USTA Billie Jean King National Tennis Center im Flushing-Meadows-Park in New York City ausgetragen. Das Hauptstadion mit dem Center Court ist das Arthur Ashe Stadium. Dort finden jeweils die attraktivsten Spiele der Männer und Frauen statt. Gespielt wird auf Hartplatz. Der Belag besteht aus einem Beton-Kunststoff-Gemisch. Der Center Court hat 23.771 Sitzplätze und ist mit dieser Kapazität das weltweit größte reine Tennisstadion. Der Center Court verfügt über ein verschließbares Dach, sodass die Partien auch bei Regen fortgesetzt werden können. Auch das Louis Armstrong Stadium ist seit 2018 mit einem Dach ausgestattet. Dort gibt es 14.000 Sitzplätze.
Wann und wo sind die Matches der US Open 2026 in Deutschland zu sehen?
Die Tennisfans in Deutschland müssen sich die Nächte um die Ohren schlagen, um alle Partien live zu verfolgen. Täglich starten die Matches um 17 Uhr deutscher Zeit, die besten Spiele des Tages sind häufig aber am US-amerikanischen Abend in New York angesetzt – und damit mitten in der Nacht für uns in Deutschland. Carlos Alcaraz oder Alexander Zverev werden demnach nicht selten gegen 2 oder 3 Uhr deutscher Zeit gefordert sein. Im Free-TV läuft das Turnier nicht. Wer die US Open 2026 überträgt, lesen Sie hier.
Tennisprofis können bei den US Open auch 2026 ein Rekordpreisgeld verdienen. Die Gewinnerin und der Gewinner des letzten Grand-Slam-Turniers des Jahres bekommt für den Sieg jeweils 5,5 Millionen US-Dollar (rund 4,71 Millionen Euro), wie die Veranstalter mitteilten.
Insgesamt werden 108 Millionen US-Dollar ausgeschüttet. Das entspricht einem Anstieg des Preisgelds von noch einmal 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 2025 hatten die Gewinnerin Aryna Sabalenka aus Belarus und der Gewinner Carlos Alcaraz aus Spanien jeweils 5 Millionen US-Dollar für ihre Siege erhalten.
Allein für die Qualifikation für das Hauptfeld des Einzelwettbewerbs gibt es nun 140.000 Dollar - ebenfalls eine Bestmarke. Ein Viertelfinalist erhält 780.000, ein Halbfinalist 1,45 Millionen und der Zweitplatzierte 2,8 Millionen Dollar.
Bei den Frauen sind die prominentesten Namen, die auf der Meldeliste fehlen, Victoria Mboko (Kanada), Hailey Baptiste (USA) und Emma Raducanu (Großbritannien). Ansonsten kann auch Jaqueline Cristian (Rumänien) nicht teilnehmen.
Es dürfte spannend werden - das Rennen um den Titel erscheint so offen, wie wohl seit Jahren nicht mehr. Der Weltranglistenerste Jannik Sinner fehlt wegen einer Knieverletzung. Titelverteidiger Carlos Alcaraz kehrt nach monatelanger Auszeit nach einer Handgelenksverletzung zurück - aber in welcher Form? Und French-Open-Sieger Alexander Zverev konnte in der Vorbereitung nicht wirklich überzeugen. Neben Altstar Novak Djokovic, der weiter Majortitel Nummer 25 im Kopf hat, dürften sich viele weitere Verfolger Chancen ausrechnen.
Das Titelrennen ist ähnlich offen wie im Männerfeld. Der Weltranglistenersten Aryna Sabalenka ist in diesem Jahr die Dominanz abhanden gekommen. Auch die Polin Iga Swiatek spielt eine durchwachsene Saison, sammelte aber zuletzt mit dem Titel in Toronto wichtiges Selbstvertrauen. Zum engeren Kreis der Favoritinnen zählen neben der Weltranglistenzweiten Jelena Rybakina aus Kasachstan auch Coco Gauff und Jessica Pegula, die auf die Unterstützung der heimischen Fans setzen können.
Zwölf deutsche Tennisprofis stehen auf den Meldelisten der US Open im Einzel. Sieben von ihnen sind direkt im Hauptfeld, fünf mussten den Weg über die Qualifikation nehmen.
Männer
Angeführt wird das deutsche Aufgebot von Alexander Zverev, der der einzige gesetzte deutsche Tennisprofi im Einzel ist – und das sogar an Nummer eins. Hinter ihm sind Jan-Lennard Struff (Warstein), Yannick Hanfmann (Karlsruhe) und Daniel Altmaier (Kempen) direkt für das Hauptfeld qualifiziert. Tom Gentzsch (Duisburg), Diego Dedura (Berlin) und Henri Squire (Düsseldorf) sind in der Qualifikation ausgeschieden.
