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Radevormwald | RP ONLINE · Aug 21, 2026

Statistik zeigt interessante Fakten: In diese Städte fahren Radevormwalder zur Arbeit

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Stefan Gilsbach · RP ONLINE

Statistik zeigt interessante Fakten In diese Städte fahren Radevormwalder zur Arbeit

21.08.2026 · 17:30 Uhr

Morgens zur Arbeit fahren, in der kalten Jahreszeit bei Dunkelheit, das ist auch für viele Radevormwalder normal. Der aktuelle Pendleratlas zeigt, in welche Städte Arbeitnehmer fahren und woher wiederum Pendler aus anderen Städten nach Radevormwald kommen.

Morgens zur Arbeit fahren, in der kalten Jahreszeit bei Dunkelheit, das ist auch für viele Radevormwalder normal. Der aktuelle Pendleratlas zeigt, in welche Städte Arbeitnehmer fahren und woher wiederum Pendler aus anderen Städten nach Radevormwald kommen.

Foto: dpa/Silas Stein

Radevormwald · Der Pendleratlas 2024 zeigt: 6543 Menschen verlassen Radevormwald werktags zur Arbeit, 4961 Beschäftigte kommen in die Stadt. Zu einer Nachbarstadt bestehen die engsten Verbindungen.

Die Zeiten, in denen man zu Fuß zum Arbeitsplatz um die Ecke gehen konnte, sind für die meisten Menschen vorbei. Mit dem Auto zum Job zu fahren, ist heute das Gängige. Und viele Menschen verlassen dafür täglich ihren Wohnort und pendeln in eine andere Stadt – das tun auch viele der rund 21.500 Einwohner von Radevormwald.

Wohin die Pendler zur Arbeit fahren und woher aus anderen Städten Arbeitnehmer nach Radevormwald kommen, darüber gibt der Pendleratlas der Statistischen Landesämter Auskunft. Stets werden dabei die ausgewerteten Zahlen aus dem vorvorigen Jahr präsentiert, also aktuell für das Jahr 2024. Ein Blick in die Zahlen verrät Interessantes.

Dabei zeigt sich, dass der größte Teil der Pendler – 6543 Personen – Radevormwald verlässt. Diese Zahl hat sich seit dem Jahr 2023 nur um wenige Personen verändert. Die Pendlerquote, also der Anteil an allen in einer Gemeinde wohnhaften Erwerbspersonen, beträgt 57,2 Prozent, im Jahr 2023 waren es 56,7 Prozent. Im Vergleich dazu beträgt die Zahl der Berufstätigen, die nach Radevormwald zur Arbeit kommen, 4961 Personen. Hier ist die Zahl in einem Jahr gesunken, 2023 waren es noch 5080 Einpendler.

Interessant ist, dass es Anfang der 2020er Jahre einen Anstieg bei den Auspendlern gab, im Jahr waren es noch 6309. Zeitgleich zeigte sich ein Rückgang bei den Einpendlern (2021: 5102). Bei den Radevormwaldern, die innerhalb der Stadt zur Arbeit pendeln, zeigte sich 2024 der Wert von 4890 Personen, das ist ein leichter Rückgang im Vergleich zu 2023 (5006 Personen). Hier hat sich seit den frühen 2020ern wenig geändert, im Jahr 2021 fuhren 5019 Menschen innerhalb der Stadt zur Arbeit.

Doch in welche Städte fahren die Arbeitnehmer, die morgens Radevormwald verlassen? Der überwiegende Teil fährt nach Remscheid (1760 Personen) und nach Wuppertal (1133). Auf Platz drei bei den Auspendlern liegt die Nachbarstadt Hückeswagen, dorthin zieht es zur Arbeit 433. Nach Wermelskirchen fahren 429 Personen aus Radevormwald, nach Wipperfürth 198. Diese Zahlen weichen nicht allzu sehr von jenen im Jahr 2023 ab.

Viele Menschen im Bergischen fahren zur Arbeit in den Rhein-Metropolen Düsseldorf und Köln. In die Landeshauptstadt zieht es 226, in die Domstadt 206.

Wie schon im Jahr 2023 fällt auf, dass die Grenze zum Ennepe-Ruhr-Kreis und zum Märkischen Kreis auch bei den Pendlerzahlen spürbar ist. Obwohl Schwelm, Ennepetal und Halver ebenso gut erreichbar sind wie Hückeswagen oder Wermelskirchen, liegen die Pendlerzahlen auf einem niedrigeren Niveau. 2024 fuhren nach Schwelm zur Arbeit 156 Personen, nach Halver 140 und nach Ennepetal 137.

Wie sieht es nun aus mit den Menschen, die nach Radevormwald pendeln? Auf Platz eins liegt wie im Jahr 2023 die benachbarte Großstadt Remscheid, von dort kommen 1138 Einpendler. Auf Platz zwei liegt Wuppertal, von dort kommen 586 Pendler. Aus Hückeswagen zieht es 563 Menschen nach Radevormwald zur Arbeit.

Weniger Pendler kommen zur Arbeit aus Wipperfürth (277), aus Halver (252) oder aus Wermelskirchen (251). Von den Menschen im Ennepe-Ruhr-Kreis pendeln die meisten aus Ennepetal (163), aus Schwelm sind es 119. Bemerkenswert ist, dass 100 Personen aus Lüdenscheid in Radevormwald arbeiten. Und 86 kommen täglich aus Hagen in die Stadt auf der Höhe.

Aus den westfälischen Nachbarstädten zieht es noch am ehesten die Halveraner nach Radevormwald zur Arbeit, es sind 252 Personen. Damit ist Radevormwald die dritthäufigste Stadt für Auspendler aus Halver, hinter Lüdenscheid und Schalksmühle.

Interessant ist ein Vergleich der Auspendlerquote von Radevormwald mit der von Hückeswagen. In der Schloss-Stadt liegt sie mit 67,1 Prozent deutlich höher, allerdings ist sie von 2023 nach 2024 um drei Prozent zurückgegangen. Die meisten Hückeswagener pendeln nach Remscheid und Wipperfürth, Radevormwald war hier 2023 noch auf Platz drei, doch hier ist Wermelskirchen an der Bergstadt vorbeigezogen, Radevormwald nimmt nun Rang vier ein.

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