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Bayer 04 | RP ONLINE · Aug 13, 2026

„War das, was wir gebraucht haben“: Personal, Startelf, Arbeitsauftrag – die Erkenntnisse aus Bayers Nottingham-Test

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Leah-Josefin Oldenburg · RP ONLINE

„War das, was wir gebraucht haben“ Personal, Startelf, Arbeitsauftrag – die Erkenntnisse aus Bayers Nottingham-Test

13.08.2026 · 16:15 Uhr

 Bayer-Profi Ezequiel Fernández (l.) und Nottingham-Stürmer Dan Ndoye kämpfen um den Ball.

Bayer-Profi Ezequiel Fernández (l.) und Nottingham-Stürmer Dan Ndoye kämpfen um den Ball.

Foto: Bradley Collyer/PA Wire/dpa/Bradley Collyer

Leverkusen · Das 1:2 bei Nottingham Forest war die erste Niederlage in der Vorbereitung für die Werkself. Warum die Spieler dennoch von einem guten Test sprechen und wo vor allem Verbesserungsbedarf besteht.

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Foto: Federico Gambarini/dpa/Federico Gambarini

Personalsituation anderthalb Wochen vor dem Pflichtspielstart

Zugang Facundo Medina saß zwar mit im Flieger nach England, der Test einen Tag nach seiner Vertragsunterschrift kam für den Argentinier jedoch zu früh. Gemeinsam mit den WM-Rückkehrern Jarell Quansah und Exequiel Palacios sowie Nathan Tella und Axel Tape, die verletzungs- und krankheitsbedingt erst zu Wochenbeginn wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen waren, hatte Medina noch vor dem Abflug eine Einheit in Leverkusen absolviert. So stand das Quintett gegen Nottingham nicht im Kader, wird aber für den kommenden Test am Samstag gegen Newcastle United (16 Uhr) vermutlich wieder eine Option sein. Nicht mit nach England geflogen sind derweil Robert Andrich (Individualtraining nach muskulären Problemen), Montrell Culbreath (Fußverletzung), Kennet Eichhorn (Stoffwechselerkrankung) und Eliesse Ben Seghir (muskuläre Probleme).

Erste Erkenntnisse aus der Aufstellung

Entsprechend fehlten am Mittwoch auch einige Akteure, die Startelfkandidaten sind – allen voran Medina, Quansah und Palacios. Letzterer gilt allerdings weiterhin als möglicher Wechselkandidat. Zudem rotierte Trainer Carles Martinez noch einmal kräftig durch, wechselte im Vergleich zur vorangegangenen Partie gegen den FC Sevilla (2:1) gleich auf sieben Positionen und bot ein 4-1-4-1-System auf. In den Partien zuvor hatte Martinez ein vermutlich bevorzugtes 4-2-3-1 spielen lassen. Auf eine erste Elf hat er sich bislang offenbar noch nicht festgelegt.

Auch anderthalb Wochen vor dem Pokalspiel in Wiesbaden haben also noch einige Spieler die Chance, sich für die Startaufstellung zu empfehlen. Eigenwerbung betrieb dabei am Mittwoch erneut Patrik Schick, der sehenswert sein viertes Vorbereitungstor erzielte und schon gegen Sevilla mit zwei Jokertreffern überzeugte. Weniger gut lief es dagegen für Ernest Poku und Martin Terrier auf den offensiven Außenbahnen, die kaum dazu kamen, Chancen zu kreieren und das Spiel nach vorne zu treiben – beide könnten Bayer aber noch in diesem Sommer verlassen und sind darüber hinaus nicht die erste Wahl für diese Positionen. Auch defensiv offenbarte Bayer einige Unsicherheiten. Mit zunehmender Eingespieltheit dürften diese jedoch verschwinden: Der erste Gegentreffer resultierte aus fehlender Abstimmung in der Abwehr, beim 1:2 wurde eine Standardsituation nicht gut verteidigt.

Die Lehren aus der ersten Niederlage

„Das Ergebnis ist bitter und ärgerlich“, sagte Janis Blaswich nach der Partie. „Trotzdem war es ein guter Test für uns. Das ist das, was wir jetzt gebraucht haben: Dass wir gegen einen Gegner spielen, der Mann gegen Mann verteidigt und mit Härte kommt. Das wird uns in der Bundesliga auch erwarten.“ Das Ergebnis sei deshalb erst einmal irrelevant. Viel wichtiger sei die Erkenntnisse, die Bayer gewinnen konnte. „Wir mussten viel wegverteidigen und der Spielaufbau war schwieriger, weil der Gegner sehr aggressiv im Pressing war“, sagte der Keeper. „Für uns war es gut, zu merken, dass wir nach einem frühen Gegentor zurückkommen können.“

Ähnlich ordnete auch Schick den Test ein. „Es war ein schwieriges und sehr intensives Spiel für uns, aber gleichzeitig auch eine gute Vorbereitung. Wir haben viele Sachen gut gemacht, einiges aber auch schlecht“, sagte er. „Wir lernen viel aus diesem Spiel.“ Gerade im ersten Durchgang hatte sich Bayer zu oft in die eigene Hälfte zurückdrängen lassen und nach vorne nur wenige Lösungen gefunden. Auch nach dem Seitenwechsel ließ die Werkself phasenweise an Offensivdrang vermissen.

Dass in Ezequiel Fernández nur ein defensiver Mittelfeldmann auf dem Platz stand, machte sich gerade zu Beginn in einigen Situationen bemerkbar, als gegen den Ball zu große Lücken entstanden. Mustergültig war dagegen sein Zuspiel auf Schick vor dem Ausgleich. „Es war ein schöner Pass von Equi“, betonte der Tscheche. „Dann stand ich alleine vor dem Keeper, habe gesehen, dass er etwas vor dem Tor stand und konnte den Ball über ihn lupfen.“ Situationen, in die sich Bayer aber insgesamt zu selten an diesem Abend brachte.

Bereits am Samstag kann die Werkself zeigen, was sie aus der Partie gegen Nottingham mitgenommen hat. Dann steht der finale Vorbereitungstest bei Newcastle United an.

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