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Neuss | RP ONLINE · Aug 21, 2026

Verbesserungen für die Rathaustiefgarage: Neuss tauscht umstrittene Fahrradständer im „Radhaus“ aus

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Christoph Kleinau · RP ONLINE

Verbesserungen für die Rathaustiefgarage Neuss tauscht umstrittene Fahrradständer im „Radhaus“ aus

21.08.2026 · 06:00 Uhr

 Die „Käfige“ rund um die Fahrradabstellanlagen in der Rathaustiefgarage bleiben, doch wird in diesen Tagen zumindest eine eingeforderte Verbesserung umgesetzt.

Die „Käfige“ rund um die Fahrradabstellanlagen in der Rathaustiefgarage bleiben, doch wird in diesen Tagen zumindest eine eingeforderte Verbesserung umgesetzt.

Foto: Simon Janssen

Neuss · Im Neusser „Radhaus“ weichen die kritisierten Einstellbügel neuen Anlehnbügeln. Die Grünen sehen weitere Probleme, denn sie hatten sich noch mehr Verbesserungen gewünscht. Die gibt es zumindest in einem Punkt auch für Autofahrer.

In der Rathaustiefgarage kann die Parkgebühr jetzt endlich, wie viele Nutzer meinen, bargeldlos beglichen werden. Der Kassenautomat, der bislang nur abgezähltes Kleingeld zu schlucken bereit war, wurde nach Angaben von Stadtpressesprecher Marc Bohn nachgerüstet. Damit ist das von seinen Planern so genannte smarte Parkhaus tatsächlich ein bisschen mehr im digitalen Zeitalter angekommen.

Dass an dem Kassenautomaten herumgeschraubt wurde, freut Andrea Wilhaus, die mobilitätspolitische Sprecherin der Grünen, nicht so sehr wie die Tatsache, dass zeitgleich Verbesserungen an den Fahrradabstellanlagen im „Radhaus“ vorgenommen werden. Denn von der Art, wie sich diese seit Anfang des Jahres präsentieren, war die Grünen-Fraktion sehr enttäuscht. „Lieblos“ nennt Wilhaus, die die Tiefgarage auch nur ein einziges Mal besucht hat, das Ergebnis.

Im April hatten sich CDU und SPD darauf verständigt, die Rathaustiefgarage ab Mai wieder für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Bis dahin war die Tiefgarage während der Öffnungszeiten der Verwaltung für Autofahrer nur nutzbar, wenn sie einen Termin im Rathaus hatten. Die technischen Anpassungen, die für die Umstellung nötig waren, sollten schnell abgeschlossen werden. In diesem Zusammenhang teilte der SPD-Fraktionsvorsitzende Sascha Karbowiak schon Anfang August mit, dass Verbesserungen für die Fahrrad-Abstellplätze angekündigt seien. Aber ob sie die Fraktion der Zweiradfahrer überzeugen?

Nach Angaben von Nora Weichelt von der städtischen Pressestelle werden derzeit in den beiden getrennten Stellplatzzonen die Fahrradständer ausgetauscht. Bislang gab es dort sogenannte Einstellbügel. Zwischen die beiden Metallbügel passen aber gerade breite Fahrradreifen nicht hinein, sodass die Fahrräder an diesen Reihenfahrradständern nicht angekettet werden konnten. Diese von Kritikern auch als Felgenkiller beschriebenen Einrichtungen werden jetzt gegen Anlehnbügel ausgetauscht, an die jedes Fahrrad angeschlossen werden kann. „Der Verwaltung ist daran gelegen, dass das ,Radhaus‘ von allen Fahrradfahrern genutzt werden kann“, sagt Weichelt. Die Zahl der Stellplätze verringere sich durch den Wechsel nur minimal.

Weitere Verbesserungen aber gibt es nach Darstellung der Pressestelle nicht, nur der Zugang zu dem abgetrennten und abschließbaren Bereich für die Rathausbediensteten soll vergrößert werden. Das hatten die Grünen auch für den öffentlichen Teil gewünscht, weil man dort kaum ein Lastenrad hineinrangieren kann. Weitere Kritikpunkte waren die zu schmale Durchfahrt beiderseits der Ein- und Ausfahrschranken sowie eine fehlende Beschilderung, die auf die kostenlos zu nutzende Fahrradgarage hinweist.

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