Stadt setzt Frist Warum in Nettetal knapp 40 Gräbern die Einebnung droht
22.08.2026 · 10:22 Uhr
Nettetal · Die Stadt Nettetal hat Nutzungsberechtigten von Reihen- und Wahlgräbern eine letzte Frist zur Pflege gesetzt. Wer bis dahin der Pflege nicht nachkommt, muss damit rechnen, dass das jeweilige Grab eingeebnet wird.
Gräber müssen regelmäßig gepflegt und in einem ordentlichen Zustand gehalten werden. So sieht es die Friedhofsordnung vor. Die Stadt Nettetal hat jetzt eine Liste von Reihen- und Wahlgräbern veröffentlicht, die von den zuständigen Bürgerinnen und Bürgern nicht gepflegt werden und daher Stück für Stück verwildern. Normalerweise werden die Nutzungsberechtigten schriftlich zur Pflege aufgefordert, die Arbeiten zu erledigen. Doch nicht immer, kann die Stadt diese Menschen erreichen.
„Da die aktuellen Anschriften der Nutzungsberechtigten teilweise nicht ermittelt werden konnten oder diese auf schriftliche Aufforderungen zur Pflege nicht reagiert haben, besteht letztmalig die Möglichkeit, die genannten Grabstätten bis zum 15. Oktober 2026 ordnungsgemäß herzurichten“, schreibt die Stadt in ihrer Mitteilung. Sollte die erforderliche Pflege bis zu diesem Zeitpunkt nicht erfolgen, würden die betroffenen Gräber unmittelbar danach auf Grundlage der geltenden Friedhofssatzung der Stadt Nettetal eingeebnet.
Betroffen sind Gräber auf den Friedhöfen in Breyell, Hinsbeck und Lobberich. Konkret geht es um folgende Grabstätten: Bei den Reihengräbern handelt es sich auf dem Friedhof Breyell um die Grabstellen XIV/28/12, XOG/1/8 und XVOG/2/2, auf dem Friedhof Hinsbeck um III/1/7 und V/1/19-20 sowie auf dem Friedhof Lobberich um X/5/2, X/5/3, X/5/4, X/6/5, X/7/4, XIV/5/23-24, XIV/8/5-6, XVI/2/2-3 und XVI/2/7-8. Bei den ungepflegten Wahlgräbern sind in Breyell A 56+57, in Hinsbeck G 39, in Kaldenkirchen G 175 und P 4, in Leuth A 11, A 91, B 90 und B 91 sowie in Lobberich A 15+16, B 208, C 114, C 177, C 327+328, D 113, E 7, E 75, E 123, E 216-217 und G 281 betroffen. Anhand der Bezeichnung kann jeder Nutzungsberechtigte erkennen, ob sein Grab betroffen ist.
„Wir tun wirklich alles, um die Leute, die sich um die Gräber kümmern, zu erreichen“, hatte Heike Meinert, Betriebsleiterin der Abteilung Stadtgrün schon im Mai gesagt. Auch zu diesem Zeitpunkt gab es bereits zahlreiche ungepflegte Gräber.
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