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Leichlingen | RP ONLINE · Aug 21, 2026

Pendleratlas 2024: Pendler in Leichlingen – viele Wege führen nach Leverkusen

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Ina Bodenröder · RP ONLINE

Pendleratlas 2024 Pendler in Leichlingen – viele Wege führen nach Leverkusen

21.08.2026 · 14:00 Uhr

 So zeigt der Pendleratlas 2024 die Pendlerströme für Leichlingen.

So zeigt der Pendleratlas 2024 die Pendlerströme für Leichlingen.

Foto: Landesbetrieb IT NRW

Leichlingen · Der aktuelle Pendleratlas 2024 für Leichlingen bestätigt die Annahmen des Mobilitätskonzepts. Doch auch mit Mobilitätsmanager stehen viele Projekte auf „nicht begonnen“.

Das Statistische Landesamt (Landesbetrieb IT NRW) hat den Pendleratlas für das Jahr 2024 veröffentlicht. Für Leichlingen unterstreicht die Statistik noch einmal sehr deutlich: Viele Pendler, nämlich rund 11.100, verlassen tagsüber die Stadt, um zur Arbeit zu fahren. Ihnen stehen 3769 Einpendler gegenüber plus 3444 „innerörtlich Pendelnde“. Damit sinkt die Gesamtbevölkerung Leichlingens – für das Jahr 2024 mit 28.054 angegeben – auf eine Tagesbevölkerung von nur noch 20.719: ein Pendelsaldo von 7335 Menschen.

Die Statistik des Landesbetriebs hat recht genau untersucht, wen es zum Arbeiten in die Blütenstadt zieht: Demnach kommen an Arbeitstagen 2154 Frauen nach Leichlingen, dem stehen 1615 Männer gegenüber. Der Wert dreht sich, wenn es um die Auspendler geht. Hier sind es 5998 Männer und 5104 Frauen. Innerhalb Leichlingens fahren 1954 Frauen zur Arbeit, aber nur 1490 Männer.

Die meisten Pendler, die täglich nach Leichlingen fahren, kommen aus Leverkusen (909), gefolgt von Solingern (530), Burscheidern (367), Langenfeldern (316) und Kölnern (316). Düsseldorfer folgen in der Statistik erst auf Platz sechs mit 146 Menschen, die zum Arbeiten nach Leichlingen fahren.

Anders sieht es mit den Zielen der Leichlinger aus: Zum Arbeiten fahren die meisten nach Leverkusen (2228), gefolgt von Köln (1869), Düsseldorf (1042), Langenfeld (1008) und Solingen (878).

Der aktuelle Pendleratlas bestätigt damit das Leichlinger Mobilitätskonzept aus dem Jahr 2023, das die Stadt als „klassische Pendlerkommune im Rheinland“ mit starken Verflechtungen zu den Nachbarkommunen plus Köln und Düsseldorf beschreibt. Daraus leitet es ab, dass der Bahnhof, regionale ÖPNV-Verbindungen und interkommunale Radwege besonders wichtig sind. Wenn an einem normalen Arbeitstag knapp 40 Prozent der gesamten Wohnbevölkerung die Stadt zum Arbeiten verlassen und nur rund 3800 Menschen zur Arbeit hineinkommen, funktioniert die Stadt regionalökonomisch vor allem als Wohnstandort mit Arbeitsplätzen außerhalb.

Leverkusen sticht indes in der Statistik heraus: Jeder fünfte Auspendler fährt dorthin. Das Mobilitätskonzept hatte genau diese regionale Verflechtung bereits erkannt und bezeichnet die Verbindung Leichlingen–Opladen als prioritären Korridor für eine Radpendlerroute.

Etliche der im Mobilitätskonzept vorgesehenen Maßnahmen sind derweil noch nicht umgesetzt. Der aktuelle städtische Maßnahmenmonitor (https://klima-monitor.leichlingen.de/) führt beispielsweise die Weiterentwicklung des Radverkehrsnetzes als „nicht begonnen“. Bei den Fahrradstraßen sieht es ähnlich aus: „Die aktuelle Personalsituation lässt die Bearbeitung dieser Maßnahme im Moment nicht zu. Auch wenn zum 1. Februar 2026 ein Mobilitätsmanager seine Tätigkeit bei der Stadtverwaltung aufgenommen hat.“ Obwohl die Datenlage für hohe Dringlichkeit spricht, hält die Umsetzungsgeschwindigkeit der Stadt offenbar nicht Schritt.

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