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Radevormwald | RP ONLINE · Aug 27, 2026

Wupperorte in Radevormwald: Wupper-Martinszug feiert sein 75-Jähriges

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Stefan Gilsbach · RP ONLINE

Wupperorte in Radevormwald Wupper-Martinszug feiert sein 75-Jähriges

27.08.2026 · 06:00 Uhr

 Gerade für die Kinder ist der Martinszug immer etwas Besonderes. Zum Abschluss freuen sich die Kleinen natürlich auf die Martinstüten und den Weckmann.

Gerade für die Kinder ist der Martinszug immer etwas Besonderes. Zum Abschluss freuen sich die Kleinen natürlich auf die Martinstüten und den Weckmann.

Foto: Jürgen Moll

Wupperorte · Die Vorbereitungen für das Ereignis laufen bereits. In der kommenden Woche beginnt die Haus-zu-Haus-Sammlung. Die Bons für die Tüten werden aber auch an zwei Terminen im Bürgerzentrum angeboten.

Noch ist es nicht Herbst, doch in den Wupperorten beginnen bereits die Vorbereitungen für eine der beliebtesten Veranstaltungen an der Wupper: den Martinszug im November. In diesem Jahr gibt es einen besonderen Anlass: Der Zug feiert sein 75-jähriges Bestehen. Und mit Christin Hölzel auf dem Pferd „Rio“ gibt es auch einen neuen Sankt Martin.

Tobias Wolf vom Organisationsteam blickt zurück: „Begonnen hat dies alles, so kenne ich dies aus Erzählungen, unter anderem mit den Firmen Wülfing & Sohn in Dahlerau wie auch Schürmann & Schröder aus Vogelsmühle.“ Beide Firmen legten durch den Bau der Siedlungen, Schulen und die „patronatische Förderung“ der Arbeiterschaft den Grundstein für die Dorfgemeinschaft, somit auch für die Entstehung und den Weg des Martinzuges. Übrigens: Willi Krämer, der als erster Sankt Martin an der Wupper genannt wird, feiert in diesem Jahr seinen 93. Geburtstag. Damals verteilte er beim Umzug Äpfel, Apfelsinen und Nüsse an die Kinder. Gespendet wurden diese durch die erwähnten Firmen.

Bei den Organisatoren laufen die Vorbereitungen bereits auf Touren. Der Martinsumzug wird am Samstag, 7. November, stattfinden und beginnt, wie all die Jahre zuvor, um 17.30 Uhr an der Aula der Grundschule Auf der Brede.

Der Umzug führt die Keilbecker Straße hinunter, von dort geht es in den Schröderweg hinein und dann in den Siedlungsweg. Der Abschluss findet dann auf dem Grundstück der evangelischen Kirchengemeinde statt. Die Tüten werden vor dem Bürgerzentrum ausgegeben.

Auf dem Rasenplatz vor der Kirche wird auch das Martinsfeuer entfacht und auch wieder die Geschichte des Heiligen Sankt Martin erzählt. Der Bürgerverein für die Wupperorte bietet Glühwein und Kinderpunsch an, auch werden durch Arndt Stuckart wie in den vergangenen Jahren Würstchen zum Verzehr angeboten.

Der Martinszug wird musikalisch begleitet durch den Posaunenchor Remlingrade und dem Feuerwehrorchesters Radevormwald. „Unterstützt werden wir von den Feuerwehreinheiten des Löschzuges II der Freiwilligen Feuerwehr Radevormwald (Einheit Herkingrade, Einheit Önkfeld, Einheit Remlingrade), wie auch der Ortsverband des DRK Dahlhausen-Wupper“, kündigt Tobias Wolf an.

Für die Martinstüten wird es wieder die bekannte Haus-zu-Haus-Sammlung geben. Diese startet ab Dienstag, 1. September, und läuft bis zum 25. Oktober in den Straßen der Wupperortschaften. Das Wichtigste, die Mindestspende für den Erhalt eines Bons für eine Martinstüte, bleibt dieses Jahr bei fünf Euro bestehen. Aber gerne darf jeder aber auch mehr spenden.

„Neben dem Sammeln von Haus zu Haus, werden wir Bons für die Tüten im Bürgerzentrum und am Wuppermarkt anbieten“, berichtet Wolf. Dies hatte in den vergangenen zwei Jahren großen Zuspruch und bietet zusätzlich die Möglichkeit, an Bons zu kommen, falls jemand bei der Haussammlung nicht anwesend ist. Die Termine sind Samstag, 10. Oktober, von 11 bis 13 Uhr und am Samstag, 24. Oktober, von 11 bis 13 Uhr, jeweils im Bürgerzentrum Wupper.

Die Bons können, wie üblich, nach dem Martinzug gegen eine gut gefüllte Tüte mit Obst und Süßigkeiten – und selbstverständlich auch gegen einen Weckmann – eingelöst werden. Im vergangenen Jahr wurden rund 610 Tüten von ehrenamtlichen Helfern gepackt und ausgegeben.

Die Tradition der Martinszüge geht auf den Heiligen Martin (4. Jahrhundert) zurück. Er war ursprünglich ein römischer Soldat, bekehrte sich zum Christentum und wurde Bischof der französischen Stadt Tours. Die berühmte Mantelteilung soll bei Amiens stattgefunden haben.

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