Situation rund um Schloss Burg Wo der Bus (noch) keine Alternative ist
16.08.2026 · 14:29 Uhr
Meinung | Solingen / Wermelskirchen · Schloss Burg ist saniert, die Verkehrsprobleme bleiben: volle und zu wenige Parkplätze, lange Wege und ein ausgedünnter Wochenendfahrplan der Buslinie 266.
Schloss Burg ist und bleibt eines der beliebtesten Ausflugsziele in der Region – erst recht nach der im vorigen Jahr abgeschlossenen Rundum-Sanierung. Erwachsene frischen ihre Kindheitserinnerungen auf und kommen oft mit ihren eigenen Kindern, um ihnen das Erlebnis Mittelalter weiterzugeben – natürlich inklusive des Hinauf- oder Hinabschwebens mit der Seilbahn.
Die historische Anlage erstrahlt in neuem Glanz. Was sich allerdings nicht verändert hat, ist die Situation rund um die An- und Abfahrt zum Wahrzeichen des Bergischen Landes.
Nicht nur bei Großveranstaltungen wird die Parkplatzsituation zum Problem. Die kostenpflichtigen Stellplätze in unmittelbarer Nähe zu Schloss Burg sind schnell belegt, gleiches gilt für den kleinen Parkplatz an der Feuerwache oder die Fläche an der Talsperrenstraße. Bei großem Besucherandrang weiten sich die Fahrzeugreihen bis nach Angerscheid und Höhrath sowie in Richtung Oberwinkelhausen aus, von wo aus Schloss Burg gut zu Fuß zu erreichen ist.
Was jetzt schon an vielen Wochenenden ein großes Problem darstellt, dürfte sich verschärfen, wenn einmal eine Hängebrücke als touristisches Highlight gebaut wird. Ob der ehemalige Sportplatz in Oberburg als Parkfläche ausreichen wird, wird sich zeigen.
Viel wird über die angespannte Parkplatzsituation in Unter- und Oberburg diskutiert, jedoch nicht – oder nur ganz am Rande – über die Anbindung von Schloss Burg an den öffentlichen Nahverkehr.
Wer aus Wermelskirchen am Wochenende einen Ausflug machen möchte, wird nicht auf die Idee kommen, den Bus zu nehmen. Der Fahrplan der Buslinie 266 ist an Sams- und Sonntagen derart ausgedünnt, dass man sich nicht treiben lassen kann, sondern ganz genau auf die Uhr schauen muss, um nicht in Oberburg zu stranden.
Sollte die Hängebrücke umgesetzt werden, müssten der Rheinisch-Bergische Kreis und die Regionalverkehr Köln GmbH als Verkehrsunternehmen das Angebot zwingend ausweiten – auch um gleichzeitig eine bessere Anbindung an die Busse von und nach Solingen zu schaffen. Sonst bleibt das Auto auch weiterhin erste Wahl.
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