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Fußball | RP ONLINE · Aug 22, 2026

DFB-Pokal am Samstagabend: Großaspach sorgt für erste kleine Überraschung der Saison – 1860 ist raus

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Jonas Neff · RP ONLINE

DFB-Pokal am Samstagabend Großaspach sorgt für erste kleine Überraschung der Saison – 1860 ist raus

22.08.2026 · 20:50 Uhr

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Die Top-Torjäger im DFB-Pokal

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Foto: Robert Michael/dpa/Robert Michael

Düsseldorf · Nach vier Jahren sind die „Löwen“ zurück im DFB-Pokal – und gleich wieder raus. Zweitligist Holstein Kiel lässt sich vom Viertligisten nicht austricksen. Kurz darauf wird Arminia Bielefeld als erste Mannschaft der Favoritenrolle nicht gerecht.

SG Sonnenhof Großaspach - Arminia Bielefeld 2:2 (2:2, 1:2) n.V., 3:0 i.E.

Fußball-Zweitligist Arminia Bielefeld hat im DFB-Pokal früh die Segel streichen müssen. Beim Drittligisten SG Sonnenhof Großaspach verloren die Ostwestfalen, die 2025 noch sensationell bis ins Finale gestürmt waren, in der ersten Runde mit 0:3 im Elfmeterschießen. Nach 120 und 90 Minuten hatte es 2:2 (2:1) gestanden.

Großaspachs Torhüter Maximilian Reule avancierte mit zwei gehaltenen Elfmetern zum Helden, zudem schoss Roberts Uldrikis über das Tor. So war das Elfmeterschießen bereits nach jeweils drei Schützen beendet.

Bielefeld hatte zuvor nach der Gelb-Roten Karte gegen Joel Felix (90.+2) die komplette Verlängerung in Unterzahl agiert. In der regulären Spielzeit hatten Elias Rahn (12.) und Fabian Eisele nach einem Handspiel von Felix per Elfmeter (55.) für den Drittliga-Aufsteiger sowie Stefano Russo (40.) und Joel Grodowski (42.) für die Arminia getroffen.

1860 München - Holstein Kiel 0:2 (0:1)

Holstein Kiel hat das Comeback des TSV 1860 München im DFB-Pokal schnell beendet und ist zum vierten Mal nacheinander in die zweite Runde des Wettbewerbs eingezogen. Der Fußball-Zweitligist aus dem Norden zeigte beim 2:0 (1:0) gegen den nach dem Zwangsabstieg abgestürzten Regionalligisten eine konzentrierte Vorstellung.

Herz und Leidenschaft der „Löwen“, die letztmals vor vier Jahren gegen Borussia Dortmund im Cup gespielt hatten, waren vor stimmungsvollen 15.000 Fans im heimischen Stadion an der Grünwalder Straße für eine Überraschung zu wenig.

Mit einem Kopfballtor in der 34. Minute belohnte Phil Herres die Kieler für deutlich mehr Spielanteile. Tim Walters Mannschaft, die in der vergangenen Saison erst im Viertelfinale gegen den späteren Finalisten VfB Stuttgart ausgeschieden war, hatte auch anfangs ein klares Chancenplus.

Herres vergab kurz vor dem Abpfiff noch das 2:0. Guillermo Balzi (90.+4) machte es kurz danach gegen alles nach vorne werfende Gastgeber besser und musste nur noch ins leere Tor einschieben.

Die „Löwen“ ließen aber nie die Köpfe hängen. Der clevere Spielmacher Tunay Deniz zielte bei seinen beiden sehenswerten Fernschüssen aus mehr als 50 Metern (27.) und aus rund 40 Metern (37.) aber nicht genau genug.

Die Münchner von Trainer Alper Kayabunar hatten ihre druckvollste Phase gegen die nur noch ihre Führung verwaltenden Kieler in den letzten 20 Minuten. Die Fans peitschten ihre „Löwen“ nach vorne. Die tapferen Gastgeber waren am Ende vor Holstein-Torwart Lio Rothenhagen aber zu harmlos.

Eintracht Trier - RB Leipzig 0:6 (0:3)

Lockerer Aufgalopp zum Auftakt: Martin Demichelis hat ein erfolgreiches Pflichtspieldebüt als Trainer von RB Leipzig gefeiert. Der Fußball-Bundesligist gewann in der ersten Runde des DFB-Pokals 6:0 (3:0) beim Regionalligisten Eintracht Trier. Zum Ligastart in einer Woche treffen die Sachsen auf Borussia Mönchengladbach.

Brajan Gruda (2.), Willi Orban (6.), der Trierer Gianluca Pelzer per Eigentor (45.+2), Conrad Harder (76.), Antonio Nusa (90.+2) und Ezechiel Banzuzi (90.+5) trafen für die Leipziger, die in der Sommerpause mit zwei Personalien für Schlagzeilen gesorgt hatten. Der 45 Jahre alte Argentinier Demichelis, zwischen 2003 und 2011 Profi bei Bayern München, trat die Nachfolge des entlassenen Ole Werner an. Jungstar Yan Diomande wurde für eine Rekordsumme (zwischen 125 und 140 Million Euro) zu Real Madrid transferiert.

Nach der geplatzten Verpflichtung von Said El Mala vom 1. FC Köln suchen die Leipziger weiter nach Verstärkungen. Spekuliert wird über Christopher Nkunku, Nick Woltemade und Jaden Sancho. In Tier musste RB ohne die Neuzugänge Oerjan Nyland und Maxime Esteve auskommen. Zudem fehlten Assan Ouédraogo, Christoph Baumgartner und Romulo. Trotz der Ausfälle hatte Demichelis vor der Partie einen soliden Auftritt seiner Mannschaft gefordert: „Ich erwarte von uns ein seriöses Spiel - mit und gegen den Ball.“

Die Gäste dominierten sofort die Partie vor 9000 Zuschauern im ausverkauften Moselstadion. Gruda brachte RB nach Vorarbeit von Ezechiel Banzuzi früh in Führung, Orban legte wenig später per Abstauber nach. Die Gastgeber schafften es kaum aus der eigenen Hälfte und waren mit dem Zwei-Tore-Rückstand nach einer Viertelstunde noch gut bedient.

Nach knapp 20 Minuten schalteten die Leipziger einen Gang zurück und ließen Trier besser ins Spiel kommen. Demichelis gefiel das nicht sonderlich. Der Coach forderte von der Seitenlinie eine höhere Schlagzahl. Da die Trierer aber besser als in der Anfangsphase verteidigten, wartete Demichelis lange vergeblich auf einen weiteren Treffer. Erst als Pelzer einen Schuss von Ridle Baku ins eigene Tor lenkte, durfte Leipzig wieder jubeln.

Im zweiten Durchgang ließ es Leipzig lange Zeit schleifen, es passierte so gut wie nichts. Nach rund einer Stunde brachte Demichelis vier Neue, darunter Neuzugang Rocco Reitz.

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