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Rommerskirchen | RP ONLINE · Aug 20, 2026

Ausstellung im Rathaus: „Göttin – Hexe – Lustobjekt“ – wenn Kunst die Rolle der Frau hinterfragt

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Friederike Hilgers · RP ONLINE

Ausstellung im Rathaus „Göttin – Hexe – Lustobjekt“ – wenn Kunst die Rolle der Frau hinterfragt

20.08.2026 · 04:50 Uhr

 Susanne Garding-Maak begrüßte die Gäste bei der Ausstellungeröffnung im Rathaus.

Susanne Garding-Maak begrüßte die Gäste bei der Ausstellungeröffnung im Rathaus.

Foto: Gemeinde Rommerskirchen

Rommerskirchen · Bis Ende Oktober ist im Rommerkirchener Rathaus eine Ausstellung der Künstlerin Charlotte Horn zu sehen. In ihren Werken nähert sie sich kritisch der Darstellung der Frau. Können ihre Bilder starre Sichtweisen zum Wanken bringen?

Die Künstlerin sei eine Frau, die sich nicht ohne Weiteres auf eine Rolle festlegen lasse – so beschreibt Susanne Garding-Maak die Rommerskirchenerin Charlotte Horn bei der Eröffnung ihrer Ausstellung im Rathaus. Stattdessen sei Horn eine vielseitige Frau: Gerade die Kombination aus juristischem Wissen, das sie als Volljuristin mitbringt, schriftstellerischer Ausdruckskraft und der Kreativität, mache sie zu einer interessanten Künstlerin. Mit dem Rathaus werde jetzt ganz bewusst ein öffentlicher Raum, mitten in der Gemeinde, zum Ort der Kunst. Die Hoffnung sei, dass Horns rund 30 Werke dort jetzt auch Austausch und Diskussion anregen.

Das Potenzial dazu hat die Ausstellung mit dem Titel „Grenzen des Weiblichen – Göttin, Hexe, Lustobjekt“ wohl schon des Titels wegen allemal. Horn widmet sich in den Werken der Stellung der Frau in Mythologie, Religion und Kulturgeschichte. Nach Angaben der Gemeinde gehe es der Künstlerin dabei nicht um die allein dekorative Darstellung von Frauen: Vielmehr gehe es darum, wie Frauen gesehen, verehrt, gefürchtet oder unterdrückt wurden. Außerdem gehe sie in ihrer Kunst der Frage nach, welche dieser teils historischen Vorstellungen bis heute nachwirken. Garding-Maak hoffe, dass die Ausstellung „auch die eine oder andere bisher selbstverständliche Sichtweise ins Wanken bringt.“ Und auch die Gemeinde betont in einer Mitteilung, dass die Ausstellung die Gelegenheit biete, sich mit unterschiedlichen Bildern des Weiblichen auseinanderzusetzen und die historischen Machtverhältnisse zu hinterfragen, die hinter den Bildern stehen.

Bei der Eröffnung thematisierte Garding-Maak auch den Einfluss von Horns juristischer Ausbildung auf den Bildzyklus, der bis 2023 in Acryl- und Ölfarben entstanden ist: Charlotte Horn lasse den Frauen in ihren Bildern nachträglich Gerechtigkeit widerfahren – mit den Mitteln der Kunst. Die Ausstellung ist im Rathaus noch bis Ende Oktober zu sehen.

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