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Pinguine | RP ONLINE · Aug 23, 2026

Licht und Schatten in Landshut: „Haben noch viel Arbeit vor uns“ – Pinguine sammeln wichtige Erkenntnisse

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Markus Plüm · RP ONLINE

Licht und Schatten in Landshut „Haben noch viel Arbeit vor uns“ – Pinguine sammeln wichtige Erkenntnisse

23.08.2026 · 16:00 Uhr

 Tanner Kero (r.) musste mit den Krefeld Pinguinen eine Niederlage gegen seinen Ex-Klub Kölner Haie hinnehmen.

Tanner Kero (r.) musste mit den Krefeld Pinguinen eine Niederlage gegen seinen Ex-Klub Kölner Haie hinnehmen.

Foto: Maximilian Mehlko

Krefeld · Die Krefelder haben ihre ersten beiden Testspiele hinter sich gebracht. Nach dem Sieg gegen Valerenga Oslo beim Turnier des EV Landshut am Freitag zeigen die Kölner Haie dem Team von Thomas Popiesch am Samstag die Grenzen auf. Warum der Coach dennoch zufrieden ist.

Die ersten beiden Testspiele der Vorbereitung auf die DEL-Saison sind in den Büchern. Und für die Krefeld Pinguine haben sie den gewünschten Effekt gebracht. Denn die beiden Auftritte beim Vierer-Turnier des EV Landshut haben den Verantwortlichen und Spielern aufgezeigt, was bereits gut läuft – aber auch offengelegt, an welchen Dingen in den kommenden Wochen bis zum Saisonstart noch gearbeitet werden muss. Nach dem überzeugenden 6:2-Erfolg am Freitag gegen Valerenga Oslo mussten sich die Krefelder keine 24 Stunden später dem künftigen Ligakonkurrenten Kölner Haie mit 0:4 (0:2, 0:0, 0:2) geschlagen geben.

Wobei das Ergebnis gegen den Hauptrunden-Sieger der vergangenen DEL-Spielzeit letztlich deutlicher ausfiel, als es der Spielverlauf zwischenzeitlich vermuten ließ. Zwar waren die Domstädter – die bereits Anfang September in der Champions Hockey League ihr erstes Pflichtspiel bestreiten werden – das insgesamt überlegene Team und zeigten den Krefeldern phasenweise durchaus ihre Grenzen auf. Dennoch spielten die Pinguine vor allem im ersten Abschnitt noch ordentlich mit und hatten durch Roope Mäkitalo, der an der Seite von Davis Vandane als Verteidiger aufgeboten worden war, die große Chance auf den Führungstreffer – sein Schuss von der blauen Linie klatschte allerdings nur gegen den Pfosten (8.).

Jatkola strahlt viel Ruhe aus – Santos scheitert spektakulär

Insgesamt hatte Coach Thomas Popiesch im Vergleich zum Oslo-Spiel vier Wechsel im Aufgebot vorgenommen. Für Felix Bick feierte der finnische Neuzugang Juha Jatkola seine Premiere im Tor, Luca Hauf, Tim Schütz und Mark Zengerle waren für Yannick Proske, Daniel Bruch und Erik Buschmann in den Kader gerückt. Sie trugen allesamt zum durchaus ansprechenden Start in die Partie bei. Dann allerdings erhöhten die Haie das Tempo – entsprechend war die 2:0-Führung zur ersten Drittelpause, die Dominik Bokk mit einem tollen Handgelenkschuss in den Winkel (11.) und Robin Press von der blauen Linie (16.) herausgeschossen hatten, auch verdient.

Insgesamt agierten die Krefelder durchaus auf Augenhöhe, auch wenn der Respekt vor dem Gegner in der einen oder anderen Situation sichtbar wurde. So sah es auch Kapitän Alex Weiß: „Wir machen vieles richtig, sind aber teils zu abwartend.“ Dass sich im Mittelabschnitt daran nicht viel änderte, lag derweil daran, dass die Kölner das Spieltempo noch einmal verschärften. Entsprechend konnten die Pingiune größtenteils nur noch reagieren – taten das in Person von Juha Jatkola aber gut. Der junge Finne erhielt einige Gelegenheiten, sich auszuzeichnen, und strahlte trotz seiner erst 23 Jahre jede Menge Ruhe aus.

Was für die Krefelder möglich ist, wenn sie einmal selbst dazu kamen, ihr Offensivspiel aufzuziehen, zeigte sich in der 35. Minute. Max Gildon trieb mit Philip Gogulla die Scheibe in die gegnerische Zone und legte mit einem No-Look-Pass vors Tor zurück. Dort hatte sich Mathew Santos wunderbar freigelaufen, scheiterte mit seinem eigentlich perfekt temperierten Abschluss aber an einem herausragenden Save des Kölner Goalies Janne Juvonen.

Wie einfach es gehen kann, bewiesen die Haie dann kurz nach Beginn des Schlussabschnitts. Einen Schlenzer von Sennhenn fälschte Frederik Storm unhaltbar zum 3:0 ab (43.) – damit war der Deckel drauf. Der Gegentreffer stand letztlich auch sinnbildlich dafür, woran es bei den Pinguinen am Samstag haperte. Während der gesamten Partie hatten es ihre Gegenspieler zu einfach, im Slot Position zu beziehen und Juha Jatkola die Sicht zu nehmen. Freie Sicht, aber dafür keine Chance hatte der Goalie derweil beim 0:4 (59. Minute). Eine Fünf-gegen-Drei-Überzahl spielten die Haie gekonnt aus, Bokk vollstreckte zum Endstand.

Thomas Popiesch spricht von einem „guten Start“

Dieser trieb Krefelds Coach Thomas Popiesch derweil nicht die Sorgenfalten auf die Stirn. Denn er war durchaus zufrieden mit dem gesamten Wochenende: „Gestern haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht mit viel Energie, heute hat man deutlich gesehen, wo es dann auch noch hapert. Wir haben noch viel Arbeit vor uns“, so der 61-Jährige im Anschluss an die Partie. Dennoch habe er das gesehen, was er habe sehen wollen: „Wir haben gerade in den letzten Tagen auf dem Eis sehr viel gearbeitet, da fehlte vielleicht dann auch ein bisschen die Frische. Was positiv auffällt, ist, dass die Mannschaft sehr gut arbeitet, versucht Sachen umzusetzen. Und das ist erst mal ein guter ein guter Start.“

In diesen Tenor stimmte auch Philip Gogulla nach der Partie ein. „Wir haben eine Leistung gezeigt, auf der man aufbauen kann, und wissen jetzt, woran wir arbeiten müssen.“ Man werde bereit sein, wenn das erste Pflichtspiel ansteht. Knapp vier Wochen Zeit, diese Worte in die Tat umzusetzen, haben die Pinguine noch.

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