Frauen
Bei den Frauen führt die erfahrene Spielerin Tatjana Maria (Bad Saulgau) das DTB-Aufgebot an. Auch Eva Lys (Hamburg) steht fix im Hauptfeld. Hinzu kommt Ella Seidel (Hamburg), die nach einigen Absagen aufgerückt ist und der Qualifikation somit aus dem Weg geht. Noma Noha Akugue (Reinbek) und Mona Barthel (Bad Segeberg) sind in jener Quali ausgeschieden.
Die deutschen Teilnehmer in der Übersicht
Männer
- Alexander Zverev (Hauptfeld)
- Jan-Lennard Struff (Hauptfeld)
- Yannick Hanfmann (Hauptfeld)
- Daniel Altmaier (Hauptfeld)
- Tom Gentzsch (Qualifikation)
- Diego Dedura (Qualifikation)
- Henri Squire (Qualifikation)
Frauen
- Tatjana Maria (Hauptfeld)
- Eva Lys (Hauptfeld)
- Ella Seidel (Hauptfeld)
- Noma Noha Akugue (Qualifikation)
- Mona Barthel (Qualifikation)
Der zweite Grand-Slam-Titel seiner Karriere ist das große Ziel von Zverev - und mit dem erstmals an Position eins gesetzten Hamburger dürfte auch zu rechnen sein. Bei allen Grand Slams in diesem Jahr kam der 29-Jährige mindestens bis ins Halbfinale. Nach der großen Befreiung mit dem Titelgewinn in Paris spielte Zverev auch in Wimbledon groß auf und scheiterte im Endspiel erst an Sinner. Im Best-of-Five-Modus kann der Olympiasieger von Tokio seine körperliche Stärke noch besser ausspielen und stand 2020 in New York schon einmal zwei Punkte vor dem Titelgewinn.
Von den anderen Deutschen ist natürlich kein Titelgewinn zu erwarten, die ein oder andere Überraschung könnte aber möglich sein. Allen voran ist Struff zu nennen, der in Wimbledon mit seinem Viertelfinaleinzug überzeugte. Bei den Frauen sind die Aussichten wenig rosig.
Am Donnerstagabend um 18 Uhr deutscher Zeit findet die Auslosung für die Einzel-Hauptfelder statt. Die Qualifikation ist schon gespielt. Hier finden Sie die Spielpläne der deutschen Tennisprofis und die Ergebnisse aller Matches mit deutscher Beteiligung.
Männer
Viertelfinale Qualifikation
- Diego Dedura - (Nummer 194 der Weltrangliste) - Frederico Ferreira Silva (231/Portugal) 5:7, 2:6
- Tom Gentzsch (145) - Pol Martin Tiffon (209/Spanien) 7:5, 6:3
- Henri Squire (208) - David Jorda Sanchis (187/Spanien) 2:6, 6:2, 6:7 (2:10)
Halbfinale Qualifikation
- Tom Gentzsch (145) - Francesco Passaro (207/Italien) 6:7 (4:7), 4:6
Frauen
Viertelfinale Qualifikation
- Noma Noha Akugue (Nummer 137 der Weltrangliste) - Anna Siskova (207/Tschechien) 6:1, 4:6, 5:7
- Mona Barthel (204) - Whitney Osuigwe (231/USA) 6:3, 7:5
Halbfinale Qualifikation
- Mona Barthel (204) - Francesca Jones (104/Großbritannien) 6:7 (3:7), 6:1, 2:6
- 2021: Daniil Medwedew (Novak Djokovic - 6:4, 6:4, 6:4)
- 2022: Carlos Alcaraz (Casper Ruud - 6:4, 2:6, 7:6, 6:3)
- 2023: Novak Djokovic (Daniil Medwedew - 6:3, 7:6, 6:3)
- 2024: Jannik Sinner (Taylor Fritz - 6:3, 6:4, 7:5)
- 2025: Carlos Alcaraz (Jannik Sinner - 6:2, 3:6, 6:1, 6:4)
- 2021: Emma Raducanu (Leylah Fernandez - 6:4, 6:3)
- 2022: Iga Swiatek (Ons Jabeur - 6:2, 7:6)
- 2023: Coco Gauff (Aryna Sabalenka - 2:6, 6:3, 6:2)
- 2024: Aryna Sabalenka (Jessica Pegula - 7:5, 7:5)
- 2025: Aryna Sabalenka (Amanda Anisimova - 6:3, 7:6)
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