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Zweiter Versuch von Höcke: AfD scheitert in Thüringen mit Misstrauensvotum gegen VoigtKulturtipps Geheimnisse zwischen Designervillen und Dinnerpartys
21.08.2026 · 14:00 Uhr
Schauspielerin Robin Wright spielt Laura.
Foto: dpa/Javier RojasDüsseldorf · Eine Serie über ein psychologisches Katz-und-Maus-Spiel, das weit über harmlose Schwiegermutter-Schwiegertochter-Animositäten hinausgeht, ein Buch für alle Nacht-Wachen und eine Romantasy über Schattensoldaten.
Serie Irgendwie ist Daniel schon ein Muttersöhnchen. Mit Ende 20 wohnt er noch zu Hause, feiert gemeinsam mit Mama Laura Geburtstag und hofft bei jeder Entscheidung auf ihr Einverständnis. Laura selbst ist erfolgreiche Galeristin, verkehrt nur in höheren gesellschaftlichen Kreisen und pflegt ein durchaus liebevolles Familienleben. Kein Wunder, dass Cherry, Daniels neue Freundin, bei ihr vom ersten Moment an keinen leichten Stand hat. Dabei ist sie charmant und gibt sich die allergrößte Mühe. Doch beide Frauen haben Geheimnisse, die Ehemann und Freund nicht ahnen. Zwischen ihnen entwickelt sich ein psychologisches Katz-und-Maus-Spiel, das weit über harmlose Schwiegermutter-Schwiegertochter-Animositäten hinausgeht. In der Kulisse von Designervillen und Dinnerpartys wechseln nicht nur Täter und Opfer permanent die Rollen, sondern auch der Zuschauer ständig die Sympathie-Seiten. Die Serie basiert auf dem Roman „The Girlfriend“ von Michelle Frances, gedreht wurde in London und Malaga. Sie lebt vor allem von dem fein-nuancierten Spiel der beiden Hauptdarstellerinnen Robin Wright („House of Cards“) und Olivia Cooke („House of the Dragon“). „Das Gift der Seele“ ist zu sehen auf Amazon Prime. ha
Nachtgedanken von Ivo Andrić
Buch Schlaflosigkeit ist schlimm. Man liegt da und denkt „Ich bin“. Man hört sich also selbst bei Grübeln zu, und das macht einen so wütend, dass man erst recht nicht einschlafen kann. Dem jugoslawischen Literatur-Nobelpreisträger Ivo Andrić ging es ebenso – und zwar regelmäßig. Andrić schrieb den großartigen Roman „Die Brücke über die Drina“, den man in schlaflosen Nächten unbedingt (wieder-)lesen sollte. Außerdem eignet er sich als Vorbild für alle Nacht-Wachen: Er machte nämlich das Beste draus und schrieb einfach alles auf, was ihm in den Kopf kam, während alle anderen poften, ratzten, knackten. „Insomnia. Nachtgedanken“ (btb, 190 Seiten, 14 Euro) heißt der Band, für den Michael Martens die Quintessenz der Dunkelheit versammelt. Darin stehen Sätze, die an Franz Kafka erinnern: „Wenn ich nicht verzweifelt bin, tauge ich nichts.“ hols
Romantasy Eine Portion „Tribute von Panem“, eine Prise „Game of Thrones” und eine Lovestory: „Masked by Nightfall“ ist im Lyx-Verlag erschienen, der Abteilung „Liebe, Romantik, Fantasy“ der Bastei-Lübbe-Gruppe. Es überrascht also nicht, wenn der Auftakt zu der Reihe namens „Last Shadows“ eine Liebesgeschichte auf 688 Seiten auswalzt. Aber: Das ist gut gelungen. Guter Plot, überraschende Wendungen, viele Geheimnisse, eine starke Fantasie-Welt, eigenwillige Charaktere, nett erzählt, hübsches Cover mit Farbschnitt. Ärgerlich allein das schlampige Redigat, bei dem man über Tippfehler stolpert. Zum Inhalt: Die Heldin mit dem melodischen Namen Elodie meldet sich zur Auslese, um Schattensoldatin am Bruch zu werden und ihre Familie zu retten. Dort begegnet sie dem arroganten Soldatenanwärter Jax Elder. Die traumatisierte Elodie versucht, ihn auf Abstand zu halten, denn sie hat ein todbringendes Geheimnis. saja
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