Abwasser in Mönchengladbach Niersverband betreibt neues Nachklärbecken in Neuwerk
21.08.2026 · 05:10 Uhr
Nach und nach füllt sich das Nachklärbecken, in dem das biologisch gereinigte Abwasser vom Belebtschlamm getrennt wird.
Foto: Niersverband,/Martin HochbruckMönchengladbach · Der Bau ist Teil eines stufenweisen Modernisierungskonzeptes der gesamten Kläranlage und hat etwa zwei Jahre gedauert. Wie viel er gekostet hat und was die Institution in Zukunft noch plant.
Seit einigen Jahren wird die Kläranlage Neuwerk des Niersverbandes ausgebaut. Diese reinigt das Abwasser von bis zu 635.000 Einwohnerinnen und Einwohnern sowie angeschlossenen Gewerbebetrieben, unter anderem in Mönchengladbach. Etwa zwei Jahre lang hat der Verband das Nachklärbecken 8 gebaut. Ende Juli wurde es nun in Betrieb genommen, heißt es.
Das Nachklärbecken ist Teil eines stufenweisen Modernisierungskonzeptes der Kläranlage in Neuwerk. Laut Angaben des Verbands ist es mit einem Durchmesser von 59 Metern und einem Fassungsvermögen von 10.000 Kubikmeter das größte und leistungsstärkste, das er bislang errichtet hat. Seit Ende Juli wird darüber das biologisch gereinigte Abwasser vom sogenannten Belebtschlamm getrennt, also von Bakterien und Einzellern, und anschließend ins Gewässer geleitet. „Dieser Verfahrensschritt ist entscheidend für den Schutz von Flüssen und Bächen und für die zuverlässige Einhaltung hoher Anforderungen an die Wasserqualität“, heißt es.
Verfahren und Kosten des Nachklärbeckens in Neuwerk
Um die Baugrube für das Nachklärbecken herzustellen, setzte der Verband nicht auf ein herkömmliches Verfahren, sondern auf das sogenannte „Cutter-Soil-Mixing“. Dabei wird der Boden mit einer Spezialfräse aufgelockert und gleichzeitig mit einem zementähnlichen Material vermischt. So entstehen dem Verband zufolge stabile Baugrubenwände. Das Verfahren soll sowohl Ressourcen als auch Bauzeit reduzieren.
Weil noch „wesentliche Arbeiten“ an dem Becken stattfinden würden, könne noch nicht genau gesagt werden, wie viel es gekostet hat, sagt eine Sprecherin des Niersverbandes auf Anfrage der Redaktion. Es handle sich jedoch um einen „niedrigen zweistelligen Millionenbereich“. Insgesamt soll der Umbau der Kläranlage Neuwerk etwa 125 Millionen Euro kosten, schrieb unsere Redaktion vor zwei Jahren. Wie der Verband nun mitteilt, sollen in einem nächsten Schritt die bestehenden Nachklärbecken 7 und 6 umfassend saniert, optimiert und technisch modernisiert werden. So soll die Leistungsfähigkeit der gesamten Nachklärung Schritt für Schritt verbessert werden.
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