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Mönchengladbach | RP ONLINE · Aug 22, 2026

Hockey-WM 2026: DHB-Herren bangen ums Weiterkommen – Damen verpassen Halbfinale

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Alexander Luca Alan · RP ONLINE

Hockey-WM 2026 DHB-Herren bangen ums Weiterkommen – Damen verpassen Halbfinale

22.08.2026 · 22:13 Uhr

Für die DHB-Herren war es ein gebrauchter Abend bei der WM 2026 	Foto: Dirk Waem/dpa

Für die DHB-Herren war es ein gebrauchter Abend bei der WM 2026 Foto: Dirk Waem/dpa

Foto: Dirk Waem//dpa/Dirk Waem

Hockey-WM · Die deutschen Hockey-Herren müssen einen Dämpfer in der Zwischenrunde der WM 2026 hinnehmen. Niederlage gegen Spanien, das Halbfinale steht auf dem Spiel. Bei den Damen steht der weitere Turnierweg schon fest.

Mit einer guten Ausgangslage war die Herren-Nationalmannschaft in die zweite Gruppenphase der WM in den Niederlanden und Belgien gegangen. Bereits drei Punkte nahm man aus den beiden Siegen gegen Malaysia und Belgien sowie dem Unentschieden gegen Frankreich aus der ersten Gruppe mit. Im ersten von zwei Spielen ging es dabei am vergangenen Freitagabend gegen Spanien und für Deutschland lief es nicht nach Plan. Mit 1:2 musste sich die Mannschaft von Bundestrainer André Henning in einem engen Duell geschlagen geben.

Deutschland hatte zunächst mehr vom Spiel und erspielte sich die besseren Möglichkeiten. Christopher Rühr und Paul-Philipp Kaufmann kamen zu Abschlüssen, konnten die Führung aber noch nicht erzielen. Spanien konzentrierte sich zunächst vor allem auf die Defensive.

Im zweiten Viertel belohnte sich die deutsche Mannschaft. Michel Struthoff brachte den Ball von der linken Seite in den Kreis, wo Justus Weigand zum 1:0 in der 26. Minute den Ball im spanischen Tor versenkte. Doch lange hielt die deutsche Führung nicht, denn vier Minuten später fanden die Spanien den Weg zurück ins Spiel. Routinier Christopher Rühr foulte den Spanier Xavier Gispert, anschließend verwandelte José Basterra den Siebenmeter zum 1:1-Halbzeitstand.

Spanien trifft in der Schlussphase

Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie ausgeglichener. Paul-Philipp Kaufmann verfehlte mit einem Heber die erneute deutsche Führung. Auf der anderen Seite kam Spanien nun häufiger vor das Tor von Keeper Jean Danneberg und erarbeitete sich mehrere Strafecken. Beide Mannschaften hätten in dieser Phase bereits in Front gehen können.

Die Entscheidung fiel im Schlussviertel. Nach einem abgefälschten Ball versuchte Danneberg zu klären, brachte die Kugel dabei aber zu Basterra. Der Spanier traf aus spitzem Winkel zum 2:1 (50.) und markierte seinen zweiten Treffer des Spiels. Deutschland erhöhte anschließend den Druck und nahm drei Minuten vor Schluss den Torhüter vom Feld. Kurz vor dem Schlusspfiff spielte Kapitän Tom Grambusch einen verzweifelten Ball in den Schusskreis, den gleich zwei deutsche Akteure verpassten und Spanien so die Führung ins Ziel brachte.

Ein klarer Dämpfer für die deutschen Ambitionen. Das Halbfinale ist aber weiter möglich, dafür muss man gegen Australien am Sonntag (23. August) um 17.30 Uhr den Showdown gewinnen. Kapitän Tom Grambusch wird nach dem Spiel deutlich: „Ich bin sehr enttäuscht. Wir hatten in der ersten Hälfte alles im Griff und haben dann nach der Pause den Faden verloren. Wir haben ihnen das zweite Gegentor geschenkt und haben es am Ende auch nicht geschafft, Chancen herauszuspielen."

DHB-Damen verpassen das Halbfinale

Während die Herren, dank ihrer starken Vorrunde, trotz der Niederlage weiter vom Halbfinale träumen können, waren die Damen in ihrem Duell gegen Belgien am Samstagnachmittag zum Siegen verdammt.

Die Damen-Auswahl brauchte im ersten Viertel einige Minuten, um in die Partie gegen die Belgierinnen zu kommen, die von den vielen Heimfans in Wavre nochmal extra gepusht wurden. Einen ersten Konter nach einer vereitelten belgischen Strafecke konnten Lynn Krings und Friederike Heusgen in der 6. Minute nicht sauber zu Ende spielen. Belgien zeigte sich cleverer und so nutzte Delphine Marien einen Steilpass ihrer Mitspielerin Judith Vandermeiren zum 1:0-Führungstreffer in der 23. Minute. Torhüterin Finja Starck, die auch im vierten Spiel starten durfte, blieb bei dem Tor aus kurzer Distanz ohne Abwehrchance. So ging es in die Pause.

Im zweiten Durchgang legte Deutschland offensiv weiter zu und erarbeitete sich den Ausgleichstreffer per Strafecke in der 32. Minute. Die angespielte Mönchengladbacherin Lilly Stoffelsma platzierte ihren Abschluss passend auf den Schläger der eingerückten Lisa Nolte, die den Ball unhaltbar in das Tor abfälschte. Das Unentschieden blieb aber gerade einmal zwei Minuten bestehen, denn die Belgierinnen gingen durch eine Strafecke erneut in Front. Das Heimteam blieb spielbestimmend und legte durch Kapitänin Charlotte Englebert in der 42. Minute das 3:1 nach.

Die DHB-Damen warfen in der Folge alles rein und nahmen fünf Minuten vor dem Ende Torhüterin Nathalie Kubalski vom Platz. Trotzdem krankte das deutsche Spiel an diesem Samstag unter einer schlechten Passquote im letzten Drittel. In den Schlussminuten verlor das Team verletzungsbedingt noch Friederike Heusgen, die nach einem Zusammenprall leicht benommen vom Platz getragen wurde. Zwei Minuten vor Schluss sah dann noch Felicia Wiedermann die grüne Karte und musste ebenfalls verletzt runter. Deutschland schaffte das Comeback nicht mehr und so flossen nach dem Schlusspfiff bei einigen DHB-Spielerinnen die Tränen.

„In uns steckt viel mehr“

Die deutschen Damen verpassen damit das Halbfinale und müssen sich mit einem der Platzierungsspiele begnügen. Welches genau es wird, entscheidet sich im abschließenden Zwischenrundenspiel gegen Spanien am Montag (24. August) um 17.30 Uhr. „Natürlich hatten wir uns mehr erhofft. Wir haben eigentlich ein gutes Spiel gemacht und müssen vielleicht mehr Tore machen in der ersten Halbzeit", sagte Bundestrainerin Janneke Schopman. Kapitänin Linnea Weidemann suchte anschließend nach Erklärungsansätzen: „In uns steckt viel mehr als so früh im Turnier auszuscheiden. Die Belgierinnen waren aber heute auch sehr gut und es hätte eine sehr, sehr gute Leistung von uns gebraucht, um sie zu besiegen. Sie waren früher am Ball, wir waren vielleicht auch das aufgeregtere Team und daher haben wir verdient verloren."

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