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Sport | RP ONLINE · Aug 22, 2026

Feierte mit dem Klub den Aufstieg: Ex-Fortuna-Torhüter verrät, wer sein stiller Retter in Düsseldorf war

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Patrick Nowak · RP ONLINE

Feierte mit dem Klub den Aufstieg Ex-Fortuna-Torhüter verrät, wer sein stiller Retter in Düsseldorf war

22.08.2026 · 15:31 Uhr

 Ex-Profi Raphael Wolf absolvierte als Torwart insgesamt 43 Pflichtspiele für Fortuna.

Ex-Profi Raphael Wolf absolvierte als Torwart insgesamt 43 Pflichtspiele für Fortuna.

Foto: dpa/Roland Weihrauch

Düsseldorf · Im Karriererückblick spricht der ehemalige Düsseldorfer Raphael Wolf offen darüber, warum er sich trotz einiger lukrativer Angebote für die Rheinländer entschied. Eine Person spielte für ihn eine entscheidende Rolle.

Raphael Wolf ist dem Rheinland auch nach seinem Karriereende vor drei Jahren treu geblieben. Der ehemalige Torwart wohnt weiterhin in Düsseldorf mit seiner Partnerin Marie Reim. Dazu ist der 38-Jährige auch ab und an auf dem Gelände von Fortuna zu sehen, wenn er bei den Trainingseinheiten seines Ex-Vereins zuschaut. Dass die Verbindung zur Fortuna nie abgebrochen ist, hat für Wolf sowohl sportliche als auch zwischenmenschliche Gründe.

In beiden Kategorien passte es für den gebürtigen Münchner, der im Sommer 2017 zu den Düsseldorfern wechselte, auf Anhieb. „Ich habe das als totale Chance gesehen. Mir ging es auch nicht ums Geld, denn woanders hätte ich mehr verdienen können, weil ich von Werder Bremen kam. Diese Chance und das Feeling waren da, dann ging es sehr rasch“, sagt Wolf im Transfermarkt-Videoformat „Standing Ovations – Der Karriere-Rückblick“. Der Wechsel erfolgte aber auch nur deshalb so fix, weil Fortuna sich im Werben um den Keeper mächtig ins Zeug gelegt hatte.

„Ehrlicherweise hatte ich noch ein paar Optionen. Aber Fortuna hat sich sehr um mich bemüht“, berichtet Wolf, der im Rheinland auf einen alten Weggefährten traf: Claus Reitmaier. Der ehemalige Profi war Torwarttrainer beim Hamburger SV, als Wolf dort in der Jugend spielte. In Düsseldorf kreuzten sich dann erneut die Wege der beiden, weil Reitmaier ein Jahr vor Wolfs Wechsel zu den Rot-Weißen als Torwarttrainer zur Fortuna stieß. Reitmaier, bis 2021 im Klub tätig, spielte beim Engagement des Keepers in Düsseldorf auch eine große Rolle und wurde zu seinem stillen Retter. „Mich hat es gereizt, denn ich wusste: Claus kenne ich sehr gut, er kann mich fitmachen und hat seine eigene Art und Weise, wie er mit Torhütern umgeht. Überall wo er war, haben die Torhüter sehr gut performt“, betont Wolf.

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Aufstieg mit Fortuna ist Wolfs Highlight

Die Beziehung zu seinem ehemaligen Torwarttrainer ist bis heute von enormer Wertschätzung geprägt. „Ich bin nach wie vor im Austausch mit Claus und ihm sehr dankbar, dass er mich so auf die Beine gebracht hat“, erzählt Wolf, der im August 2015 eine schwere Hüftverletzung erlitt und bis zu seinem Wechsel nach Düsseldorf gut zwei Jahre später kein Spiel mehr bestritt. Dennoch sah Fortuna etwas in ihm – besonders der damalige Coach Friedhelm Funkel, der über Wolf sagte: „Ich bin mir sicher, dass er zusätzliches Feuer ins Torwarttraining bringen wird.“

Das tat Wolf auch – und bekam nach seiner langen Leidenszeit seine Chance, weil sich seinerzeit Michael Rensing – heute Mitglied im Fortuna-Aufsichtsrat – einen Rippenbruch zuzog. Von da an sprang Wolf bis Saisonende als neue Nummer eins ein und hatte aufgrund seiner vorigen Ausfallzeit großen Respekt vor dieser Aufgabe. „Ich habe mich gefragt: Bin ich überhaupt nach der ganzen Sache so weit?“, sagt Wolf, der in der Folge 2018 zu einem Fortuna-Aufstiegshelden wurde. Es war ein Erlebnis, das ihm viel bedeutet. „Das war ein schöner Moment, das erleben zu können. Es war mein größter Erfolg“, erzählt Wolf, der sich nach 43 Pflichtspielen im Sommer 2023 aus Düsseldorf verabschiedete. Danach blieb der Keeper, den zuvor als Fortuna-Profi eine Viruserkrankung für ein Jahr außer Gefecht setzte, ohne Verein und gab im März 2024 sein Karriereende bekannt.

Seitdem hat Wolf Fortuna fest in seinem Herzen – und schaut heute noch regelmäßig dort vorbei. Irgendwann auch mal in einer Funktion? Dazu sagt Wolf: „Ich kann mir gut vorstellen, mal wieder auf Vereinsebene zu arbeiten. Da sehe ich mich. Derzeit habe ich aber anderweitig zu tun.“ Nämlich als Manager seiner Partnerin Marie Reim.

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