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Neuss | RP ONLINE · Aug 20, 2026

Weniger Elterntaxis in Neuss: Grüne wollen Schulstraßen zur Dauerlösung machen

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Simon Janßen, Beate Berrischen · RP ONLINE

Weniger Elterntaxis in Neuss Grüne wollen Schulstraßen zur Dauerlösung machen

20.08.2026 · 04:50 Uhr

Ein Schild mit der Aufschrift „Haltestelle Elterntaxi“ steht vor einer Grundschule.

Foto: Sebastian Kahnert/dpa/Sebastian Kahnert

Neuss · An fünf Neusser Schulen werden seit vergangenem Jahr sogenannte Schulstraßen getestet. Mit den temporären Sperrungen soll vor allem die Elterntaxi-Problematik eingedämmt werden. Die Grünen wollen aus dem Pilotprojekt nun eine Dauerlösung machen.

Mit Ende der Herbstferien 2025 fiel in Neuss der Startschuss für die sogenannten Schulstraßen. Seitdem sperren die Eltern der Pestalozzi-, der Martin-Luther-Schule, der Kreuz- und der Leoschule sowie des Quirinus-Gymnasiums an jedem Schultag von 7.30 bis 8 Uhr die Straßen rund um die Schulen für den motorisierten Verkehr. Mütter und Väter, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, müssen ihre Kinder seither in sogenannten Kiss-and-Ride-Zonen absetzen. Die Sperrungen werden mit Verkehrszeichen und zusätzlichen Leitkegeln, die von Verkehrshelfern aus Elternschaft und Schule aufgestellt werden, gesichert. Im Gespräch mit unserer Redaktion hatte Norbert Jurczyk, Leiter des Amtes für Verkehrsangelegenheiten, zuletzt ein positives Fazit gezogen. Demnach habe sich die Zahl der Elterntaxis an den teilnehmenden Schulen spürbar reduziert.

Die Neusser Grünen wollen diese positiven Erkenntnisse nun zum Anlass nehmen, um aus dem Pilotprojekt eine dauerhafte Lösung zu machen – und nehmen dafür zunächst vor allem die Leoschule in den Blick. Auch dort sei das Verkehrschaos durch die Schulstraße deutlich reduziert worden. „Wir sind den Eltern dankbar, dass sie sich ein Jahr lang eingebracht haben, um das Pilotprojekt Schulstraße zu erproben“, sagt Fabian Grewing, Stadtteilbetreuer bei den Grünen für die Furth.

Um die dauerhafte Lösung zu ermöglichen, schlagen die Grünen einen aus ihrer Sicht einfachen und kostengünstigen Schritt vor. Durch temporär eingesetzte Steckposten lasse sich der Abschnitt der Schulstraße zu den Bring- und Holzeiten zuverlässig sperren, ohne dass Eltern jeden Morgen bei Wind, Kälte und Dunkelheit vor Ort stehen müssen. Bei den bevorstehenden Umbauarbeiten am Kivitzbusch (wo sich die Leoschule befindet) sollen auf Vorschlag der Grünen die nötigen Vorrichtungen für solche Steckpoller eingebaut werden. „Die Umbauplanung am Kivitzbusch läuft bereits, sollten die Steckpoller jetzt nicht mitgedacht werden, ist das günstige Zeitfenster vorbei. Eine spätere Nachrüstung wäre unnötig teuer“, heißt es in einer Mitteilung.

Zusätzlich wollen die Grünen prüfen lassen, ob der Nordpark-Parkplatz nach der Sanierung der Ringerhalle wieder als Hol- und Bringzone für die Schulkinder genutzt werden kann. Im zuständigen Bezirksausschuss Nordstadt fand ihr Antrag keine Mehrheit. Deshalb bringen die Grünen ihn jetzt direkt in den Mobilitätsausschuss ein, der am 3. September das nächste Mal zusammenkommt.

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