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Nettetal | RP ONLINE · Aug 24, 2026

Kulturherbst in Nettetal: Die Stadt wird zur Bühne

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Viktoria Pehlke · RP ONLINE

Kulturherbst in Nettetal Die Stadt wird zur Bühne

24.08.2026 · 17:10 Uhr

 Mit „La Finesse – KlangFarbenSpiel“ steht ein Unplugged-Konzert eines Streichquartetts auf dem Spielplan – ganz nach dem Motto „von Bach bis AC/DC“.

Mit „La Finesse – KlangFarbenSpiel“ steht ein Unplugged-Konzert eines Streichquartetts auf dem Spielplan – ganz nach dem Motto „von Bach bis AC/DC“.

Foto: Stadt Nettetal

Nettetal · Bei „Kultur umme Ecke“ geht es um kurze Wege und große Unterhaltung. Im Herbst wird es farbenfroh, lustig und selbstironisch. Gleichzeitig sollen die Veranstaltungen zum Nachdenken anregen.

Der Kulturherbst in Nettetal wird bunt, abwechslungsreich und gewiss nicht langweilig: Denn mit „Kultur umme Ecke“ hat die Nettekultur ein Programm für die neue Spielzeit angekündigt, das Unterhaltung ohne lange Wege, direkt vor Ort verspricht. „Der Sommer endet. Aber unsere neue Spielzeit bleibt heiß“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Bereits im September beginnt die Spielzeit.

Den Auftakt macht der Schauspieler und Entertainer Ingolf Lück mit der Mediensatire „Seite Eins“ von Johannes Kram. In der Ein-Mann-Inszenierung geht es um die große Frage nach Verantwortung in den Medien. Ingolf Lück schlüpft dabei in die Rolle des Medienprofis Marco. Der ist Boulevardjournalist aus Überzeugung, ständig auf der Jagd nach gut verkäuflichen Storys.

Dann lernt er Lea kennen, eine Musikerin, die noch frisch in der Branche ist. Sie lässt sich von dem Journalisten einlullen und verliert durch seine zusammenfantasierten Geschichten ihren guten Ruf. Doch die junge Musikerin wehrt sich. Das Stück nimmt Mechanismen der Medienwelt unterhaltsam und kritisch unter die Lupe. Es fragt: Wo hört investigativer Journalismus auf und wo fängt menschenunwürdige Berichterstattung an?

Das Theater soll das Publikum zum Lachen bringen und zum Nachdenken anregen, heißt es in der Ankündigung. Spielort ist die Kultur-Aula der Realschule in Nettetal. Die Vorstellung beginnt um 19.30 Uhr.

Jens Heinrich Claassen präsentiert Musik-Comedy-Programm

Nur wenige Tage später, am Dienstag, 22. September, geht es weiter mit dem Kulturherbst: Der Musik-Comedian Jens Heinrich Claassen präsentiert sein Programm „Keine Ursache“ – ebenfalls in der Kultur-Aula.

Claassen erzählt mit Charme und Selbstironie von den kleinen und großen Herausforderungen des Lebens. Sein Problem ist nämlich: Er ist zu nett. Claassen bedankt sich ständig und entschuldigt sich immerzu. Darum erzählt der Komiker vom Überleben in einer Gesellschaft, in der die Höflichkeit ein Relikt aus vergangenen Tagen zu sein scheint.

Claassen verbindet Comedy mit Kabarett und Musik. Er spielt zwischendurch am Klavier und komponiert Lieder aus seinen persönlichen Erzählungen und humorvollen Beobachtungen. Weil die Veranstaltung schon jetzt nahezu ausgebucht ist, ist ein weiterer Termin am 23. September angesetzt. Beide Vorstellungen starten um 19.30 Uhr.

Streichquartett von Bach bis AC/DC

Auch musikalisch wird es in der Nettekultur im Herbst außergewöhnlich: Das Streichquartett „La Finesse“ spielt mit „Klangfarbenspiel“ ein Unplugged-Konzert nach dem Motto „Von Bach bis AC/DC“.

Die vier Musikerinnen verbinden unterschiedliche Stilrichtungen auf ihren klassischen Instrumenten und überraschen mit ungewöhnlichen musikalischen Begegnungen. „La Finesse“ kombiniert Stücke von den Rolling Stones und Sergei Prokofiev, sodass ein farbenfrohes Konzerterlebnis die bekannten Melodien ganz neu erlebbar macht. Das Konzert findet in der Alten Kirche in Lobberich am Samstag, 3. Oktober, um 18 Uhr statt.

Programm im Herbst ist nur der Auftakt

Die Veranstaltungen im Herbst sind nur der Anfang einer abwechslungsreichen Spielzeit. Die Nettekultur umfasst in diesem Jahr insgesamt mehr als 30 Veranstaltungen im Bereich Comedy, Musik, Kabarett und Schauspiel. Spielorte sind unter anderem die Stadtbücherei in Nettetal und die Alte Kirche in Lobberich.

Das Werner-Jaeger-Forum wird derzeit saniert und modernisiert. Sollte es im Laufe der Spielzeit bespielt werden können, werden einige Veranstaltungen auf die dortige Bühne umziehen. Einen Vorteil hat das Ganze dennoch: Die Idee der „kurzen Wege“ zu den jeweiligen Veranstaltungen ist dadurch gegeben, dass die Spielstätten in der ganzen Stadt verteilt sind.

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