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Wermelskirchen | RP ONLINE · Aug 27, 2026

Anrainer des Krammarkts in Wermelskirchen: Ein gewachsenes Kirmes-Angebot für Familien

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Theresa Demski · RP ONLINE

Anrainer des Krammarkts in Wermelskirchen Ein gewachsenes Kirmes-Angebot für Familien

27.08.2026 · 06:19 Uhr

 Das Material wie die grünen Shirts für die vielen Ehrenamtlichen und die neuen Wermelskirchen-Kalender der Gemeinde liegen bereit: Sieghard Günther (l.) und Eckhard Binner freuen sich auf die Kirmestage an der Schillerstraße.

Das Material wie die grünen Shirts für die vielen Ehrenamtlichen und die neuen Wermelskirchen-Kalender der Gemeinde liegen bereit: Sieghard Günther (l.) und Eckhard Binner freuen sich auf die Kirmestage an der Schillerstraße.

Foto: Theresa Demski

Wermelskirchen · Wenn der Krammarkt beginnt, bietet die Christliche Versammlung Händlern Sanitäranlagen, Frühstück und freien Kaffee. Was vor 25 Jahren als Hilfe begann, ist heute ein Treffpunkt mit kostenlosen Kinderangeboten.

Wenn die Händler auf der Schillerstraße ihre Zelte aufschlagen, dann machen sich Sieghard Günther und Eckhard Binner auf den Weg. „In all den Jahren haben wir gute Beziehungen aufgebaut“, erzählen die beiden Vertreter der Christlichen Versammlung in der Schillerstraße. Schließlich steht das Gemeindehaus mitten im Krammarkt-Trubel.

Und seit 25 Jahren öffnet die Christliche Versammlung an den Kirmestagen ihre Türen – für die vielen Besucher auf der Suche nach einer Pause bei Kaffee und Suppe, aber eben auch für die Händler auf dem Krammarkt. Deswegen machen sich die beiden gleich zu Anfang auf den Weg von Stand zu Stand und informieren über die Möglichkeit der Nutzung der Sanitäranlagen im Gemeindehaus.

„Und wir geben Händlertassen aus, mit denen die Aussteller an allen Tagen freien Kaffee bekommen“, erzählt Günter. Wer sich morgens, noch bevor der Markt die Türen öffnet, Brötchen zum Frühstück wünscht, ist ebenfalls auf dem großen Hof der Gemeinde willkommen.

„Das ist in all den Jahren gewachsen“, erzählen die Gemeindevertreter. Damals kam die „Gefährdetenhilfe Scheideweg“ auf die Gemeinde in der Schillerstraße zu und fragte, ob sie nicht den Platz nutzen könne, um während der Kirmes ein Angebot zu schaffen. Erst mit Literatur, dann mit Pflanzen kamen die Freunde aus Scheideweg die ersten Jahre in die Schillerstraße. „Bis dahin hatten wir während der Kirmes unsere Gruppentreffen ruhen lassen, weil das Durchkommen schwierig wurde“, erinnert sich Eckhard Binner.

Aber mit der „Gefährdetenhilfe Scheideweg“ kehrte während der Kirmestage Betrieb auf das Gelände ein. Wenige Jahre später sprangen die Mitglieder der Christlichen Versammlung selber für das Programm ein. „Aus den freikirchlichen Gemeinden der Stadt kamen Kuchenspenden für das große Kuchenbuffet“, erinnern sich die beiden Männer.

Das Angebot wuchs und wuchs: Heute gibt es nach wie vor Kuchen, dazu Waffeln, Kaffee und Getränke. Es gibt verschiedene Suppen, auch vegan und glutenfrei. Auf dem Hof ist ein riesiger Aktionsbereich für Kinder entstanden – mit Kletterturm, Hüpfburg, biblischen Geschichten und kreativen Angeboten. „Das ist bei Familien auch deshalb sehr beliebt, weil es anders als der Rest der Kirmes nichts kostet“, weiß Eckhard Binner.

Die Gemeinde verkauft Selbstgemachtes – wie den neuen Wermelskirchen-Kalender mit christlichen Versen. Und direkt an der Straße bieten Gemeindevertreter nicht nur Honig, sondern auch Kalender zur täglichen Bibellese an. „Denn das ist der Grund, warum wir das alles machen: Wir erzählen von Jesus“, erklären Sieghard Günther und Eckard Binner. „Wir machen keine Werbung für unsere Gemeinde, sondern für die gute Botschaft“.

So finden am Rande des Krammarkts tiefe, manchmal seelsorgerliche Gespräche statt. Es gibt einen Infobereich im Foyer und eine große kostenlose Literaturauswahl. „Manche Menschen nehmen das Gespräch an, andere kommen zum Kaffeetrinken“, sagt Sieghard Günter. „Beide Gruppen sind willkommen“.

Die Christliche Versammlung freue sich darüber, dass in all den Jahren ein richtiger Treffpunkt in den großen Zelten auf dem Platz entstanden sei – mit etlichen Stammgästen. Das sei Kraftakt mit vielen helfenden Händen. Es mache aber auch viel Freude. Der beachtliche Erlös der Kirmestage wird im Übrigen für diakonische Zwecke gespendet – wie das Juca am Markt oder Projekte im Ausland.

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