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Motorsport | RP ONLINE · Jun 8, 2026

Punktloser Emmericher im Pech: „Frustrierend“ – Audi und Hülkenberg, das ist noch keine Erfolgsbeziehung

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Noah Simon · RP ONLINE

Punktloser Emmericher im Pech „Frustrierend“ – Audi und Hülkenberg, das ist noch keine Erfolgsbeziehung

08.06.2026 · 14:33 Uhr

 Nico Hülkenberg wartet auch nach dem sechsten Saisonrennen weiter auf seine ersten Punkte für Audi.

Nico Hülkenberg wartet auch nach dem sechsten Saisonrennen weiter auf seine ersten Punkte für Audi.

Foto: Nicolo Farina/ZUMA Press Wire/dp/Nicolo Farina

Analyse | Monaco/Düsseldorf · In Monaco schnuppert der 38-Jährige an seinen ersten Punkten für das neue deutsche Werksteam in der Formel 1. Doch einmal mehr verläuft ein Rennwochenende für ihn unglücklich. Wann endet seine Durststrecke?

Kurz nachdem Nico Hülkenberg in seinem Audi über die Ziellinie von Monaco gedonnert war, machte er einen sichtlich resignierten Eindruck – und das, obwohl er die schwarz-weiß-karierte Flagge als Neunter gesehen hatte. „Der Frust und die Enttäuschung überwiegen“, resümierte der Emmericher bei Sky.

Der Grund: Nach einer Kollision mit Williams-Pilot Carlos Sainz – die von den Stewards auch als Rennunfall hätte bewertet werden können – bekam Hülkenberg eine Zehn-Sekunden-Strafe aufgebrummt und fiel auf Rang 13 zurück. Wieder keine Punkte, wieder Pech. „Hätte, hätte, Fahrradkette – so ein Wochenende per Definition“, sagte Hülkenberg. Nach dem sechsten Grand Prix der Saison geht das Warten auf Zählbares für ihn weiter.

Bislang fehlte nur wenig zum ersten Top-10-Ergebnis, zweimal wurde er schon Elfter. Auch im Qualifying kratzt Hülkenberg regelmäßig am vorderen Teil des Feldes. Doch irgendwie kommt immer etwas dazwischen. So auch in den Häuserschluchten des Fürstentums, Hülkenbergs Wahlheimat. Dabei passte der reine Speed.

Anspruch und Wirklichkeit liegen deutlich auseinander

Audis Racing Director Allan McNish haderte auch aus diesem Grund nach dem Grand Prix, dass sein Schützling „nach einer entschlossenen Fahrleistung“ durch die Strafe um Punkte gebracht wurde. Immerhin gebe es „positive Aspekte, die wir mitnehmen können, während wir uns auf das nächste Rennen konzentrieren“, führte der Schotte aus.

Momentan hinken Hülkenberg und Audi ihren eigenen Ansprüchen aber hinterher. Dem neuen deutschen Werksteam dürfte nicht genügen nur im (hinteren) Mittelfeld mitzufahren und beide Autos ins Ziel zu bringen. Schließlich sagte Marken-CEO Gernot Döllner bei der offiziellen Teampräsentation im Januar noch: „Wann immer Audi in eine Rennserie eingestiegen ist, war Audi erfolgreich.“

Das einzige „Highlight“ lieferte bisher Hülkenbergs Garagennachbar Gabriel Bortoleto gleich beim Saisonauftakt in Melbourne. Dort hatte der Brasilianer als Neunter die ersten, aber bislang einzigen Formel-1-Punkte für Audi geholt.

Hoffnung auf Besserung

Dass Hülkenberg nun so direkt von Frustration spricht, ist gerade bei solch einem Rennen wie in Monaco alles andere als unverständlich. „[...] Vor allem wenn man in so einer Situation ist, wie wir waren, wenn man von einem Team [Williams Anm. d. Red.] extra eingebremst wird und man hier wirklich eine fahrende Schikane sein kann, kann man nichts machen. Man ist dem hoffnungslos ausgeliefert. Das ist bitter [...]“, erklärte er.

Diese Unzufriedenheit müssen er und Audi in Tatendrang und Fokus umwandeln. Schon am kommenden Sonntag jagt Hülkenberg nämlich erneut seinen ersten Punkten in dieser Saison hinterher. Dann macht die Königsklasse des Motorsports auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya Halt. Dort könnte für Audi einiges gehen, denn die Start-Ziel-Gerade ist ziemlich lang. Hülkenberg und Bortoleto führen in ihrem R26 regelmäßig das Topspeed-Ranking des F1-Feldes an – ein Lichtblick der zeigt, dass Audi beim ersten eigens entwickelten Formel-1-Motor wenig falsch gemacht hat.

Mit Hülkenberg ist zudem definitiv der richtige Mann an Bord. Schon bei Haas bewies er tolle Fähigkeiten im Aufbau und in der Weiterentwicklung eines Rennstalls. Außerdem soll nach seinem ersten Werksteam-Engagement bei Renault, das zwischen 2017 und 2019 eher mittelmäßig verlief, alles besser werden. Seinen Mut und seine Motivation scheint Hülkenberg aber noch lange nicht verloren zu haben. Am Montag schrieb er auf Instagram: „Wir haben alles gegeben und sind wieder einen Schritt weitergekommen. Als Nächstes steht Barcelona auf dem Programm“ – und hoffentlich auch die ersten Punkte.

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