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Borussia | RP ONLINE · Aug 21, 2026

„Wir nehmen diese Rolle an“: Warum der Pokal für Borussia so wichtig ist

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Thomas Grulke, Karsten Kellermann · RP ONLINE

Auch Leopold rückt auf Polanski nennt seine Wünsche für Borussias Pokal-Auftakt und befördert Diks

22.08.2026 · 11:53 Uhr

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So könnte Borussias Startelf bei RB Leipzig aussehen

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Foto: Florian Wiegand/dpa/Florian Wiegand

Update | Mönchengladbach · Mit dem Erstrundenspiel im DFB-Pokal bei Fünftligist Schott Mainz beginnt für Borussia Mönchengladbach die Pflichtspielsaison. Vor dem Auftakt sagte Trainer Eugen Polanski, was er sehen will. Und er beförderte zwei Spieler.

Jahr für Jahr eröffnet die erste Runde im DFB-Pokal für die Bundesligisten die Pflichtspielsaison. Und Jahr für Jahr ist mit dieser Auftaktpartie die Hoffnung verbunden, dass es in diesem Wettbewerb mal wieder weit geht für den eigenen Verein. Auf Borussia Mönchengladbach bezogen, wurden solche Hoffnungen zuletzt regelmäßig enttäuscht: Die letzte Halbfinalteilnahme liegt neun Jahre zurück, die letzte Finalreise (und zugleich der letzte Titel) datiert gar aus dem Jahr 1995.

„Jede Pokalrunde und jeder Pokalwettbewerb ist natürlich absolut spannend, weil man mit wenigen Spielen sehr viel erreichen kann. Zudem kann man sich Selbstvertrauen holen, sich finanziell etwas dazuverdienen, und es ist eine Frage des Prestiges“, sagt Gladbachs Manager Rouven Schröder vor dem Erstrundenspiel beim Oberligisten TSV Schott Mainz.

Selbstvertrauen vor dem Ligastart eine Woche später bei Champions-League-Teilnehmer RB Leipzig holt sich die Borussia angesichts der klaren Favoritenstellung daher nur bei einem souveränen Weiterkommen. Doch das ist auch das Ziel von Trainer Eugen Polanski: „Über das Wie kommt das Ergebnis. Wir sind klarer Favorit, diese Rolle nehmen wir an und sind uns dessen bewusst. Wir wollen das Spiel direkt sehr aktiv und sehr offensiv gestalten – mit unserem Rhythmus, unseren Prinzipien und unserer Art, Fußball zu spielen.“

Gladbach: Viel Videomaterial und das Velbert-Spiel als Simulation

Der Coach überlässt daher auch gegen den Fünftligisten nichts dem Zufall: Der Underdog wurde wie jeder Bundesligist über viel Videomaterial analysiert. Zudem versuchte Polanski die Aufgabe zuletzt mit dem Testspiel gegen den Oberligisten SSVg Velbert (8:0) zu simulieren. Es soll nicht passieren, was den Borussen in der vergangenen Saison widerfuhr: Da mühte sich der Favorit zu einem 3:2 gegen Fünftligist Atlas Delmenhorst und offenbarte dabei viele Probleme, die Gladbach dann lange in der Meisterschaft begleiten sollten.

„Pflichtspiele und Testspiele sind nicht dasselbe. Deswegen gibt es in der ersten Pokalrunde auch diese Ergebnisse“, sagte damals Borussias Trainer Gerardo Seoane – wenige Wochen später wurde er von Polanski abgelöst. Der zieht ein positives Fazit der sechswöchigen Vorbereitung: „Die Jungs haben extrem gut mitgezogen. Dementsprechend sind wir mit allem, was wir uns vorgenommen haben und was auch durch die Spieler entstanden ist, sehr zufrieden.“

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Foto: jdp/Jens Dirk Paeffgen

Nun muss das Erarbeitete auch im Wettkampf-Modus auf den Rasen gebracht werden. Personell hat Polanski dazu trotz einiger Ausfälle (Jens Castrop, Yukhym Konoplia, Zento Uno und Fabio Chiarodia) die Qual der Wahl. So sind Torwart Daniel Batz, Toptalent Wael Mohya und Rechtsaußen Franck Honorat, die zuletzt etwas kürzertreten mussten, einsatzbereit.

Polanski: „Ko weiß selbst, dass er kein einfaches Jahr hinter sich hat“

Und dann ist da noch der jüngste Zukauf Ko Itakura – wobei eine sofortige Nominierung des Verteidigers, der von Ajax Amsterdam zur Borussia zurückgekehrt ist – überraschend käme. „Ko weiß selbst, dass er kein einfaches Jahr hinter sich hat. Gleichzeitig war er deshalb auch offen für einen Wechsel“, sagte Polanski, der sich keine Sorgen macht, weil der Japaner derzeit ohne vernünftigen Spielrhythmus ist.

„In seinem Alter und mit seiner Erfahrung ist das anders zu bewerten. Wir versuchen, ihn so schnell wie möglich in unsere Abläufe zu integrieren und wollen ihm schnellstmöglich Spielminuten geben.“ Auch wenn es am Sonntag noch nicht für einen Einsatz reicht – im Verlauf der Saison soll der Verteidiger auch im Pokal noch seinen Beitrag zu einer erfolgreichen Saison leisten.

Itakura wird künftig an der Seite von Kevin Diks verteidigen, der am Samstag von Polanski zum neuen Vizekapitän befördert wurde, nachdem der bisherige Stellvertreter Nico Elvedi unter der Woche zu Leeds United gewechselt war. „Die neue Konstellation war schon vorher so geplant, für den Fall, dass Nico den Verein noch verlässt“, erklärt Cheftrainer Eugen Polanski. Zudem rückte Enzo Leopold in den Mannschaftsrat auf, der nun aus Kapitän Tim Kleindienst, Diks, Moritz Nicolas, Philipp Sander und ihm besteht.

Gemeinsam gehen sie nun die erste Aufgabe im Pokal an. „Die Vorbereitung macht auch viel Spaß, aber wenn es dann um Punkte oder ums Weiterkommen im DFB-Pokal geht, kribbelt es natürlich noch mal ein bisschen mehr“, sagte Mittelfeldspieler Sander.

„Wenn man sehr fokussiert ist und gute Momente hat, kann man eine ganz tolle Pokalrunde spielen“, sagte Schröder, der sich zudem auf rund 10.000 Gladbach-Fans in der Arena des Ligakonkurrenten FSV Mainz 05 freut: „Das sorgt noch einmal für zusätzliche Motivation. Von daher sind wir heiß auf das Spiel“, fügte Schröder hinzu.

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