Neues Angebot in Moers Seelsorgerinnen hören Trauernden auf dem Friedhof zu
25.08.2026 · 16:15 Uhr
Die Seelsorgerinnen Anke Prumbaum (von links), Ulrike Kaufmann, Sabine Beier und Felicitas Knuth stehen auf dem Friedhof Hülsdonk für Gespräche bereit.
Foto: EnniMoers · Jeden Mittwoch stehen im Eingangsbereich des Hauptfriedhofs Hülsdonk Seelsorgerinnen bereit. Gespräche sind kostenlos und ohne Anmeldung möglich. Was steckt hinter dem Angebot?
Trauer teilen, Erinnerungen bewahren oder einfach mit jemandem sprechen: Dafür gibt es auf dem Hauptfriedhof Hülsdonk künftig ein neues Angebot. Ab dem 2. September sind jeden Mittwoch von 14.30 bis 16.30 Uhr ehrenamtliche Seelsorgerinnen im Eingangsbereich des Hauptfriedhofs anzutreffen. Unter dem Motto „Ein offenes Ohr für dich. Dasein, Zuhören, Zeit haben.“ laden sie Friedhofsbesucherinnen und -besucher zu einem vertrauensvollen Gespräch ein.
„Friedhöfe sind besondere Orte. Viele Menschen kommen hierher, um der Verstorbenen zu gedenken, Ruhe zu finden oder nachzudenken. Nicht selten entsteht dabei auch das Bedürfnis, Gedanken, Erinnerungen oder Sorgen mit jemandem zu teilen“, sagte Marcus Petrausch, Abteilungsleiter der Enni Stadt & Service, die die zehn Moerser Friedhöfe betreibt. Von der Idee eines offenen Gesprächsangebots war er sofort überzeugt.
„Wir möchten einfach da sein, zuhören und Zeit schenken“
Der Impuls für das Angebot kam von Pfarrerin Anke Prumbaum, die in Moers unter anderem für ordnungsrechtliche Bestattungen sowie für Beerdigungen und Beisetzungen von Sternenkindern zuständig ist – Kindern, die vor, während oder kurz nach der Geburt gestorben sind. „Wir möchten einfach da sein, zuhören und Zeit schenken“, sagte Prumbaum. „Manchmal hilft schon ein Gespräch, um Belastendes auszusprechen oder Erinnerungen zu teilen. Wer uns ansprechen möchte, ist herzlich willkommen.“
Kostenlos und vertraulich
Die Gespräche sind kostenlos, unverbindlich und ohne Anmeldung möglich. Konfession, Religion oder Weltanschauung spielen dabei keine Rolle. Die Seelsorgerinnen sind an ihren orangefarbenen Schals erkennbar und während der Präsenzzeiten ansprechbar. Sie drängen sich jedoch niemandem auf. Vertraulichkeit und Verschwiegenheit haben laut Enni oberste Priorität.
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