Zweites Heimspiel der Saison Der SC Reusrath bleibt zum Start punkt- und torlos
22.08.2026 · 00:22 Uhr
Reusraths Trainer Askin Polat musste die zweite Heimniederlage in Folge mitansehen.
Foto: Matzerath, Ralph (rm-)Langenfeld · Auch das zweite Spiel verliert der Bezirksliga-Vizemeister SC Reusrath zu Hause, nun 0:1 gegen den Cronenberger SC. Das entscheidende Tor fällt früh, in der Folge haben die Gastgeber auch nicht das nötige Spielglück in der Offensive.
Der SC Reusrath (SCR) bleibt auch im zweiten Spiel unter Askin Polat in der Fußball-Bezirksliga sieg- und torlos. Nach dem 0:4 im Derby gegen TuSpo Richrath unterlagen die Reusrather erneut vor heimischer Kulisse dem Cronenberger SC 0:1 (0:1). In einem Spiel mit einem insgesamt mäßigen Bezirksliga-Niveau fiel der entscheidende Treffer bereits früh. Das Bemühen war den Germanen erneut nicht abzusprechen, einzig fehlten über weitere Strecken die Torgefahr und überdies das notwendige Glück vor dem gegnerischen Kasten.
Ob der wohl ohnehin gegebenen Verunsicherung hätte es ausgerechnet diesen Start in das Duell nicht gebraucht: Es waren gerade zwei Minuten auf der Uhr, da unterlief SCR-Mittelfeldmann Hamza Hachimi nach Ecke ein Stockfehler am Cronenberger Strafraum, woraufhin Yassin Bouaasria ihm den Ball klaute, ihn bis ans andere Ende des Feldes trug und Mike Osenberg an der rechten Strafraumkante zum 1:0 einsetzte. Dabei konnte die Heimelf wenig später sogar von Glück sagen, dass es bei diesem Rückstand blieb, denn nahezu baugleich nur seitenverkehrt fand Bouaasria Jonas Niehues, dessen Versuch SCR-Keeper Tim Hechler schon geschlagen hatte, aber von Ferhat Tuncer auf der Linie geklärt wurde (9.). „Es waren wieder zu viele Fehlerpunkte“, sagte Polat nach der Partie, „das sind Situationen, die wir selbst verschulden.“
Wahrscheinlich lag der Unparteiische zweimal falsch
In der Folge entwickelte sich eine weitestgehend ausgeglichene Begegnung mit leichten Vorteilen für die Gäste. Keine der beiden Mannschaften konnte nennenswert gefährlich werden. Die noch beste Gelegenheit für den SCR nach Steckpass auf Stoßstürmer Luca Piatkowski wurde wegen Abseits zurückgepfiffen. Wahrscheinlich falsch lag der Unparteiische auch bei einem Foul an Bouaasria im Strafraum – der Elfmeterpfiff blieb aus. Der 24-Jährige war es auch, der Hechler vom rechten Strafraumeck zu einer Parade zwang (39.). Kurz vor Ende des ersten Abschnitts schoss dann Osenberg einen Halbvolley knapp über Hechlers Tor (45.).
Mit Wiederanpfiff wurde Reusrath dann griffiger und stresste Cronenberg mehr. Piatkowski setzte sich im Sechzehner durch und scheiterte aus kurzer Distanz an Torwart Yannik Radojewski (47.). Häufiger zum Abschluss kam Polats Mannschaft dennoch nicht. In der 70. Minute hätte Niehues das 2:0 erzielen müssen, als er frei aus 16 Metern schießen konnte, sich jedoch die Ecke aussuchte, in der Hechler lauerte. So hätte sich diese Schludrigkeit fast gerächt, denn SCR-Angreifer Gael Ntolo war plötzlich durch und kam im Strafraum zu Fall. Statt Elfmeter hatte der Schiedsrichter das Foul jedoch außerhalb gesehen – Luke Jahnke ging wegen Notbremse vorzeitig duschen (76.). Der Freistoß brachte keine Gefahr.
„Ich glaube nicht an Glück“
Den Germanen Kostenpflichtiger Inhalt kann man nicht vorwerfen, dass es an Mentalität mangelte, ihnen fehlte mitunter offensiv auch das Glück, das sie zeitweise defensiv hatten. „Ich glaube nicht an Glück“, sagte Polat, „Glück muss man sich erarbeiten.“ In der Nachspielzeit räumte überdies Torhüter Radojewski Reusraths Leo Luca de Rubertis beim Herauslaufen unsanft von den Beinen – ohne den Ball zu treffen. Der durchaus berechtigte Strafstoßpfiff blieb allerdings aus (90.+2). Und bei der letzten Flanke des Spiels fehlte nur ein Meter, dass Daniel Mückes Kopfball über Radojewski hinweg zum 1:1 in den Maschen landete – so traf er nur einen Cronenberger Kopf (90.+3).
Dementsprechend herrscht derzeit Ernüchterung beim Vorjahesvize. Laut Polat kann seine Elf den hohen Aufwand derzeit nicht in Effizienz umwandeln. „Solche Phasen sind da, aber es kommen auch andere Zeiten“, versprach er seiner Elf. Vor allem fehlt ihm derzeit Gian Schumann, der mit Ideen Lösungen finden kann.
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