RSS Amplifier

Sport | RP ONLINE · Aug 21, 2026

Comeback bei den US Open: Neue Frisur und Hitze-Training mit Rune – Carlos Alcaraz ist wieder da

0
Sign in to vote or save

Sebastian Kalenberg · RP ONLINE

Nur ein 2025er Finalist dabei Sinner sagt für die US Open ab – Alcaraz meldet sich zurück

21.08.2026 · 16:30 Uhr

Jannik Sinner (l.) und Carlos Alcaraz (r.) standen 2025 noch im Finale der US Open.

Jannik Sinner (l.) und Carlos Alcaraz (r.) standen 2025 noch im Finale der US Open.

Foto: Antonio Calanni/AP/dpa/Antonio Calanni

Update | Madrid · Die Mission Titelverteidigung kann für den Spanier beginnen, mit einem seiner ärgsten Konkurrenten bekommt er es in diesem Jahr allerdings nicht zu tun. Bei der letzten Ausgabe hatten sie noch gemeinsam im Endspiel gestanden.

Wimbledon-Sieger Jannik Sinner hat wegen seiner anhaltenden Verletzungsprobleme die Teilnahme an den US Open abgesagt. Der Weltranglistenerste kann aufgrund seiner Beschwerden im rechten Knie beim letzten Grand Slam des Jahres (30. August bis 13. September) nicht an den Start gehen. Zuletzt hatte der Italiener bereits auf die Generalprobe in Cincinnati verzichtet.
„Obwohl ich hart mit meinem Team und dem medizinischen Stab gearbeitet habe, mussten wir eine schwierige Entscheidung treffen: Ich werde dieses Jahr nicht bei den US Open antreten können“, sagte Sinner, der nach seinem Sieg in Wimbledon kein Match mehr absolviert hat.

Beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres in New York hatte Sinner auf seinen sechsten Major-Titel gehofft. Sein größter Konkurrent Carlos Alcaraz, der zuletzt ebenfalls mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte, hatte erst am Donnerstag seine Zusage für New York gegeben.

Alcaraz schon im Modus

Dieser erinnerte mit seinen pechschwarzen langen Haaren eher an Antonio Banderas in Zorro als an den gewohnten Tennisfighter mit der raspelkurzen Wettkampffrisur. Dass bei den in kaum mehr als einer Woche beginnenden US Open der altbekannte Carlitos auf dem Platz stehen wird, daran ließ Alcaraz bei seiner knackigen Comeback-Ankündigung für das letzte Major-Turnier des Jahres keinen Zweifel: „Ich komme zurück. Here we go!“ meldete er mit erhobenem Kinn in die Kamera - kühn und selbstsicher wie Masken-Rächer Zorro.

Das Selbstvertrauen beim siebenmaligen Major-Champion scheint intakt. Wie es um sein Handgelenk steht, das weiß allerdings nur Alcaraz selbst. Wenn überhaupt: Denn nach mehr als vier Monaten Verletzungspause wegen seiner maladen Schlaghand und zwei verpassten Grand-Slam-Turnieren geht der 23-Jährige mit einer gewissen Ungewissheit ins Projekt Titelverteidigung.

Alcaraz spielte zuletzt vor über vier Monaten Tennis

Seit dem 14. April, als er beim Heimspiel in Barcelona den Finnen Otto Virtanen bezwang, hat Alcaraz kein Match mehr bestritten, fehlte bei den French Open und in Wimbledon. Wie schwer seine Verletzung wirklich war? Darüber schwieg er sich aus, Woche für Woche, befeuerte damit Spekulationen. Vielversprechende Trainingsbilder wechselten sich mit immer neuen Absagen ab, zuletzt für die Hartplatz-Masters in Montréal und Cincinnati.

Flushing Meadows, wo er 2022 seinen ersten Grand-Slam-Titel gewann und vor einem Jahr zum zweiten Mal triumphierte, wird für Alcaraz nun zum Kaltstart. Zumal die knüppelharte Hartplatz-Bolzerei nur mit restlos ausgeheiltem Handgelenk heil zu überstehen ist. Das Beispiel des früheren argentinischen US-Open-Champions Juan Martín del Potro ist ein warnendes: Der Turm von Tandil bekam seine Probleme an der notorischen Schwachstelle eines Tennisspielers über Jahre nicht in den Griff.

Sorgen bei Sinner und Zverev

Alcaraz, so ist zu vernehmen, geht nun mit seiner Rückkehr kein oder zumindest nur ein geringes Risiko ein. Wie der bestinformierte Marca-Journalist Germán Abril berichtet, trainiert Alcaraz derzeit noch bis zu vier Stunden täglich im spanischen Murcia mit dem Schläger, simuliert bei bis zu 40 Grad mit Trainingspartner Holger Rune die Intensität und die Bedingungen des New Yorker Turniers - Probleme habe er dabei nicht, könne also guten Gewissens in der kommenden Woche in den Flieger Richtung USA steigen.

Pause hin, Fragen her: Bei den US Open wird Alcaraz natürlich und gleichwohl zu den Favoriten gehören. Zumal Sinner nun gar nicht dabei ist und der andere Spieler, der in seiner Absenz einen Major-Titel holte, keineswegs sorgenfrei unterwegs ist. French-Open-Sieger Alexander Zverev schied in Montréal wie Cincinnati früh aus.

Was den so positiven Alcaraz negativ stimmen könnte? Nun: In einer kuriosen Kollaboration ließ er den italienischen Fußballtransfer-Propheten Fabrizio Romano sein Comeback anteasern. Romanos kreischerische Alarm-Phrase „Here we go!“, die sich Alcaraz nun aneignete, hatte zuletzt allerdings an Verlässlichkeit eingebüßt.

Meistgelesen

Mehr zum Thema

Aktuell wichtig

Read the original on rp-online.de

Comments

Nothing yet. Say the first thing.

    Sign in to join the conversation.