Testspiel-Auftakt vor DEL-Saison Zwei Hochkaräter in Niederbayern – Pinguine vor erster Standortbestimmung
20.08.2026 · 08:00 Uhr
Thomas Popiesch hat sein Team nun rund zwei Wochen im Eistraining gesehen. Die ersten Erkenntnisse wird er am Wochenende überprüfen können.
Foto: samla.deKrefeld · Die Krefelder werden erstmals in der Vorbereitung auf die DEL-Saison wieder aktiv ins Spielgeschehen eingreifen. Beim Vierer-Turnier des EV Landshut bekommt es das Team von Coach Thomas Popiesch mit Valerenga Oslo und den Kölner Haien zu tun. Das erwartet die Pinguine.
Ziemlich genau einen Monat vor dem DEL-Comeback gegen die Fishtown Pinguins Bremerhaven haben die Krefeld Pinguine am Wochenende die Gelegenheit, ihr aktuelles Leistungsvermögen einer Überprüfung zu unterziehen. Und das gleich doppelt. Denn beim Vierer-Turnier des EV Landshut wird das Team von Coach Thomas Popiesch sowohl am Freitag als auch am Samstag auf dem Eis der VR-Bank Landshut Arena stehen – gegen durchaus hochkarätige Konkurrenz. Am Freitag wartet der norwegische Rekordmeister Valerenga IF aus Oslo auf die Krefelder (14.30 Uhr), am Samstag kommt es dann ab 14 Uhr zum Duell mit dem DEL-Hauptrundensieger der vergangenen Saison, den Kölner Haien. Beide Partien werden live bei Sporteurope.TV übertragen.
Nicht nur beim Gastgeber freut man sich auf das attraktiv besetzte Turnier. Auch bei den Pinguinen dürften einige Akteure und Verantwortliche froh sein, sich nach intensiven und anstrengenden Sommermonaten nun endlich wieder auf dem Eis messen zu dürfen. Und die sportliche Kragenweite der beiden Konkurrenten dürfte ungefähr genau die sein, die man sich mit Blick auf die anstehende DEL-Saison gewünscht hat. Schließlich werden die Pinguine ab sofort deutlich stärker gefordert, als es noch in der vergangenen Saison der Fall gewesen war. Und so dürften die beiden Partien gegen Oslo und Köln bei den Verantwortlichen schon als erste Gradmesser angesehen werden. Dass es an der einen oder anderen Stelle unterdessen noch haken wird, ist aber ebenso erwartbar. Schließlich steht das Team erst seit dem vergangenen Montag wieder zusammen auf dem Eis, bestimmte Abläufe im Spiel sowie in der Kommunikation untereinander werden sich erst noch finden müssen.
Valerenga mit DEL-Erfahrung – Köln mit neuer Spielidee
Wie gut das funktioniert, wird sich dann erstmals am Freitag in der Partie gegen Valerenga Oslo zeigen. Denn der norwegische Rekordmeister kommt mit einem eingespielten Team nach Niederbayern. Eine erfahrene 17-köpfige norwegische Achse dominiert den Kader, ergänzt um fünf Spieler aus Schweden sowie einen Akteur aus Finnland. Vor allem die Brüder Mathis und Ken Andre Olimb dürften auch deutschen Eishockey-Fans ein Begriff sein. Der inzwischen 40-jährige Mathis Olimb spielte von 2007 bis 2009 für die Augsburger Panther in der DEL, zehn Jahre später wechselte er dann noch einmal zu den Wolfsburg Grizzlys, mit denen er im Jahr 2021 das DEL-Finale erreichte. Sein jüngerer Bruder bringt es derweil auf insgesamt zehn Jahre im deutschen Oberhaus, spielte von 2013 bis 2016 sowie 2018 bis 2021 für die Düsseldorfer EG und im Anschluss bis vergangenes Jahr noch vier Jahre für die Schwenninger Wild Wings. Beide waren zudem jahrelang im norwegischen Nationalteam unterwegs, mit dem sie bei mehreren Weltmeisterschaften sowie Olympischen Spielen antraten.
Der Gegner, auf den die Pinguine dann am Samstag treffen, ist unterdessen schon einen Schritt weiter als die Krefelder. Denn die Kölner Haie haben ihr erstes Testspiel bereits hinter sich, setzten sich am vergangenen Freitag mit 3:1 gegen die Iserlohn Roosters durch. Das Pinguine-Trainerteam dürfte also schon erste Erkenntnisse über den künftigen Ligakonkurrenten gewonnen haben – und könnte dabei zu der Erkenntnis gekommen sein, dass der Spielstil der Haie nur noch wenig mit dem zu tun hat, der die Domstädter in der vergangenen Saison durch die Hauptrunde marschieren ließ. Denn der neue Coach Thomas Berglund setzt im Gegensatz zu seinem Vorgänger nicht auf Spielkontrolle und Tempoverwaltung, sondern auf „ein kampf- und laufintensives Eishockey, mit vielen Zweikämpfen und schnellen Pässen“, wie es Haie-Kapitän Moritz Müller nach dem Sieg über Iserlohn beschrieb.
Derweil bleibt abzuwarten, mit welchem Personal die Pinguine den Weg nach Landshut antreten werden. Rekonvaleszent Zack Dybowski trainiert derzeit nur eingeschränkt, auch Neuzugang Kevin Wall stößt erst in Kürze zum Team. Sicher ist nur der Ausfall von Oliver Mebus, der sich laut „Eishockey News“ am Fuß verletzt hat und sogar operiert werden musste.
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