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Mönchengladbach | RP ONLINE · Aug 25, 2026

NRW-Fahrmeisterschaft in Schaag: Kampmanns besonderer Auftritt vor der Haustür

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Paul Offermanns · RP ONLINE

NRW-Fahrmeisterschaft in Schaag Kampmanns besonderer Auftritt vor der Haustür

25.08.2026 · 12:00 Uhr

 Miriam Kampmann vom RFV Schaag (mit ihrem Bruder Marius Kampmann als Co-Piloten) vor vier Jahren bei der NRW-Meisterschaft in Schaag-Rieth.

Miriam Kampmann vom RFV Schaag (mit ihrem Bruder Marius Kampmann als Co-Piloten) vor vier Jahren bei der NRW-Meisterschaft in Schaag-Rieth.

Foto: Leonie Minten

Fahrsport · Miriam Kampmann vom RFV Schaag startet bei der NRW-Meisterschaft vor heimischer Kulisse. Warum sie mit ihrem Pony „Matteo“ allerdings keinen Heimvorteil sieht – trotz einiger Erfolge bei vergangenen Turnieren.

Miriam Kampmann vom RFV Schaag gewann im Vorjahr gemeinsam mit ihrem Bruder Marius als Co-Piloten die Rheinische Meisterschaft. Den Titel errangen die beiden in der Kategorie Einspänner-Ponys mit ihrem Pferd „Luminahofs Matteo“ in Rheurdt. Für Kampmann war es der erste rheinische Titel mit dem elfjährigen, dunkelbraunen New-Forest-Pony. Es war der Startschuss für eine ganze Reihe von Siegen auf S-Niveau.

Im Fahrsport ist die 29-Jährige seit ihrem achten Lebensjahr aktiv. Über ihre Eltern kam sie zum Pferdesport. „Nach Dressur und Springen bin ich zum Fahrsport gewechselt“, sagt sie.

Als 15-Jährige siegte sie beim Bundes-Nachwuchs-Championat.

Anschließend startete sie insgesamt sieben Jahre lang in Hessen und feierte dort mehrere Meistertitel. Zunächst fuhr sie mit zwei Ponys, später mit dem Haflinger namens „Adonis“.

„Er hatte viel mehr Spaß, im Einspänner zu laufen“, sagt Miriam Kampmann. Auf ihr Pferd „Smokie“, das vor vier Jahren bei der NRW-Meisterschaft in Schaag dabei war und nun sein Rentnerdasein genießt, folgte schließlich ihr aktuelles Pferd „Matteo“, mit dem sie seit zweieinhalb Jahren fährt. „Er war sehr unerfahren und kannte keine Turniere“, sagt Miriam Kampmann über die gemeinsamen Anfänge.

Für die weitere Entwicklung ihres Pferdes ist sie sehr optimistisch: „Wir wachsen immer mehr zu einem Team zusammen.“

Bei der NRW-Fahrmeisterschaft vom 27. bis 30. August in Schaag hat sie als Lokalmatadorin, die nur wenige Meter vom Turniergelände entfernt wohnt, keinen Heimvorteil. „Dort, wo wir trainieren und zu Hause sind, sieht im Vergleich zum Alltag bei der NRW-Meisterschaft aufgrund besonderer organisatorischer Maßnahmen alles etwas anders aus. Dann fällt es Matteo schwerer, sich zu konzentrieren. Das alles spürt er“, sagt sie.

Dressur, Kegelfahren und Marathon (Gelände) stehen für die beiden auf dem Programm. Die Geländestrecke können sie vorher allerdings nicht besichtigen. Das ist Matteos Lieblingsdisziplin. „Er hat Spaß am Speed und kämpft bis zum Schluss“, sagt Kampmann. Wenn die beiden nicht gerade an einem Wettkampf teilnehmen, trainieren sie täglich.

Wie schätzt sie ihre Chancen auf den Titel ein? „Das ist schwer einzuschätzen, denn es sind viele starke Fahrer am Start.“ Das gesamte Organisationsteam in Schaag gab sich im Vorfeld große Mühe bei der Vorbereitung der NRW-Meisterschaften in Rieth. Dank der Unterstützung zahlreicher Helfer konnte bereits vieles vorbereitet und auf die Beine gestellt werden.

„Im Fahrsport ist es ohnehin ein wenig wie in einer großen Familie – man unterstützt sich gegenseitig, packt gemeinsam an und freut sich miteinander über das, was am Ende entstanden ist“, sagt Miriam Kampmann.

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