Bester internationaler Spielfilm „Everytime“ von Sandra Wollner geht für Deutschland ins Oscar-Rennen
25.08.2026 · 18:26 Uhr
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Update | Los Angeles · „Everytime“ ist die offizielle Oscar-Einreichung aus Deutschland. Der Film erzählt vom Verlust eines Kindes. Dieses Jahr ist zudem erstmals möglich, dass drei deutsche Filme ins Rennen um einen Oscar als „Bester internationaler Film“ gehen.
Deutschland schickt den Film „Everytime“ der österreichischen Regisseurin Sandra Wollner ins Rennen um den Oscar als „Bester internationaler Film“. Das gab German Films, die Auslandsvertretung des deutschen Films, in München bekannt.
Die Hauptrollen spielen Birgit Minichmayr, Carla Hüttermann und Tristán López. Wollner gewann für „Everytime“ bei den Filmfestspielen in Cannes den Hauptpreis der Sektion „Un Certain Regard“.
Möglicherweise gehen drei deutsche Filme ins Rennen
Dieses Jahr ist es erstmals möglich, dass drei deutsche Produktionen ins Rennen um die oft „Auslands-Oscar“ genannte Auszeichnung gehen. Das liegt an einer Regeländerung: Seit diesem Jahr sind Werke, die bei bestimmten Filmfestivals Hauptpreise gewonnen haben, automatisch für die Einreichung als „Bester internationaler Film“ qualifiziert.
Dieses Jahr sind das „Gelbe Briefe“ von İlker Çatak (Goldener Bär bei der Berlinale) und „Von Scham und Geld“ von Visar Morina (World Cinema Grand Jury Prize beim Sundance Festival). Die Produktionsfirmen dieser hauptsächlich in Deutschland produzierten Filme müssen diese aber noch formal einreichen.
Ab sofort gilt nicht mehr das Produktionsland als nominiert
Zusammen mit dem Film, den die unabhängige Jury aus den bei German Films eingereichten Filmen ausgewählt hat, könnten diese drei Filme auf die Shortlist für den „Besten internationalen Film“ kommen, wenn eine Jury aus Academy-Mitgliedern diese auswählt. Diese Shortlist mit 15 Filmen wird am 15. Dezember veröffentlicht.
Aus der Shortlist werden die fünf Filme ausgewählt, die für einen Oscar nominiert werden. Diese werden am 21. Januar bekanntgegeben. Die 99. Oscar-Verleihung findet dann am 14. März 2027 (Ortszeit, MEZ in der Nacht zu Montag), in Los Angeles statt.
Es gibt beim „Auslands-Oscar“ eine wichtige Neuerung. Die Academy hat die Rolle der Filmschaffenden in der Kategorie stark aufgewertet. Ab sofort gilt der Film selbst als der offizielle Nominierte und nicht mehr das jeweilige Land. Den Oscar nimmt der Regisseur oder die Regisseurin stellvertretend für das gesamte kreative Team entgegen.
Deutschland hat bislang viermal gewonnen
Vergangenes Jahr - als der Oscar noch an das Land ging - hatte German Films Mascha Schilinskis „In die Sonne schauen“ für Deutschland eingereicht. Ihr Film schaffte es auf die Shortlist.
Deutschland hat den Oscar für den „Besten internationalen Film“ bislang viermal gewonnen, zuletzt im Jahr 2023 mit dem Antikriegsfilm „Im Westen nichts Neues“ von Edward Berger. Davor wurden ausgezeichnet: „Das Leben der anderen“ (2007, Regie: Florian Henckel von Donnersmarck), „Nirgendwo in Afrika“ (2003, Regie: Caroline Link) und „Die Blechtrommel“ (1980, Regie: Volker Schlöndorff).
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