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Panorama | RP ONLINE · Aug 21, 2026

Rückkehr in Heimat Großbritannien: Ist jetzt eine Versöhnung von Prinz Harry und William in Sicht?

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Maren Boots · RP ONLINE

Rückkehr in Heimat Großbritannien Ist jetzt eine Versöhnung von Prinz Harry und William in Sicht?

21.08.2026 · 18:25 Uhr

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Der königliche Rebell – Das ist Prinz Harry

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Foto: ARCHIV - 16.01.2020, Großbritannien, London: Prinz Harry, Herzog von Sussex und Schirmherr der Rugby Football League, steht während der Auslosung der Rugby League Weltmeisterschaft 2021 in den Gärten des Buckingham Palace. (zu dpa „Medien: Prinz Harry in Großbritannien eingetroffen“) Foto: Kirsty Wigglesworth/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++/Kirsty Wigglesworth

London · Prinz Harry und seine Frau Meghan kehren nach sechs Jahren nach Großbritannien zurück. Das legt die Vermutung nahe, dass sich auch das eisige Verhältnis der Prinzenbrüder verbessern könnte. Wie die Chancen stehen.

Zwei Jungen in schwarzen Anzügen gehen hinter dem Sarg ihrer Mutter durch London. Trauer und Fassungslosigkeit stehen ihnen ins Gesicht geschrieben, abermillionen Menschen blicken auf die beiden und fühlen mit ihnen. Es ist September 1997 - William ist 15 Jahre alt, sein kleiner Bruder Harry zwölf, als Prinzessin Diana beerdigt wird.

Fast drei Jahrzehnte später herrscht Funkstille zwischen den beiden Prinzen. Seit September 2022 wurden sie nicht mehr gemeinsam gesehen, seit Jahren sprechen sie nicht miteinander. Harry hat William in seiner 2023 erschienenen Autobiografie als seinen „geliebten Bruder“ betitelt - und als seinen „Erzfeind“.

Harrys Autobiografie „Reserve" belastet Verhältnis zu William

In einem BBC-Interview hatte Harry im vergangenen Jahr gesagt, er würde sich „über eine Versöhnung freuen“. Zugleich räumte er ein: „Natürlich werden mir einige Mitglieder meiner Familie niemals verzeihen, dass ich ein Buch geschrieben habe.“

Gemeint ist seine Autobiografie „Reserve“. Darin rechnet Harry mit dem Königshaus und besonders mit Prinz William ab. Er beschreibt seinen Bruder als jähzornig und schildert einen Streit wegen Meghan im Jahr 2019, bei dem William ihn zu Boden gestoßen habe.

Immerhin: Zu seinem Vater hat Harry inzwischen wieder Kontakt. Im vergangenen Monat besuchten Harry und Meghan gemeinsam mit ihren Kindern König Charles III. und Königin Camilla. Für Archie und Lilibet war es das erste Treffen mit ihrem Großvater seit 2022.

Kate und Meghan: Wie die Ehefrauen den Bruderzwist prägen

Doch selbst die vor zwei Jahren bekannt gegebene Krebserkrankung des Königs hat Harry seinem Bruder nicht nähergebracht. Eine wichtige Rolle im Bruderzwist spielen Berichten zufolge die beiden Ehefrauen Kate und Meghan.

Dabei hatte Harrys Verhältnis zu Kate Middleton vielversprechend begonnen: Als William während des Studiums seine spätere Frau kennenlernte, fand auch Harry in ihr eine Vertraute. Später beschrieb er sie als „die Schwester, die ich nie hatte und immer wollte“.

Nachdem Harry 2016 die US-Schauspielerin Meghan Markle kennengelernt hatte, soll die Reaktion von William und Kate dann allerdings frostig gewesen sein. William habe ihm geraten, die Beziehung nicht zu überstürzen, schilderte Harry später.

Nach Harrys Hochzeit mit Meghan 2018 wurden beide Paare zunächst noch als „Fab Four“ gefeiert. In der Folgezeit vergnügte sich die britische Boulevardpresse dann zunehmend damit, die beim Volk beliebte Kate in Kontrast zu der als schwierig und kapriziös beschriebenen Meghan zu setzen.

Meghan über das Königshaus: „Sie fanden immer einen Weg, mich zu zerstören"

Für Meghan selbst erwies sich das Leben im Königshaus als schwierig. Sie schilderte später, sich nie wirklich integriert gefühlt zu haben. „Egal, wie sehr ich mich bemühte, sie fanden immer einen Weg, mich zu zerstören“, sagte Meghan später in einer Netflix-Dokumentation des Paares.

Ende 2019 erklärte Harry, er und William befänden sich auf „unterschiedlichen Wegen“. Anfang 2020 dann der Knall: Harry und Meghan zogen sich von ihren royalen Pflichten zurück und übersiedelten in die USA. Im Interview mit Oprah Winfrey 2021 erhoben sie unter anderem Rassismusvorwürfe gegen die Königsfamilie.

In „Reserve“ beschreibt Harry auch die unterschiedlichen Rollen der Brüder: William als künftiger König, er selbst als dessen Ersatz für den Notfall. „Ich war der Schatten, die Unterstützung“, schrieb Harry. Er sei nur als Absicherung auf die Welt gekommen für den Fall, dass William etwas zustoße.

William reagierte öffentlich nicht auf die Vorwürfe. Windsor-Experte Fitzwilliams hält eine Aussöhnung vorerst für unwahrscheinlich. Royal-Historiker Ed Owens dagegen blickt weiter voraus: Wenn William eines Tages König und damit Oberhaupt der Kirche von England werde, gehöre es zu seiner moralischen Rolle, seinem Bruder zu vergeben.

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