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Rommerskirchen | RP ONLINE · Aug 24, 2026

Brauchtum in Rommerskirchen: Kleines Fest, große Gefühle – so feiert Vanikum

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Rudolf Barnholt · RP ONLINE

Brauchtum in Rommerskirchen Kleines Fest, große Gefühle – so feiert Vanikum

24.08.2026 · 04:50 Uhr

Die Brauchtumsfreunde hatten Glück mit dem Wetter: Unser Foto zeigt das Vanikumer Königspaar beim Festzug am Sonntagnachmittag.

Die Brauchtumsfreunde hatten Glück mit dem Wetter: Unser Foto zeigt das Vanikumer Königspaar beim Festzug am Sonntagnachmittag.

Foto: Jerome Oertel

Vanikum · Die Hubertusschützen feiern noch bis Dienstag. Im Mittelpunkt steht der jüngste König der Vereinsgeschichte: Luke Schlattmann ist erst 21 Jahre alt. Begleitet wird er von Freundin Johanna Güsgen.

Manchmal ist es gut, wenn man Freunde hat. Vor allem, wenn man Schützenfest in Vanikum feiert. Die aktuelle Zahl der Schützen liegt bei 75. Viele Gastvereine sorgen dafür, dass der Zug nicht ganz so klein ausfällt und das Zelt voll wird. Was schon überraschte: Zum Königsvogelschießen waren fünf Schützen angetreten. Das ist nicht immer so gewesen. „2019 hatten wir zum ersten Mal keinen König“, erklärte Schriftführer Heiko Seligmann. Volles Programm herrschte schon am Schützenfest-Freitag: Da wurden nicht nur die kleinen Kirmesfreunde mit einer Kinderbelustigung beglückt. Stunden später wurde auch das neue Königspaar proklamiert.

Mit seinen 21 Jahren ist Luke Schlattmann, der als Elektroniker arbeitet, nicht nur ein besonders junger König. Er ist der jüngste Schützenkönig aller Zeiten in Vanikum. An seiner Seite: Königin und Freundin Johanna. Sie studiert in Aachen Architektur. Der junge König hatte gemeinsam mit einigen Kumpels bei Zeltwirt Barrawasser gekellnert, um sich schon so früh den kleinen Luxus leisten zu können, Schützenkönig in Vanikum zu werden. Normalerweise marschiert er bei den Sappeuren mit.

Der Kirmesplatz ist minimalistisch. Die Basis-Ausstattung aber ist vorhanden: Imbissbude, Schießbude sowie eine Bude mit Leckereien wie zum Beispiel Lebkuchenherzen. Heiko Seligmann ist für jeden Schausteller dankbar, der nach Vanikum kommt, weil sich das große Geld hier nicht verdienen lässt. Am Samstagabend hatte man aber keineswegs das Gefühl, auf einer Mini-Kirmes zu sein: Während „Die Kleinenbroicher“ im Festzelt auftraten, kam schon der Bus der vor allem im Kölner Raum bekannten und geschätzten „Funky Marys“ vorgefahren. Ein positives Zeichen dafür, dass das Brauchtum in Vanikum eine feste Instanz ist, ist die Tatsache, dass es diesmal zwei Tambourcorps und zwei Musikkapellen gibt – zuletzt war es jeweils ein Klangkörper gewesen.

Um eine Residenz müssen sich die Könige in Vanikum keine Sorgen machen: Sie wird immer in der Schützenhalle errichtet. „Diese Halle ist mit rund 12.000 Euro pro Jahr ein großer Kostenfaktor und der Grund dafür, dass der Beitrag bei uns auf 100 Euro pro Jahr gestiegen ist“, erklärt Heiko Seligmann.

Der Sonntag erwies sich schnell als sonnig und nicht zu warm – ideales Schützenfestwetter. Zu den Traditionen, die gepflegt werden, gehörte auch jetzt wieder die Gefallenen- und Verstorbenenehrung. Nachmittags stand der große Festumzug mit Fahnen- und Blumenparade auf dem Programm. Im Zelt wurde auch das Kronprinzenpaar Erik und Maria Kneisel vorgestellt. Nächstes Jahr kann also mit einem Königspaar gefeiert werden. Das Programm für den Schützenfest-Montag ist übersichtlich: Für 12 Uhr ist ein Frühschoppen geplant. Am Dienstag treffen sich die Mitglieder der acht Züge dezentral zum Fischessen.

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