Imker helfen vor Ort Schon mehr als 200 Meldungen zu Hornissennestern im Kreis Wesel
26.08.2026 · 11:00 Uhr
Der Kreis Wesel und der Kreisimkerverband arbeiten bei der Bekämpfung der Asiatischen Hornisse zusammen.
Foto: Axel Heimken/dpa/Axel HeimkenIm Kreis Wesel sind seit Mai mehr als 200 Meldungen zu Nestern eingegangen. Vier ehrenamtliche Teams beseitigen sie binnen drei Tagen. Doch nun beginnt die schwierigere Phase.
Der Kreis Wesel und der Kreisimkerverband arbeiten bei der Bekämpfung der Asiatischen Hornisse eng zusammen: Der Kreis unterstützt finanziell, der Kreisimkerverband stellt ehrenamtliches Personal zur Verfügung, um den Bürgern bei der Beseitigung der Nester zu helfen. Das geht aus einer Mitteilung der Kreisverwaltung hervor.
Der Kreistag hatte Ende 2025 dafür gestimmt, 20.000 Euro zur Beschaffung von speziellen Lanzensystemen in den Haushalt einzustellen. Diese, heißt es, seien nun eingetroffen. Fachdienstleiter der Unteren Naturschutzbehörde Klaus Horstmann übergab sie offiziell den Vertretern des Imkerverbands.
Negative Auswirkungen auf die Biodiversität
„Die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse hat mögliche negative Auswirkungen auf die Biodiversität“ wird Vorstandsmitglied für den Bereich Umwelt Christian Steenpaß zitiert. „Die Menschen im Kreis Wesel können ihren Beitrag dazu leisten, die Ausbreitung zu verhindern, indem sie unkompliziert über unser Meldeportal die Nester melden. Das geschieht auf freiwilliger Basis und gibt uns als Untere Naturschutzbehörde die Möglichkeit, die Situation zu monitoren.“
Für die Beseitigung der Nester der Asiatischen Hornisse habe man bei den ehrenamtlichen Mitgliedern der Imkervereine geworben und vier Einsatzteams bilden können, die das gesamte Kreisgebiet Wesel abdecken, sagt Eckhard Uhlenbruck, Vorsitzender des Kreisimkerverbandes. „Ich freue mich sehr über die Hilfe und sehr gute Zusammenarbeit mit den ehrenamtlichen Wespen- und Hornissenberatern aus dem Naturschutz.“
Mehr als 200 Meldungen seit Einführung des Meldeportals
Parallel dazu hat der Kreis Wesel ein Meldeportal entwickelt, über das Bürger Nester angeben können. Die Meldungen gehen automatisiert bei den jeweiligen Einsatzteams ein, die dann die Beseitigung organisieren und durchführen.
„Seit Einführung des Meldeportals im Mai 2026 sind über 200 Meldungen eingegangen und die Nester durch die ehrenamtlichen Teams beseitigt worden, innerhalb von maximal drei Tagen nach Meldung. Dieses Meldesystem hat sich bereits bewährt und ist ein richtiger Selbstläufer geworden“, so Horstmann. Bei den bisher gemeldeten Nestern handele es sich um Initial- und Primärnester, ab Mitte/Ende Juli siedeln die Asiatischen Hornissen in die Sekundärnester um. Um diese zu beseitigen, würden spezielle Lanzensysteme benötigt.
Das Meldeportal für Bürger, die ein Nest entdeckt haben, findet sich auf der Website des Kreises Wesel unter www.kreis-wesel.de
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