EILMELDUNG
Nach der Sturzflut: Sucheinsatz im Zentrum von Katastrophengebiet in Tibet gestopptProzess um Immobilienbetrug Angeklagte sollen Käufer um Millionen gebracht haben
19.08.2026 · 18:00 Uhr
Leverkusen/Köln · Ein Firmenchef aus Opladen sitzt in Untersuchungshaft, vier weitere Männer sind angeklagt. Ihr Immobiliengeschäft soll Millionenverluste verursacht haben – jetzt beginnt die Aufarbeitung.
Vor der 28. Großen Strafkammer des Kölner Landgerichts ist am Mittwoch ein umfangreicher Betrugsprozess eröffnet worden, bei dem es um Schäden in Millionenhöhe geht. Fünf Angeklagte müssen sich verantworten, wobei der Geschäftsführer einer auf der Bonner Straße in Opladen ansässigen Firma sich in Untersuchungshaft befindet.
Dabei sollen die Angeklagten, die sich von zwölf Rechtsanwälten verteidigen lassen, praktisch immer nach dem gleichen Muster vorgegangen sein. Sie boten Schrottimmobilien vorwiegend im Ruhrgebiet zu völlig überhöhten Preisen an, in einzelnen Fällen machten sie sogar Sanierungsangebote, die einfach nicht ausgeführt wurden. Dabei entstanden den Opfern Verluste im Millionenbereich. In einem Fall steht zudem eine Anklage wegen Erpressung an. Als ein Geschädigter gerichtliche Maßnahmen ankündigte, sei dieser mit der Mafia bedroht worden, der man den Fall habe übergeben wollen.
Am ersten Verhandlungstag kündigten alle Angeklagten Geständnisse an – dies vor dem Hintergrund, dass es zwischen Gericht, Verteidigern und Staatsanwaltschaft im Vorfeld des Prozesses Verständigungsgespräche gegeben hat. Der Vorsitzende Richter stellte in Aussicht, dass sich die Freiheitsstrafen bei umfänglichen Einlassungen im Rahmen von vier bis fünf Jahren bewegen könnten. Insgesamt sind vierzehn Verhandlungstage vorgesehen.
Meistgelesen
Aktuell wichtig

Comments
Nothing yet. Say the first thing.
Sign in to join the conversation.